Motorhacke kaufen - sinnvoll?

7 Antworten

Ich habe - seit ungefähr 3 Jahrzehnten - eine Honda-Motorhacke. 

Weil der Boden anfangs ziemlich kompakt und schwer und von Grasnarben und Unkraut durchwachsen war, liess ich eine Fläche von ca. 1500 qm von einem Bauernmit einer  traktorbetriebenen  Motorfräse  bearbeiten. Das Resultat war recht gut und liess sich mit der Honda-Motorhacke auch sehr gut bearbeiten, so dass auf dem Gelände sukzessive Gartenbeete angelegt werden konnten.

Nicht verschwiegen werden darf allerdings, dass schon nach wenigen Wochen Unkraut auf der ganzen Fläche aufging und mit der Motorhacke wieder untergehackt oder auch von Hand (zusammenrechen) eingesammelt werden musste.

Den besten Fortschritt machte das Gelände dort, wo ich Hügelbeete anlegte und zu diesem Zweck recht viel Laub aus dem Wald herantransportierte. Die entsprechenden Flächen waren noch Jahre später wesentlich fruchtbarer als die nebenanliegenden Beete.

Sicher ist es eine gute Idee eine eigene Motorhacke zu kaufen; Mieten geht nämlich ziemlich schlecht, wenn man die Arbeiten nur bei einigermassen trockenem Boden, bei nicht immer übermässig grosser Motivation, bei zahlreichen beruflichen und privaten Engagements etc. verrichten kann. 

Ich pflege als Rentner 3  Nutz-Gärten mit jeweils ca. 1.300 qm. Ich habe schon eine ganze Sammlung von Motorhacken, zur Zeit habe ich 5 da stehen. Wenn eingemotteten Motorhacken im Wege waren - gelaufen sind sie ja auch nicht mehr, habe ich sie geschenkt bekommen, ich habe alle wieder hochgepäppelt und die laufen wie neu. .

Wenn ich mir eine neue Motorhacke kaufen würde, käme für mich ein Gerät von 1. Honda, 2. Solo, 3. Agria in Frage, das ist noch ziemliche robuste Ware, die Baumarkt-Hüpfer würde ich nicht kaufen, vorher würde ich mir von Ebay eine gebrauchte alte Hacke zulegen, zumal ich da gerne repariere.

Die billigen Exemplare sind so leicht gebaut, dass man da wohl keine lange Lebenserwartung hat. Ich habe eine Holder und eine Hako aus dem Jahr 1962 die stellen jede neue Hacke leistungsmäßig in den Schatten.

Neuland sollte man mit dem Spaten umgraben dabei die Wurzeln und Steine aufsammeln. Wenn man im Unkrautgelände fräst, macht man aus jeder Wurzel mindestens 3 Wurzeln die u.U. anwachsen, es sei denn du fräst alle 3 Tage, damit nichts mehr anwächst, die Steine sind dann aber trotzdem noch da.

Viel Ausdauer und Erfolg. 

Meine Sammlung: Honda F360  aus 1998, FAGA 5500 aus 1999, Solo (blau) aus 19660, Holder H4 aus 1962 und Hako Hakorette aus 1962.


Eine Motorhacke geht maximal 10cm in den Boden. Ist der Boden sehr hart oder steinig, kann es dir passieren, dass dir die Motorhacke wegläuft - die Messer dringen nicht in den Boden ein sondern laufen auf der Oberfläche und schieben die Hacke ziemlich schnell vorwärts. Bei dicken Steinen zerreisst es dir u.U. die Hacke. Fazit: eine kleine Hacke bringt nichts. 

Was ich an deiner Stelle machen würde?

Den Boden großflächig durch schwerere Geräte auflockern, Steine absammeln und erst dann eine kleine Hacke einsetzen und immer wieder Steine einsammeln. Wenn du jemand kennst, der einen Traktor mit Umkehrfräse hat, frage ihn, ob er nicht bei dir den Boden ummacht.

In extremen Fällen wird dir nichts anderes übrigbleiben als das Erdreich komplett durchzusieben. Hört sich schlimm an, ist es auch, aber nicht so schlimm wie man annehmen sollte (hab ich durch und mehrer to. Steine rausgesiebt). 

Wenn du nur wenig oder keine Zeit hast, lass ein paar Profis ran.

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