Neutralisationsreaktion säure und base?

2 Antworten

Weil das entstehende Kochsalz in der Lösung ionisch vorliegt. Na+ und Cl- beteiligen sich gar nicht an der Reaktion.

Wenn in der Aufgabe also steht das alles im Wasser statt findet ist die obere gleichung richtug und beim Verdampfen die untere?

0

Hallo Lollipop08p

NaOH + HCl → NaCl + H₂O

ist ein Beispiel für eine Säure-Base-Reaktion, bei der aus einer Säure und einer Base ein Salz und Wasser entsteht:

Säure + Base → Salz + Wasser

Schaut man sich diese Reaktion auf der atomaren Ebene an, so dissoziieren zunächst einmal HCl und NaOH:

HCl + H₂O → Cl⁻ + H₃O⁺

NaOH → Na⁺ + OH⁻

Eigentlich müsste man die Ionen noch mit einem (aq) versehen, z.B. Na⁺(aq), um zu zeigen, dass sie von einer Wasserhülle umgeben (hydratisiert) sind, aber das schenke ich mir jetzt. :)

Die Reaktion von ganz oben sieht dann so aus:

Na⁺ + Cl⁻ + OH⁻ + H₃O⁺ → Na⁺ + Cl⁻ + 2 H₂O

Wenn du jetzt vergleichst, was auf der linken und der rechten Seite steht, dann siehst du, dass Na⁺ und Cl⁻ auf beiden Seiten vorkommen. Und da das so ist kann man sie auch wegfallen lassen und erhält:

OH⁻ + H₃O⁺ → 2 H₂O

Dies ist die eigentliche Neutralisation:

Das Reagieren von Hydroxid-Ionen mit Oxonium-Ionen zu Wasser.

Na⁺ und Cl⁻ spielen dabei nicht mit und schwimmen weiter in der Lösung herum.. Sie lagern sich erst zusammen zu NaCl, wenn du das Wasser vollständig abdampfst.

LG

Wenn in der Aufgabe also steht das alles im Wasser statt findet ist die obere gleichung richtug und beim Verdampfen die untere?

1
@Lollipop08p

Im Wasser sind die Ionen vorhanden, daher würde ich diese Gleichung dafür nehmen:

Na⁺ + Cl⁻ + OH⁻ + H₃O⁺ → Na⁺ + Cl⁻ + 2 H₂O

Wenn es nur darauf ankommt, dass nach dem Verdampfen das Salz übrig bleibt, ist diese Gleichung geeignet:

NaOH + HCl → NaCl + H₂O

Eigentlich sagen beide Gleichungen das Gleiche auf unterschiedlich Art aus, aber in deinem Fall sollte die Zuordnung so in Ordnung sein.

1
@Zwergbiber50

Kannst du mir vlt erklären wann es zur autoprotolyse von Stoffen kommt und wie ich erkennen kann ob ein Stoff das macht

1
@Lollipop08p

Die Autoprotolyse ist ein Spezialfall der Protolyse.

Bei einer Protolyse werden ganz allgemein Protonen übertragen. Dies ist z.B. bei der Reaktion der Fall:

HCl + H₂O → CL⁻ + H₃O⁺

Die HCl gibt ein Proton ab und ein Wassermolekül nimmt das Proton auf.

Bei der Autoprotolyse handelt es sich um Stoffe, bei denen das protonenabgebende und das protonenaufnehmende Teilchen gleich sind. Solche Stoffe nennt man amphoter. Bestes Beispiel ist das Wasser selbst:

H₂O + H₂O ↔ H₃O⁺ + OH⁻

Es gibt einige Verbindungen, die diese Autoprotolyse zeigen. Dies geschieht allerdings in den jeweils wasserfreien, reinen Verbindungen. Ein solches Beispiel ist flüssiger Ammoniak:

NH₃ + NH₃ ↔ NH₄⁺ + NH₂⁻

Welche Stoffe sonst noch solch ein amphoteres Verhalten zeigen, weiß ich selbst nicht. Auf Wiki habe ich aber eine kleine Liste gefunden mit Verbindungen, die dies machen können. Dazu zählen Fluorwasserstoff HF. Schwefelsäure H₂SO₄, Essigsäure/Ethansäure CH₃COOH, Ameisensäure/Methansäure HCOOH, Methanol CH₃OH und Ethanol CH₃CH₂OH.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ampholyt

1
@Zwergbiber50

Vielen vielen Dank

Quasi können nur amphotere Teilchen die autoprotolyse betreiben

1
@Zwergbiber50

Vielleicht noch eine Ergänzung, damit es ganz klar wird:

Es müssen zwei Voraussetzungen für die Autoprotolyse erfüllt sein.

Zum einen muss das abzuspaltende Proton an einem stark elektronegativen Atom sitzen, damit es leichter abgegeben werden kann. Und gleichzeitig muss dieses stark elektronegative Atom über ein freies Elektronenpaar verfügen, damit es ein Proton binden kann. Beides ist bei F, N und O der Fall.

1

Was möchtest Du wissen?