minoische kultur - hochkultur?

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2 Antworten

Ist generell ein Problem. Denn mit der Bezeichnung Hochkultur werten wir automatisch die Kultur und es entsteht eine implizierte Rangfolge der Kulturen. Prinzipiell ist es schwer festzulegen, was gerade eine Hochkultur ausmacht und was eine andere Kultur nicht zu einer Hochkultur macht. Ich persönlich finde, man sollte die Bezeichnung abschaffen bzw. mit Vorsicht verwenden, da man so andere Kulturen schnell abwertet. Deswegen ist eine genaue Definition vonnöten. Man kann diesen Begriff verwenden, aber dann muss man klar abgrenzen, was gemeint ist, die Landwirtschaft, Schrifttum etc., sonst kann dies schnell missverstanden werden, daher Vorsicht mit solchen Begriffen.

Ansonsten macht eine Hochkultur eben aus, dass sie in bestimmten Bereiche, die man eben definieren muss, fortschrittlicher waren, als andere zur selben Zeit. Wo genau die minoische Kultur jetzt "fortschrittlicher" war, kannst du in Wikipedia nachlesen, oder in Lexika etc.

Ich wollte nur auf die Problematik des Begriffes hinweisen.

Dazu kann ich dir die Schrift von Ulrich Gotter, Akkulturation als Methodenproblem der historischen Wissenschaften empfehlen. Er beschreibt darin gerade die verschiedenen Bedeutungsmuster von dem Begriff Kultur und zeigt die Problematik auf. Der Text ist aber, wie ich finde wirklich nicht leicht zu verstehen, aber wenn, dann kann es einem gut helfen.

Es gab in dieser Bronzezeit bereits Straßen, steinerne Brücken, Kanalisation, Entwässerungsanlagen, Paläste sowie Schiffsbau. Hochkulturen, im Gegensatz zu sogenannten Primitivkulturen ragen über den bloßen Agrarbereich hinaus. Es herrscht bereits eine gewisse Naturbeherrschung vor, Künste sind entwickelt, komplexe Mechanismen der Verwaltung existieren bereits, erste philosophische und wissenschaftliche Betrachtungen sind dann bereits vorhanden.

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