Minijob mit mehr als 450 Euro?

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Da hilft dir doch gerne die minijob-zentrale.de weiter unter minijobs gewerblich -> 450-Euro-Minijobs -> Entgeltgrenze bzw. in dem Link hier: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

wie z.B.: Bei schwankendem Verdienst müssen Sie schätzen

Ist der monatliche Verdienst Ihres Minijobbers nicht immer gleich, müssen Sie das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt schätzen. Kommen Sie auf einen Betrag von maximal 5.400 Euro im Jahr, handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob.

Bitte dabei beachten: Kein Minijob wenn der Verdienst erheblich schwankt

Beschäftigen Sie Ihren Arbeitnehmer nur wenige Monate im Jahr in Vollzeit, das restliche Jahr aber so stark reduziert, dass sein Jahresverdienst die 5.400-Euro-Grenze nicht übersteigt, handelt es sich um eine erhebliche Schwankung. Damit ist Ihr Arbeitnehmer nicht durchgehend ein Minijobber.

Und weiterhin gibt es diese Sonderregelung bei Überschreiten der Verdienstgrenze:

Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet

Zahlen Sie Ihrem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst Ihres Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.
Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.
Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie erkennen können, dass Ihr Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.

Wich­tig zu wis­sen

Als „nicht vorhersehbar“ gilt beispielsweise eine Krankheitsvertretung, als „vorhersehbar“ saisonale Mehrarbeit.

Ich denke, jetzt bist du ausführlich informiert und kannst auch bei deiner Chefin gezielt nachfragen, ob die Vorgehensweise deiner Chefin rechtens ist!

Gruß und schönen (bei uns leider verregneten) Sonntag wünsch' dir ;-)

siola55

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

dass ist richtig. Bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze im Minijob bei 5.400 Euro. Ein schwankender Verdienst ist hierbei durchaus möglich.

Das heißt du darfst in einem Monat zum Beispiel 800 Euro verdienen und das in einem anderen Monat dafür ausgleichen. Wichtig ist, dass du die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro hierbei nicht überschreitest. In deinem Beispiel liegt die Jahresbetrachtung bei Juli 2021 bis Juni 2022.

Viele Grüße, 

das Team der Minijob-Zentrale

Man kann schwankenden Verdienst ausgleichen, aber nur dann, wenn die Schwankungen nicht zu groß sind. Einen Monat 400 und den nächsten Monat 500 geht. Einen Monat 100 und den nächsten Monat 800 geht nicht, da liegt im zweiten Monat kein Minijob mehr vor. Ausnahme: es handelt sich um unvorhergesehene Mehrarbeit, z.B. wegen plötzlicher Erkrankung eines Kollegen. Das geht bis zu 3x im Jahr, muss aber im Einzelfall nachgewiesen werden.

So geht das nicht. Du darfst höchstens 450 € im Monat verdienen.

Es hätte die Möglichkeit gegeben dass du im ersten Monat 450 Euro verdienst, aber weniger Stunden machst und die Stunden dann im nächsten Monat auf holst.

Stimmt so leider nicht laut der minijob-zentrale.de

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

wie z.B.: Bei schwankendem Verdienst müssen Sie schätzen

Ist der monatliche Verdienst Ihres Minijobbers nicht immer gleich, müssen Sie das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt schätzen. Kommen Sie auf einen Betrag von maximal 5.400 Euro im Jahr, handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob.

PS: siehe auch meine Antwort hierzu!

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Das stimmt so nicht. Man kann dreimal im Jahr die 450-€-Grenze überschreiten. Es geht aber nicht so, wie Deine Chefin sagt.

und bei schwankendem Verdienst gilt noch folgendes laut der minijob-zentrale.de

Bei schwankendem Verdienst müssen Sie schätzen

Ist der monatliche Verdienst Ihres Minijobbers nicht immer gleich, müssen Sie das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt schätzen. Kommen Sie auf einen Betrag von maximal 5.400 Euro im Jahr, handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob.

Die Chefin kann also sehr wohl Recht haben... ;-)

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