Meine Nichte hat Angst vor dunkelhäutigen Menschen. Was tun?

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14 Antworten

Solch eine Ablehnung oder Angst kommt ja nicht von ungefähr. Du könntest deine Schwester mal fragen, ob es in der Vergangenheit irgendwelche traumatischen Erlebnisse gab.

  • vom Schornsteinfeger erschreckt?
  • schweren Sonnenbrand gesehen?
  • Kontakt mit dunklem Tierkot?
  • irgendein dunklen, bösen Zeichentrickfilm-Charakter den sie gesehen haben könnte?
  • Wie sieht es denn beim Malen aus? Vermeidet sie braune und schwarze Stifte?

Sollte das alles nicht weiterhelfen, dann würde ich in der Tat einen Kinderpsychologen hinzuziehen, denn anders als es in einem zu Recht gelöschten Kommentar hier hiess, ist das keineswegs ein "natürlicher Instinkt" -

Bevor das im weiteren Lebensverlauf wirklich dramatisch wird, würde ich tatsächlich den Gang zum Fachmann vorziehen.

das sind gute Ansätze, werde meine Schwester darauf ansprechen. thx

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Naja- nicht immer gleich das Kind mit dem Bade ausschütten: Etwas mehr Gelassenheit scheint mir angebracht,... und die Akzeptanz, dass der Mensch nicht nur gute Seiten an sich hat, sondern auch seine "dunklen" Wesenszüge kennenlernen muss.

Deine Schwester macht das ganz gut: Sie versucht Situationen zu schaffen, in denen Deine Nichte auf der eigenen Erfahrungsebene selbst erfahren kann, wie das, was sie anderen Menschen antut wirken kann.

Zudem geht Deine Schwester nicht einfach über dieses Thema hinweg, sondern greift es auf.

Ob gleich eine traumatische Erfahrung dahintersteckt... Puuh! Wenn Deine Schwester sagt- "Nö!" - dann nehme ich das erst Mal auch an: Muss nicht immer gleich ein traumatisches Erlebnis sein: Auch Kinder spielen Psychospielchen:

Könnte sein, dass Deine Nichte einfach nur "ablehnt" Und ob es uns gefällt oder nicht: Auch solche Spielchen gehören zur menschlichen Entwicklung: Wir sind nicht immer nur gut;- nicht umsonst heißt es, dass Kinder grausam sein können. Aber das ist nicht wirklich grausam, sondern das ausprobieren sozialer Rollen: Und auch das Ausnutzen von Machtpositionen, der Rolle des Bösewichts... all das muss auch erprobt werden, um später eine gute Entscheidung zu treffen, sich "sozial kompetent" in einer Gesellschaft wiederfinden zu können: Innerhalb der bestehenden und akzeptierten Regeln und Normen: Also, dem "Gut & Böse"

dass das Kind beim Anblick im Spiegel schreit könnte auch eine Mischung aus Scham sein... mir allerlei Komponenten: Z.B. dass sie hofft, durch ihr Verhalten die Sorge der Mutter wieder zu erlangen und so aus der Nummer wieder rauszukommen. Ich würde den Pschologen noch außen vor lassen: Das was Deine Schwester tut scheint mir vollkommen o.k.--- und dann heißt es abzuwarten.

Ihr könntet sonst Gefahr laufen aus einem "normalen Spiel" durch Überbetonung einen Selbstläufer zu machen.... durch manche Sachen muss man durch... mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen

Sincerly Norbert

Ich glaube auch dass man das Ganze nicht zu hoch hängen sollte. Das Kind hatte eine ungute Erfahrung gemacht. Jetzt muss man dem Mäldchen mehrere positive Erfahrungen machen lassen. Ich denke, dass man das Kind häufiger mit dunkelhäutigen Menschen in Kontakt bringen sollte, damit die positiven Erfahrungen überwiegen. Das Mädchen sollte mit dunkelhäutigen Kindern spielen und auch mit den Eltern der Kinder Kontakt aufnehmen. Die Begegnunen müste man so gestallten dass mölichst viele gute Erfahrungen gemacht werden. Woher kommt der Eckel vor dunkelhäutigen Menschen? Das könnte man mit einem Gespräch mit der Kleinen herausfinden. Und das wäre auch die Lösung.

Das ist wirklich ein krasses Problem. Allerdings ist sie noch sehr jung. Vielleicht wartet ihr bis zur Einschulung mit professioneller Hilfe. Aber wenn sich dann noch keine Besserung eingestellt hat würde ich einen Therapeuten aufsuchen. Vielleicht könnt ihr Puppen oder Barbies mit dunkler Hautfarbe schenken. Meine Mutter hat früher immer dunkelhäutige Menschen pentrant angestarrt. Dann hat sie eine schwarze Puppe bekommen und es wurde besser.

Psychologen beschäftigen sich eh nicht mit solchen Themen sondern wenn überhaupt Psychotherapeuten. Aber bevor an die Psyche gedacht wird sollte mal ein Augen-Farbtest gemacht werden. Wenn überhaupt. Sie ist nun mal in der Phase wo sie das Ich und das Du entwickelt, entdeckt. Nun ist ihr also in den Sinn gekommen, eine andere Hautfarbe als Bedrohung wahrzunehmen. Wird sie noch deswegen unter den Teppich getextet legt sich das bestimmt nicht. Die Idee mit der Farbe ist nicht verkehrt. Es schadet auch nicht, wenn das andersfarbige Kind das Recht hat im Kindergarten mit ihr genau so umzugehen wie sie mit dem Kind umgeht. Dann spürt sie wie das ist. Ich würde einfach von einem Entwicklungsanfall ausgehen der sich von alleine wieder legt. Vorausgesetzt, er wird nicht noch durch Überbewertung gefördert. Augenarzt macht dann Sinn wenn sie allgemein auf diese Farbe so reagiert. Wird der dann nicht fündig ein auf Kleinkinder spezialisierter Neurologe. Auf Arztbewertungsportalen sind die zu finden.

Was so den Hinweis bezüglich Abstammung angeht möchte ich auch gerne empfehlen sich mal mit den entsprechenden Geschichten zu beschäftigen.

ich finde man sollte dankbar sein für jede angst die man hat! warum versuchen Leute immer die umzuerziehen! angst ist natürlich, es ist gut sie zu haben! ich habe angst vor spinnen, na und ich versuche mich nicht davor zu wehren! vlt verschwindet sie von ganz allein! bitte versucht nicht eure nicht ezu ändern!

Oh man, das ist hart. Und dass sie mit der Farbe so geschockt war!?! Vielleicht kann man ihr Filme mit Menschen aus Afrika zeigen, wie sie ihr normales Leben leben, oder ein Buch, in dem es um ein dunkelhäutiges Mädchen geht, dass gemobbt wird oder so. Vielleicht sollte diese Freundin öfters zu Besuch kommen, damit die Kleine sich ein bisschen mehr daran gewöhnt, dass das auch nur Menschen sind! Viel Glück!

das mit den Filmen ist eine gute Idee

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Man kann auch als Spanier oder Italiener Rassist sein, das sollten diese beiden Nationen besser wissen! :)

Zur Frage: Ich würde der Kleinen immer wieder einreden, dass diese Menschen ganz normal sind und so sind wie jeder andere. Oder frag sie mal warum sie Angst vor ihnen hat. Geh mit ihr zusammen auf die dunkelhäutigen Menschen dazu oder bring sie dazu etwas mit dem Mädchen aus dem Kindergarten zu unternehmen. Sie sollte lernen, dass diese Menschen die gleichen Gefühle, Ängste, Sorgen und Nöte haben wie Menschen, die die gleiche Hautfarbe haben wie deine Nichte.

Alles Liebe! :)

das tut meine Schwester die ganze Zeit, aber sie weigert sich und heult dann.

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@batolelli

Ich will nicht radikal sein, aber vielleicht hilft bestrafen? Noch äußert sich das so, aber wenns noch schlimmer wird...

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@batolelli

Wenn deine Schwester 'die ganze Zeit' redet, dann wird sie ihre Tochter erst recht unter den Tisch reden. Vielleicht solltet ihr das Thema mal komplett ruhen lassen und euch lieber Hilfe suchen bei einem Kinderpsychologen. Es bringt ja nichts, das Kind völlig zu entnerven, es wird höchstens noch mehr Angst oder Abwehr entwickeln.

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@Affia

ja stimmt, das sage ich ihr auch. Was mir am mesten leid tut ist dass sie es mittlerweile sogar leugnet, wenn man sie darauf anspricht, um nicht angemekert zu werden oder sich dem Vorwurf auszusetzen.

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Meine Nichte hatte in dem Alter Angst vor Männern ohne Bart. Sie kannte aus der Familie nur Männer mit Bart. Das war nie ein Problem und hat sich später gegeben. Entweder abwarten oder ab in den Urlaub nach Afrika.

Ein Psychologe käme da vielleicht wesentlich weiter und könnte mehr erreichen als wir Laien alle - und das, ohne Deiner Nichte zu schaden.

Ich würde ihr evtl eine dunkelhäutige Puppe schenken und dann immer nachfragen warum sie die Puppe nicht mag,wenn sie die Puppe überhaupt ablehnt.Hatte sie eine Begnung miot den Stersingern,dort ist auch einer immer als Mohr verkleidet,meine Kinder fürchteten sich auch vor dem.Sie gingen nie raus,wenn die Sternsinger kamen,als sie noch klein waren.L.G.

das kind ist noch zu klein um sie mit vernünftigen argumenten zu überzeugen, was ihre mutter gemacht hat finde ich gut, dunkelhäutig zu sein ist nicht schlimm und die tochter hat es auch ein bisschen mitbekommen. ich denke der öftere kontakt wird ihr helfen, spätestens in der schule, dann normalisiert sich das ganze.

Schenke ihr Figuren aus weißer und dunkler Schokolade (Osterhase, Weihnachtsmann), und frage sie, was ihr besser schmeckt und wie groß der Unterschied ist. Lass sie mal einen "Negerkuss" essen und mach sie darauf aufmerksam, dass der außen dunkel-braun ist und innen weiß. Lass sie mal mit einem friedlichen schwarzen Hund spielen. Erkläre ihr, dass es ganz normal ist, dass manche Dinge und manche Lebewesen dunkel sind, egal ob schwarz oder braun, und manche hell sind, egal ob beige oder weiß.

Doch, ich denke ein Psychologe ist hier nicht verkehrt. Niemand wird intolerant oder rassistisch geboren, deine Nichte muss irgendwelche schlechten Erfahrungen mit dunkelhäutigen Menschen gemacht haben, sei es ein Junge der sie mal von der Schaukel geschubst hat, oder etwas was sie im Fernseher gesehen hat.

das wüsste meine Schwester, sowas ist nie passiert.

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@batolelli

Deine Schwester ist ja auch nicht immer 24 h am Tag bei ihr, ich würde nicht darauf wetten, das so etwas nicht passiert ist. Irgendetwas unangenehmes muss sie mit schwarzen Menschen verbinden, von selbst kommt so etwas nicht.

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