Nikon D7100/D7200?

3 Antworten

Hallo

der Verschluss der D7X00 Typen hat wie alle Nikon Semi Pro DSLR ein offizieles MTBF "Rating" von 150000 Auslösungen;

- www.nikonimgsupport.com/ni/NI_article?articleNo=000003332&configured=1&lang=en_US

Was aber nicht heisst das der Verschluss genau 150000 Auslösungen funktioniert und bei der 1500001ten ausseinanderfällt. Konstruktiv bzw Statistisch erreichen laut Nikon die Hälfte alle Verschlüsse mindestens 150000 Auslösungen.

Und wenn der Verschluss in der Garantiezeit vor 150000 Auslösungen kaputt geht bekommt man eine neuen auf Garantie/Gewährleistung. Nach der Gewährleistug gib es noch einige Jahre Kulanz bei der D300s bekam man nach 5 Jahren 150000 Auslösungen noch um 75% Kulanz auf das Material (Die D300 hat ein 200000 MTBF). Bei anderen Herstellern ist das anderst, speziel im Bereich der Amateuerkameras die man meist gleich wegwirft bzw eine Reperataur nicht vorgesehen ist.

Das ganze ist eine Gausssche Verteilungskurve (Glocke) die Wahrscheinlichkeit dass ein Verschluss bei 1000 Auslösungen ausfällt ist genau so hoch wie dass ein Verschluss bei 100 000 000 Ausfällt. Die Frage ist wo liegt der 50/50 Punkt.

Nach der Shutter Life Statistik ist die 50% Qoute bei etwa 500000 Auslösungen, dass ist schlechter als bei Profikameras die 50/50 oft bei der 1Mio oder auch drüber haben. Der Knackpunkt bei Shutter Life ist die unklare Erhebung der Datenbasis aber Nikon liefert keine konkreten Zahlen aus Ihren Reperaturstützpunkten. Und in der Realität ist die Verschlussausfallrate nicht linar oder eine asymetrische Gaus Verteilung. Der Punkt ist durch Produktionschwankungen verenden nagelneue Verschlüsse öfter als ein schon eingelaufener Verschluss (Deswegen gibt es ja Garantien)

Die D7XOO Serie ist halt Semi Pro und hat mit 1/8000 Sekunde und das bis zu 7,5B/S mehr "Stress" als bei Amateurkameras die bei 1/4000@5B/S denn Maximalstress haben. Zudem haben Semi Pro einen grossen Puffer und könnten in JPEG Reportagequalität ca 1000 Auslösungen in 2,5 Minuten leisten bzw mit Akkupack oder Netzstromadapter auch so lange bis die SD Karte voll ist bzw bis beide SD Karten voll sind. Aber der Verschluss ist bei DSLR nicht das Verschleissanfälligste Bauteil, es ist die Spiegelmechanik welche dank Live View Einsatz noch mehr belastet wird als zu Zeiten davor. Bei den meisten DSLR wird der Verschluss mit Spiegelkasten als ein Modul erneuert es gibt aber immer wider frickler oder geiz ist Geil Typen die eine neuen verschluss in einen verbrauchten Spiegelkasten einbauen daher sind Auslösungsauszählungen als Zustands/Verschleissausage extrem diffus plus das ist auch manipulierbar. (Wie bei denn Autos die KM Stände)

- www.olegkikin.com/shutterlife/nikon_d7100.htm

- www.olegkikin.com/shutterlife/nikon_d7200.htm

- www.olegkikin.com/shutterlife/nikon_d7000.htm

Der Punkt ist eine Verschlussreperatur an einer D7X00 kostet zZ um 250-350€ dabei wird das komplette Spiegelreflexmodul erneuert. Nikon bevorratet Ersatzteile für Profi DSLR deutlich länger als Canon so das eine Reperatur von 10-15 Jahre alten Nikons meist noch machbar ist, aber die Frage ist da eher die Rentabilität.

Profis haben mehrere DSLR um bei einem Defekt nicht dumkm rumstehen zu müssen und Profis lassen DSLR regelmässig servicieren. Zudem fallen Verschlüsse selten Schlagartig aus es gibt oft lange zuvor schon Änderungen im Verschlussgeräusch man muss das bloss richtig interpretieren.

Als Profi ist es recht simpel; die Kamera hat "Garantie" und bei Defekten wird das dann auf Garantie erneuert und am Garantieende kauft man eine neue Hauptkamera und die alte geht als Backup ins Depot oder landet mit einem frischen Service (wegen Gewährleistung) auf dem Gebrauchtmarkt. Aus dem Grund kaufen Profis eben alle 1-2 Jahre neue Kameras und für Profis "rechnet" sich das.

Der Punkt ist ohne eine DSLR kann man keine Bilder erzeugen als gar nix verdienen, eine Neue kostet um 1000€ eine gebrauchte mit 75000 Auslösungen in etwa die Hälfte (Halbe Lebensdauer) die Wahrscheinlichkeit das diese Kamera die 150000 Auslösungen voll macht ist 50/50 und dass die Kamera länger durchhält ist bei etwas Rücksicht/Gefühl in und Pflege der Technik hoch, also 500000 Auslösungen sind der nach Shutter Life der "Reale" 50/50 Punkt. Und wenn der Verschluss ausfällt kann man sich ja überlegen ob man nochmal 300€ investiert oder sich wieder was mit 75000 Auslösungen kauft.

Aus Betriebswirtschaftlicher Sicht rechnet man einfach das Profi Kameras 5 Jahre/100000 Auslösungen funktionieren das ergibt dann bei einer 1000€ Kamera um 1 Cent MaterialKosten pro Auslösung. Wenn man diese Kamera nach 5 Jahren/100000 Auslösungen noch für 250€ gebraucht verkauft kommt man auf 0,75 Cent/Auslösung. Der Gebrauchtkamerakäufer macht die selbe Rechnung der hat aber nur 50000 Auslösungen zur "MTBF" also kosten diese 50000 Auslösungen um 0,5 Cent/Auslösung wenn sonst nix kaputt geht oder Servicekosten anfallen. Und wenn der Verschluss dann doch bis 500000 Auslösungen durchhält dann kostet Ihn das nur 0,00625 Cent Pro Auslösung. Reperatur neuer Verschluss um 300€ investiert also hat man nochmal mindestens 150000 zu 0,2 Cent /Auslösung vor sich.

Der Profi rechent anderst ein defekter Verschluss bei einer aufwändigen Produktion kann in 10000e € fürs nachschiessen Kosten bzw es gibt auch unwiederholbares. Deswegen arbeiten Profis bevorzugt im Bereich bis zur Hälfte der MTBF wo die Ausfallrate noch unter 1% ist.

In Nord Japan gibt es eine mit mehreren Nikon D1 bestückte Wetterbeobachtungstation welche seit dem Jahr 2000 je 1 Bild alle 15 Sekunden schiesst also 2 Mio Auslösungen pro Jahr und soweit ich weiss arbeiten die D1 immer noch. Gut die D1 ist konstruktiv völlig "Irre" aufgebaut um 1/16000 Verschlusszeit zu ermöglichen. Da hat Nikon noch aus dem vollen Titanblock geschnitzt damit es sicher funktioniert bei der D2 kamen dann die Kostenoptimierer.

Sie Kameras sind auf ca 150‘000 Auslösungen ausgelegt.

Je nachdem was und wie du fotografierst ist es schwer zu sagen ab wann es Zuviel sind.

Eine gepflegte Kamera (mit Service etc) hält länger als eine die nicht gepflegt wurde.

Schon erstaunlich. Da fragt jemand nach der Anzahl der möglichen Auslösungen.

Kann mir jemand diese Frage plausibel machen?

Eventuell möchte der Fragesteller eine gebrauchte Kamera mit X Tausend oder 100.000 Auslösungen kaufen und will eine möglichst große "Reserve", damit der Kameraverschluss nicht total abgenudelt ist.

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@habakuk63

Das dürfte im Amateurbereich wohl kaum eine Rolle spielen.

Bei einem professionellen Sportfotografen ist diese Frage natürlich berechtigt.

Und wer sich Sorgen macht, wie viele Auslösungen noch "drin" sind, wie viele 10.000nde er erwartet oder eben nicht mehr erwarten kann, der sollte darauf achten, von wem er die Kamera kauft. Und Rückschlüße ziehen.

Ob Die was helfen, entzieht sich meiner Erfahrung.

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