Neue Hündin starrt mich andauernd an / winselt / läuf thinterher!

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Das liegt daran dass sich der hund an dich bindet. Sie siht dich als mutter an und macht dir vieles nach bzw. lernt von dem was du tust. das ist nicht schlimm sondern normal.

Das beruhigt mich schonmal! Ich bin eigentlich auch erfahren mit Hunden, da ich mit Hunden aufgewachsen bin. Nur die waren alle total Pflegeleicht bzw. bei denen hat alles von Anfang an geklappt und es gab keinerlei "komische Situationen". Ich meine sie ist auch nicht schwierig oder so, nur kannte ich das mit dem Anstarren noch nicht und wenn man dann hier Dinge wie "Bedrohung/Langeweile/Aufmerksamkeit" liest, macht man sich schon Gedanken. ;)

1

erwachsene hunde suchen sich aber eigentlich keine mutter mehr ;-)

1

Also: Hör bitte auf Deine Hündin anzustarren - so dass sie nicht zurück starren muss!

Nur wenn du deine Hündin anstarrst - kannst Du bemerken, dass sie dich anstarrt!

Dieses Anstarren, also das in die Augen blicken beim Hund - das ist für den Hund - von deiner Seite ein sehr bedrohliches und extrem unhöfliches Verhalten.

Aus Deiner Schilderung entnehme ich, dass es sich um Deinen ersten Hund handelt. Du musst sie auch nicht immer streicheln, sondern sie soll ein eigenständiges und selbstbewusstes Hundewesen werden.

Bitte mache dich kundig zum Wesen und Verhalten von Hunden und lerne schnell nach was Du noch nicht weißt, so dass sich Dein Hund bei Dir gut aufgehoben fühlen kann:

Mit dem Hund auf Du - Zum Verständnis seines Wesens & Verhaltens; Autor: Eberhard Trumler

Dieses Buch besorgst Du dir umgehend - und wenn der Hund ruhig neben Dir schläft - liest Du darin, du kannst auch laut vorlesen das wird den Hund noch geborgener bei Dir schlafen lassen.

Das Buch liest sich leicht und sehr interessant - und danach weißt du viel mehr über deinen Hund, als andere nicht bei mehreren Hunden lernen welche nur Hund streicheln oder über den Hundeabrichteplatz zerren!

Wünsche Dir viel Freude und gutes Gelingen - mit Hund!

Nein ich bin mit Hunden aufgewachsen, nur dieses Verhalten kannte ich bisher nicht! Und ich habe von Anfang an darauf geachtet, dass ich sie eben nicht anstarre (weil ich weiß,dass man das nicht tun soll)! Aber wenn sie auf mich zu kommt oder so, kann ich ja auch schlecht in die andere Richtung gucken. Natürlich guckt man den Hund an, nur eben nicht direkt in die Augen. Aber man sieht natürlich trotzdem, dass man beobachtet wird, auch wenn man in eine andere Richtung guckt. Gerade deshalb finde ich es ja komisch, weil ich es eben von Anfang an vermieden habe. Vielen Dank für die Wünsche! :)

2
@Theodwyn12

Dennoch solltest Du dieses Buch lesen, denn du musst noch vieles zum Hundewesen lernen.

Dein Hund versucht dich zu studieren - er muss ja eine möglichst gute Sozialgemeinschaft mit dir aufbauen - du benimmst dich aber aus Hundesicht "nicht ganz sozial" und deswegen muss der Hund das Studieren deines Verhaltens intensivieren und das ist es was du hier schilderst.

Auch wenn du deinen Hund betont ignorierst ist das ein sehr unfreundliches Verhalten den Bemühungen deines Hundes gegenüber!

Noch ein Buch das in deinem Fall sicher sehr hilfreich ist:

Bindung und Beziehung - Man liebt nur was man kennt, Autoren: Udo Ganslosser, von Filander

Schon die zweite Überschrift sagt genau was mit deinem Hund los ist - Dein Verhalten ist "zwiegespalten" gegenüber dem Hund!

Also - lerne dazu dann wirst du eine wunderschöne "Beziehung zu diesem Hund erleben"

Viel Erfolg dabei, es ist das Schönste was dir ein Hund anbieten kann.

2

Es ist natürlich recht schwer, hier zuverlässige Tipps zu geben, da eigentlich nur das "Gesamtbild" des Hundes aussagekräftig ist. So wie du die Hündin beschreibst, ist sie sehr unsicher. Dass du sie selbst dauernd ansiehst, macht es nicht besser. Ich denke, dass sie dauernd versucht, rauszufinden, was du von ihr möchtest, das verwirrt sie. Vergiss bitte den Unsinn, dass sich deine Hündin "Rangmäßig über dich stellen will", das jedenfall will Sie mit Sicherheit nicht! Es könnte z.B. auch sein, dass sie "das Kopfwegdrehen" als Beschwichtigung deinerseits deutet. Klar, dass sie das total seltsam findet. Wenn sie zukünftig ihre Pfote auf den Schoß legt, dann drehst du ihr die Handfläche zu, so als ob du sie "abhalten" möchtest. Bitte nicht schupsen sondern nur vorher entgegenstrecken. Sobald sie die Pfote wieder auf dem Boden hat, wendest du dich ihr zu und streichelst sie ganz sanft an der Halsseite. Dabei lernt sie, dass die durch "mit Pfote hauen" keine Aufmerksamkeit bekommt, aber durch ruhiges Abwarten schon. Egal, was das Anschauen bedeutet, hiermit könntest du auch "aufmerksamkeits heischendes Verhalten" verhindern.

ist natürlich schwierig so aus der ferne was dazu zu sagen, aber sowas ähnliches habe ich hier auch. mein hund hat sein körbchen quasi gegenüber von unserer couch, platzmäßig geht es leider nicht anders, oder sie müsste völlig auf der anderen seite des raumes liegen, wo wir sie dann garnicht (und sie uns auch nicht) mehr sehen könnten.

ist das denn so ein fixiertes starren, oder eher ein entspanntes, beobachtendes? letzteres ist bei uns der fall, aber ich habe auch die erfahrung gemacht, dass das mit etwas kontrollmäßigem einhergeht, mir ist das ebenfalls unangenehm. was ist das denn für eine rasse? kenne ähnliches verhalten von 2 border-collies. ich denke nicht, dass das was mit höherstellen oder ähnlichem zu tun hat, sondern eher mit aufmerksamkeit, wissen wollen was passiert usw. wenn meine RICHTIG penetrant "glotzt"; stell ich ehrlich gesagt manchmal nen stuhl dazwischen.

habe letztens aber auch folgendes erlebt: ich war mit meiner hündin bei ner freundin und ihrem hund, und mein hund hat sich dann dem anderen gegenüber gelegt, den kopf auf die pfoten gelegt und den angeglotzt, wie sie das bei uns macht, und der hund meiner freundin hat sie dann mehrmals angeknurrt, und wollte sie dann auch zurechtweisen, also scheint es auch für andere hunde etwas aufdringliches zu haben, dieses glotzen., aber das ist jetzt meine schlussfolgerung.

Das ist ja das Problem,ich weiß nicht so Recht, wie ich ihren Blick beurteilen soll. Weil sie an sich so einen echten Hundeblick drauf hat, also generell eher harmlos. Aber sie ist auch irgendwie... komisch, z.B. wenn ich ins Haus komme, dann wedelt sie mit der Rute und freut sich, aber wenn ich mich dann auf ihre Höhe begebe und sie streichel, dann zieht sie die Rute ein, obwohl sie eigentlich ja keine Angst vor mir hat und es gern hat (zumidnest denke ich das, weil sie keinerlei Anstalten macht, dass es nicht so ist). Und das verunsichert mich dann etwas, deshalb weiß ich ihr Starren auch nicht so Recht zu deuten. Eigentlich denke ich, dass sie mich von Anfang an sehr mochte, aber durch das Einziehen der Rute und dieses ständige Anstarren bin ich auch unsicher (was ich natürlich versuche nicht zu zeigen bzw. dann an was anderes zu denken :-D). Draußen wirkt es eher so, als ob sie sicher gehen will, dass ich in ihrer Nähe bin und Drinnen bin ich echt ahnungslos...

0
@Theodwyn12

achso und es ist ein Dackel-Mix (vermutlich mit Mops oder so, sieht vom Kopf her jedenfalls so aus, aber man konnte es uns leider nicht sagen).

0

Deine Hündin ist schon 2 bis 3 Jahre alt, was bedeutet, dass sie nicht auf ganz natürliche Weise ihre Beta-Tier-Position bei Dir einnehmen konnte, wie das passiert wäre, wenn Du sie als Welpe bekommen hättest. Selbstverständlich will sie jetzt wissen, wie die Rangfolge im neuen Rudel ist (das neue Rudel bist erst mal Du und sie). Das muss nicht gleich heißen, dass sie sich über Dich stellen will. Sie will und braucht Klarheit über die Rangfolge, und sucht darum nach den entsprechenden Hinweisen für sie.

Ich würde an Deiner Stelle diese Rangfolgenklarheit einfach möglichst schnell herstellen. Dabei kannst Du es durchaus regelrecht benutzen, wenn sie Dich anschaut, in dem Du ihr jedes Mal, wenn Du siehst, dass sie Dich anschaut, mit einem kurzen Blick in ihre Augen einen belanglosen Befehl gibst, den sie dann allerdings auch zu befolgen hat ("komm mal her", "mach Platz", "geh auf Deinen Platz", usw.). Je nach Situation musst Du Dir natürlich was anderes einfallen lassen: Wenn Sie auf dem Sofa liegt und von Dir gestreichelt wird, und sie Dich dabei intensiv anschaut, würde ich beruhigend mit ihr reden ("alles ist in bester Ordnung", "ja, ich bin ab jetzt für Dich da", usw.). Dabei kannst Du auch durchaus ab und zu Deine Dominanz andeuten, indem Du ihren Kopf mit beiden Händen seitlich liebevoll aber bestimmt hältst, Dich mit Deinem Gesicht in Richtung ihrer Schnauze bewegst und sie kurz und zart auf die Schnauze bläst.

Einfach nur zurück schauen, wenn sie Dich anschaut, bedeutet für sie, dass Du unsicher bist. Daher musst Du klare sichere Aktionen zeigen, wenn sie Dich anschaut, wobei Du ihr durchaus auch in die Augen schauen solltest. Wenn sie nicht weg schauen will, kannst Du sie auch fragen, was denn los ist, kannst sie zum Wasser/Futter-Napf führen, fragen ob sie das will, oder die Leine zeigen, und fragen, ob sie raus will.

Wenn Du am Essen bist, und sie schaut Dich dabei an, solltest Du sie sofort auf ihren Platz schicken, und darauf bestehen, dass sie Dich nicht mehr anschaut, während Du ihr erklärst, dass sie nach Dir dran kommt und etwas zu essen bekommt. Schaut sie vom Platz aus immer noch zu Dir, während Du isst, sagst Du einfach in sehr bestimmten Ton "aus", "Schluss", oder ähnliches, bis sie weg schaut und Dich in Ruhe essen lässt.

Auf meiner HP habe ich ein paar Tipps zur Hundehaltung, die Du Dir ja mal anschauen kannst. Hier ein direkter Link: http://www.jenseits-von-allem.de/Hunde.html

Viele Grüße, Martin

zwischen mensch und hund gibt es keine rangfolge, schon gar nicht wird sie durch irgendwelche "dominanten" handlungen bestimmt. als echter rudelführer disqualifizieren wir uns schon durch unsere völlig "unterentwickelten" sinne, aber auch durch unser hundefremdes verhalten. wir machen so viele fehler im hundesinn, dass wir durch die unglaubliche anpassungsfähigkeit der hunde und ihre abhängigkeit von uns ein zusammenleben möglich ist, welches allein von vertrauen durch berechenbarkeit geprägt sein sollte.

2
@taigafee

Da wird Dir aber jeder Wolfsforscher widersprechen, der schon als akzeptiertes Mitglied mit einem Wolfsrudel lebte. :)

Gruß, Martin

0
@Mannimanaste

Nein die Wolfsforscher die heute und hierbei liegt die Betonung auf HEUTE forschen, wissen schon längst, dass Deine Aussage über die "Betaposition" total überholt ist.

Auch wissen sie, dass ein Hund ein Hund ist und ein Wolf ein Wolf ist. Dazu gibt es nicht nur bei Menschen in verschiedenen Ländern andere Sitten und Gebräuche sondern auch Hunde lernen in ihrem Leben sehr viel dazu, dabei zählen einerseits die genetische Veranlagung und andererseits die dazu gelernten Dinge in ihrem Leben.

Dabei kannst Du auch durchaus ab und zu Deine Dominanz andeuten, indem Du ihren Kopf mit beiden Händen seitlich liebevoll aber bestimmt hältst, Dich mit Deinem Gesicht in Richtung ihrer Schnauze bewegst und sie kurz und zart auf die Schnauze bläst.

Das würde ich bei einem Hund den ich gerade bekommen habe, tunlichst unterlassen! Nicht das nur zuletzt das festhalten des Kopfes fehlgedeutet als bedrohlich empfunden wird, sondern erst Recht noch das "auf die Schnauze blasen" zusätzlich als bedrohlich empfunden wird.

Deine Seite solltest Du aber schnellstmöglich und gründlichst überholen, dass ist so ungefähr, als wenn ein Telefonhersteller noch für Trommeln wirbt.

Sorry, aber ich habe selten soo viel überholtes gelesen wie ich dort zu sehen bekomme und da würde mir wohl jeder nach aktuellen Ergebnissen arbeitender Wolfsforscher durchaus zustimmen!

Es ist traurig und lächerlich zugleich, wenn man in 2013 von 1855 genannte Dinge angibt und diese als vollendete Wahrheit präsentiert, denn in der heutigen Zeit ist man schon längst zu der Erkenntnis gekommen, dass es selbst in einem Wolfsrudel keinen einzigen und allmächtigen Alpha gibt.

Lieber Martin informiere Dich bitte mit Hilfe von wissenschaftlich fundiert geführten Büchern, über neuzeitliche Erkenntnisse was eine Wolfsfamilie angeht, überarbeite Deine Seite komplett neu und orientiere Dich an HUNDEN und nicht an Wölfen. Diese mögen zwar die Urväter unserer Hunde sein, aber ihr Verhalten unterscheidet sich von dem eines Hundes extremst. Nicht zu letzt leben Wölfe in der Wildnis, zeigen kaum eine solch hohe Affinität zum Menschen hin, wie das Hunde tun, sind in ihrer optischen Kommunikation dem Hunde stark überlegen und verlassen sich eher auf ihr eigenes tun, als das sie bei einem Menschen Hilfe suchen würden. Dazu gibts übrigens auch schöne DVD'S z.B. von Miklosi, die solltest Du Dir mal besorgen, dazu noch sein Buch und von Bradshaw Hundeverstand und Du wirst Dich wundern, in welchem Zeitalter Du mit Deiner Seite noch steckst ;-)

Liebe Grüße Anda

2
@Anda2910

dickes DH für diesen liebenswerten Kommentar!!

dass ist so ungefähr, als wenn ein Telefonhersteller noch für Trommeln wirbt.

Werbung für Buschtrommeln bei O2 ;)))) den Spruch muss ich mir merken!

2
@Anda2910

Hi Anda,

auf meiner Seite habe ich hauptsächlich aus meinen Erfahrungen mit meiner Hündin (Husky-Samujede-Schäfer-Mix) geschöpft, in Verbindung mit dem Wissen, dass Hunde (wie auch Wölfe) Rudeltiere sind, bei denen die Rangordnung sehr wohl eine große Rolle spielt.

Mag sein, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht mit meiner Seite übereinstimmen, aber mit meinen eigenen, innerhalb 15 Jahre gesammelten Erfahrungen mit meiner Hündin (und die ersten 8 Wochen mit ihren 7 Welpen), stimmen die Infos auf meiner Seite halt überein. Und die Beziehung zu meiner Hündin (Stella) war eine Traumbeziehung. Immer wieder wurde ich gefragt, wie ich das hinbekommen hätte, dass meine Stella so brav und ein so toller Hund wurde. Irgendwas muss ich da wohl doch richtig gemacht haben, mit meinen (wissenschaftlich...) veralteten Vorstellungen über Hunde und Hundeerziehung.

Gruß, Martin

0
@Mannimanaste

das ging mir mit meiner taiga genauso, bis ich rausfand, dass das hauptsächlich an taiga lag :-))).

beim nächsten hund musste ich aber schläunigst dazulernen.

0
@Mannimanaste

Lieber Martin,

ich habe eine Husky-Schäfer-Mix-Dame hier und in Höchstzeiten 3 weitere Hunde, bei keinem dieser Hunde und auch nicht denen davor, ich halte seit ca. 17 Jahren Hunde, damalig einen eigenen Goldi und ansonsten immer wieder verschiedene Pflegis, konnte ich sowas wie eine Rangordnung niemals feststellen, nicht mir gegenüber schon einmal gar nicht mir gegenüber und auch nicht untereinander. Das wäre ja auch artübergreifend und wir nun einmal keine Hunde und auch keine Wölfe.

Des weiteren ist es bei Wölfen so, dass es eine Familie ist, in der natürlich die beiden Elterntiere für die Hauptdinge verantwortlich sind, aber in verschiedenen Funktionskreisen aufgeteilt findest Du immer wieder einen einzigen Wolf, der bestimmte Fähigkeiten hat und auf diesen wird sich dann verlassen und das kann auch ein junger Wolf sein, ein ein- oder zweijähriger, der z.B. eine besondere Gabe wie z.B. die Jagd auf Kleintiere besonders gut beherrscht, da wird sich kein anderer Wolf auch kein Altwolf so dumm anstellen und sich dann als Alpha diesem gegenüber in diesem einem Funktionskreis aufspielen, denn damit würde er eher das sterben sichern als das überleben. Wenn wir das ganze mal verhaltensbiologisch betrachten. ;-)

Natürlich gibt es viele Hunde, die gut hören und auch viele, die nach althergebrachtem trainiert werden, aber einmal die Stresshormone in gewissen Situationen getestet und zumeist hat man dann die Antwort auf seine eigenen ach so lange gemachten Erfahrungswerte...

...und Martin denke mal nicht, dass ich nicht ähnlich wie Du gedacht habe, aber ich wurde doch eines besseren belehrt, gerade wenn man dann mit einem Husky-Mix an seine Grenze stösst, die doch sehr autark handeln, diesem beizubringen, dass jagen eine Sache ist und hören auf Frauchen eine andere und wenn man das ganze dann noch so möchte, dass der Hund nicht zu einem zurück gekrochen kommt, dann hat man sich schon eine Aufgabe gestellt, zumal wenn man auf den Wohlfühlfaktor seines Hundes sehr viel Wert legt und mir persönlich ist ein nicht hörender Hund lieber als einer, der nach althergebrachtem erzogen worden ist und hört.

Wobei man nur wissen muß, wie man es macht und es funktioniert, ganz ohne Streß und das kann man anhand von Blutwerten, Herzschlag oder auch einer Speichelprobe gut nachweisen, in welchem Level sich der Hund gerade befindet. Da würde sich so manch einer wundern, der sagt:"Ich habe 30 jährige Hundeerfahrung und mein Hund ist gerade eben tiefenentspannt!"

Das diesen Leuten aber begreiflich zu machen wäre als wenn ich sage, ich schneide mir in den Finger und dort läuft grünes Blut raus. Diese Menschen streiten vehement ab, dass es Stresshormone gibt und ich finde es wirklich bedenklich, wenn mir ein erwachsener Mensch sagt, dass er nicht an Stresshormone glaubt, wo diese doch schon seit mehr als Jahrzehnten bekannt und diese eben auch im Hundekörper vorhanden sind und man eben da auch anhand der Stresshormone den jeweiligen Zustand des Hundes feststellen kann.

Ich finde Erfahrungwerte immer ganz wichtig Martin, versteh mich da bitte nicht falsch, aber die Theorie ist genauso wichtig, denn nur wenn ich auch diese beherrsche, bin ich in der Lage, die genauen Vorgänge zu erklären und dieser bedarf es ein wenig mehr als 15 jährige Hundeerfahrung. Wobei es mir da nicht um weitere 15 Jahre reiner Erfahrungswerte geht sondern eher einer qualitativ hochwertigen Ausbildung.

Leider aber scheinen viele Menschen immer noch im glauben zu sein, dass die Erde eine Scheibe ist, so hat man damalig die Hackordnung von Hühnern auf sämtliche andere Arten übertragen und meinte, dass diese eben bei allen und jedem Tier vorhanden sei. Auch wurden damalig Wölfe in Gefangenschaft beobachtet und keine freilebenden, wo man bei Wölfen in Gefangenschaft wesentlich mehr Aggression feststellen kann, als bei freilebenden und es sind eben auch keine verwandten sondern vom Menschen willkürlich zusammengewürfelte Tiere.

...und ich fände es begrüßenswert, wenn man sich einfach mal ein bischen in die heutige Zeit versetzen könnte und keine zum teil sogar potentiell gefährlichen Tipps gibt, wie halte den Kopf fest und blase ihr auf die Schnauze.

Bedenke bitte, es geht dort um ein ein Hundeleben, gehen wir mal davon aus, dass macht eine absolut unerfahrene Person, die einen Hund aus dem Ausland bekommt und dieser beisst dann. Da kann es ganz schnell gehen, dass dieser Hund dann abgegeben wird und sein Leben lang im TH fest sitzt, nur weil man vermeintliche Ratschläge befolgt hat, die leider aber kein wirkliches Fundament besitzen, denn im Hinblick auf die "Rangfolge" von Hund und Mensch, bröckelts schon da gewaltig, somit möchte ich Dich eingehends darum bitten, Dich zu informieren und weiter zu bilden, denn nur weil man 20 Leuten die Haare geschnitten hat, hat man aber trotzdem keinerlei Ahnung von Farbmischungen um eben bestimmte Farbnuance herzustellen.

Liebe Grüße Anda

0
@Anda2910

Liebe Anda,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich werde sie als Anregung auf jeden Fall nicht vergessen. Derzeit habe ich keinen Hund und auch keinen in Aussicht, so dass es für mich zur Zeit nicht oberste Priorität hat.

Wenn man meine Hundeseite liest, wird man feststellen, dass bei mir die Grundbedingung für Hundeerziehung ist, dass jeder Hund als Individuum gesehen wird, und dass man ihn vorrangig erst mal lieben sollte. Bei diesen Grundvoraussetzungen wird der von mir gegebene Tipp sich nicht schief gehen.

Gruß, Martin

0
@Mannimanaste

Das Du jeden Hund als Individuum siehst, ist eine sehr sehr gute Einstellung, aber auch mit vorrangig viel Liebe, könnte der Hund diese Gestik als bedrohlich empfinden und je nachdem, was für ein Hund das ist und gerade wenn dieser so frisch im neuen zu Hause ist, könnte gerade dieser Tipp zu einer Fehlkommunikation führen, denn der Hund hat ja keinerlei großartige Erfahrungen im Umgang mit seinem neuem Frauchen/Herrchen.

Ich meine das nicht böse oder anmaßend, ich denke nur daran, wie viele Hunde im TH ihr Leben fristen müssen, viele davon sitzen nur dort, weil sie als unvermittelbar gelten auf Grund irgendwelchem falschen Verständnisses und manche eben oftmals, weil die Halter in Hundeschulen gerannt sind, wo sie zu Dauerkunden degradiert werden. Was nicht des Halters schuld ist, schuld ist unser Staat, aber das ist eine andere Geschichte... ;-)

Liebe Grüße Anda

0
@Anda2910

Hi Anda,

ich gebe Dir recht, den Tipp mit dem Halten des Hundekopfes und dem Anblasen hätte ich lieber nicht geben sollen. Das heißt nicht, dass ich es selbst nicht machen würde, nur weiß ich halt genau wie ich es machen würde, und mit wie viel Empathie ich auf das Feedback des Hundes auf diese Geste achten, und meine Geste entsprechend diesem Feedback sofort ändern, bzw. in etwas anderes Auflösen würde. Und das alles weiß ich beim Fragesteller natürlich nicht!

ich denke nur daran, wie viele Hunde im TH ihr Leben fristen müssen, viele davon sitzen nur dort, weil sie als unvermittelbar gelten auf Grund irgendwelchem falschen Verständnisses und manche eben oftmals, weil die Halter in Hundeschulen gerannt sind, wo sie zu Dauerkunden degradiert werden.

Da kann ich Dir ebenfalls nur beipflichten (wobei es sicherlich auch ganz gute Hundeschulen geben mag, bei denen das anders läuft).

LG, Martin

1
@Mannimanaste

Na gar keine Frage, es sollte ja auch nicht heissen, dass ich denke, dass es keine guten Hundeschulen gäbe, davon gibts sogar so einige und so richtig gute, aber leider sind eben immer noch die meisten der alten Schule zugetan und genau diese machen eben die Hundehalter zu Dauerkunden.

Dort wird dann an der Leine geruckt, Hunde auf den Rücken geschmissen von wegen Alphawurf, dort werden eben auch Rangreduktionsprogramme empfohlen, die dann so richtig ausarten und das sind dann eben die armen Hundeseelen, die im TH landen, zumindest oftmals und damit dann nicht genug, die meisten TH's arbeiten auch noch nach Anno Tuk Methodik und wenn ich dann höre, da müßte man dem Hund nur noch stärker zeigen, wer der "Rudelfürhrer" ist, dann kräuseln sich mir die Fußnägel, denn genau das hat die Hunde zumeist zu dem gemacht, was sie dann sind, reaktiv aggressiv, unberechenbar, oftmals mit wenig bis kaum Ausdrucksverhalten und die die dann als "gehorsam" gelten, sind die die in ihrer erlernten Hilflosigkeit feststecken.

Aber "Ironie on" das sind ja nur die liebsten der liebsten, eben die die wie aus dem FF Fuß laufen, aufs Wort hören usw. "Ironie off", nur wie sich der Hund dabei fühlt wird eben oftmals und gerne übersehen, Hunde haben ja keine Gefühle und ab 2 Jahren ist Hopfen und Malz verloren usw. höre ich täglich hier in unserer Gegend und leider weiß ich auch von welcher HS die stammen und da wären wir dann eben bei der staatlichen Seite angekommen, aber wie oben schon geschrieben, dass ist eine andere Geschichte ;-)

Liebe Grüße Anda

0

Wenn Du am Essen bist, und sie schaut dich dabei an, solltest Di sie sofort auf ihren Platz schicken, und darauf bestehen, dass sie dich nicht mehr anschaut.....etc. pp. usw. usf.....

Also: Müssen jetzt alle Hunde auf der Erde sofort auf ihren Platz geschickt werden, denn jeder Hund welcher bettelt....Hunde sind "Abstauber" seit Zehntausenden von Jahren, das brachte ihnen Erfolg in ihrer Evolutionsgeschichte....

...ja genau - Erfolg den Menschen zu beobachten, dessen kleinste Regung besser vorab zu deuten, noch bevor der Mensch es weiß was er gleich beabsichtigt.

Lesestoff zur Fortbildung Hund:

Forschung trifft Hund Neue Erkenntnisse zu Sozialverhalten, geistigen Leistungen und Ökologie, Autoren: Udo Ganslosser, Kate Kitchenham

Zum Wolfsforschermythos:

Wolf - Hund - Mensch - Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung, Autor: Kurt Kotrschal

In diesem Buch mit neuestem Wissen zum Wolf, Hund, Mensch aus dem Wolfforschungscenter Ernstbrunn wird auch auf so genannte "Wolfsexperten" ein gegangen. Äußerst Lesenswert! Derzeit lese sich meinem Jungspund daraus vor!

1

Das nennt man Blickkontakt und ist ein Geschenk eines Hundes an den Menschen. Das heißt, dass er ihm wichtig ist. Das ist eine Kommunikation - das ist Hundesprache. Man sollte den Hund für jeden Blickkontakt leise loben oder ihm zulächeln, sonst stellt er diese Kommunikation irgendwann mal ein und lebt sein eigenes Leben.

Es ist unglaublich traurig, was Du da schreibst. Du hast einen Hund, der Dich wirklich vergöttert und Du ignorierst ihn. Hast Du das Fühlen komplett verlernt? Bitte gibt diesem Traumhund Deine Liebe und Deine Gefühle. Lerne auf Dein Herz zu hören und bitte informiere Dich über Hundeverhalten.

Es ist ja nicht so, dass ich sie ständig ignoriere!! Keine Sorge, ich kümmer mich sehr viel um sie und bin mir auch sicher, dass sie weiß, dass ich alles gut mit ihr meine. Nur habe ich halt auch gelernt,dass dieser Blickkontakt (also vorher dachte ich das) nicht so gut ist und dass man das dann auch nicht tolerieren soll. Ist ja nicht so, als ob sie irgendwo einsperren würde oder sonstwas, also ich denke sie fühlt sich für die kurze Zeit schon sehr wohl hier und ich habe ja auch die Frage gestellt, damit ich weiß, wie ich damit umgehen soll, weil ich ihr es ja auch so leicht und schön wie möglich hier machen möchte!

0

Ich denke mal, daß es ein reines Beobachtungsverhalten ist. Das mache ich übrigens bei meinem Hund auch. Wir beobachten uns gegenseitig ab und an. Es gibt auch Hunde denen es einfach in die Wiege gelegt wurde Ihr Herrchen / Frauchen anzuhimmeln. Das hat nichts mit böses anstarren zutun. Meine Maus macht das auch gerne mal, aber ich weiß bei ihr, daß es nichts böses ist. Leider können wir nicht wissen, was unsere Lieblinge über uns denken, aber ich glaube daß es auch eine Art der "Liebe" ist.

Schau mir in die Augen Kleines.

Ich weiß ja nicht, wie Eure Sitzpositionen auf dem Sofa sind, aber vielleicht kannst Du es so einrichten, daß, ihr nicht ständigen Blickkontakt habt.

Vielleicht wurde Dein Hund auch auf Blickkontakt trainiert , das würde erklären, warum sie Dich immer anschaut.

Du schreibst nicht viel über Deinen Neuankömmling. Welche Rasse / Mix oder von wo der Hund ist. Was hat er vorher erlebt ?

Für mich hört es sich so an, als wenn Du die große Liebe Deines Hundes bist.

Ich glaube, ihr seid ein Dream - Team, und Hundi fühlt sich bei Dir sauwohl.

ich deute das so, dass sie noch unsicher ist und ständig versucht herauszufinden, wie dein befinden ist, sie studiert dich quasi. andererseits sucht sie mit der pfote deine bestätigung, also du sollst ihr zeigen, dass du ganz bei ihr bist, und ich könnte mir vorstellen, dass sie ein hund ist, der dich gern ganz zufriedenstellen möchte.

ich würde alles, was schwanzeinziehen bewirkt, weglassen. berühr sie erst, wenn du sitzt und sie zu dir kommt. lass sie dinge ausführen, für die du sie dann lobst. das stärkt ihre sicherheit und die bindung.

ich glaube, das ist ein sehr "hündischer" hund, also unterwürfig, abwartend, sehr eng an seinen halter gebunden,... eigentlich ein traumhund.

aber das sind jetzt nur sachen, die mir in den sinn kommen - also ohne gewähr. dazu müsste man den hund mit dir zusammen erleben.

viel freude noch mit deinem neuen hund!

Was möchtest Du wissen?