Lenormand 9-er Legung?

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1 Antwort

Man muss die Sprache des Orakels verstehen, unabhängig vom Kartendeck. Mit der Zeit erkennt man dann immer mehr. Man versucht sein Unterbewusstsein zu deuten, ähnlich der Traumdeutung. Es würde daher für mich keinen Sinn machen, wenn ein anderer deine Legung deutet.

Entweder zieht er für dich die Karten, oder du legst und deutest selbst. Man kann nur die grundlegende Bedeutung einer Karte benennen und dafür gibt es viele gute Bücher. Das ist so wie wenn dir jemand das Alphabet beibringt, damit du dann lesen kannst. Du könntest m. E. sogar jeder Karte eine eigene, andere Bedeutung geben und würdest die nötigen Antworten erhalten, weil du einen Weg gefunden hast mit deinem Unterbewusstsein zu kommunizieren.

Wichtig ist auch die Fragestellung. Eine Ja/Nein Frage ist eher weniger sinnvoll, als z. B. "Was empfindet er für mich" oder "Wie geht es weiter wenn ich mich so oder so verhalte". Je weniger Karten du bei einer Legung ziehst, umso unkomplizierter ist die Deutung. Eine einzelne Karte kann auf diese Frage sehr tiefgreifende Antworten geben. Oder zwei Karten, was denkt er, was fühlt er bzw. vier wenn du dich mit dazu nimmst. Mehr ist nicht unbedingt besser. Taste dich langsam heran, dann erschließen sich dir auch die Zusammenhänge.

Man sollte wohl nicht zu viel auf sowas geben! Das Leben ist nicht schwarz/weiß, sondern malt in bunten Farben und die Karten geben dir ein Bild. Außerdem kannst du dein Leben gestalten, was der tiefere Sinn der ersten Tarotkarte ist. Nur auf dieser Ebene machen Karten einen wirklichen Sinn!

Nimm dir Zeit, geh in dich und schau welche Gedanken in dir aufsteigen. Gib mehr auf deine Einschätzung als auf einen Wahrsager. Dazu können Karten beitragen.



"..man versucht rein intuitiv die Bedeutung der Karten zu erfassen, die zu einer bestimmten Frage gezogen werden. In wenigen Fällen kommt dabei mehr heraus als gerade die Antwort, die zuvor durch Wunschdenken in die Karten hineingelegt wurde. Je ernsthafter man sich aber mit Tarot befasst, umso tiefer sind die Einsichten die sich aus dem Kartenorakel gewinnen lassen und umso wertvoller werden seine Ratschläge. Das eigentliche Geheimwissen eröffnet sich aber erst dem, der die Struktur und Symbolik dieser Karten so tief durchdringt, dass er in ihrem Aufbau, ihrer Bildfolge und ihren vielfältigen Querverbindungen, den Lebensweg des Menschen gespiegelt sieht, wie ersich auch in der Gralslegende, in der Grundstruktur von Mythen und Märchen, im alchimistischen Werk, oder in der Zahlensymbolik wieder findet. Wer Tarot oder ein anderes esoterische Erkenntnissystem auf dieser tiefen Ebene verstanden hat, ist über das Kartenlegen hinaus gewachsen. ..Es ist schwierig einem reifen und bewussten Menschen Prognosen zu machen. Je mehr ein Mensch von seiner Entscheidungsfreiheit Gebrauch macht, desto weniger lässt sich vorhersagen, was er tun und erleben wird. Wenn jemand dagegen weitestgehend unbewusst lebt, instinktiv reagiert und damit meist den Weg des geringsten Widerstandes geht, ist sein Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagbar." (Hajo Banzhaf)

Das Orakel gibt nur eine Antwort. Bei versucherischen Zweifelsfragen versagt es.

"Normalerweise ist es so, dass der Beobachter das, was er sehen will, (unbewusst) in das zu Beobachtende einfließen lässt, um in der Außenwelt die Bestätigung für das zu erhalten, was er sehen will. Karten, für die der Fragende innerlich nicht bereit ist, da sie nicht mit den Wegmarken seiner persönlichen Entwicklung übereinstimmen, werden übersehen oder gar nicht wahrgenommen. ..Wir können dem Orakel jede Frage stellen, da die Antwort niemals eine Lösung anbietet, die sich außerhalb unseres Verständnisses aufhält und dadurch auch nichts in uns auslösen kann, was sich außerhalb unserer moralischen Vorstellungen bewegt. Das Problem ist ein anderes: Wenn die Frage nach dem Problem in eine Tiefe zielt, die sich unserem Bewusstsein entzieht, dann wird die Karte entweder nichts sagend ausfallen oder wir können mit ihr nichts anfangen. ..denn die Karte verdeutlicht weniger die Lösung des Problems, sonder die Frequenz der Schwingung der Seele, die mit dem entsprechenden Thema korrespondiert. ..Die Ziehung einer Karte zeigt uns die Position an, innerhalb derer wir dieser Herausforderung begegnen. Überspitzt formuliert könnte man sagen, die Karte zeigt nicht die Lösung des Problems, sondern nur die Ebene, auf der wir bereit sind, ein Problem das in uns liegt, anschauen zu wollen. ..Nur bedingt (kann man sich auf das Orakel verlassen). Die Ursache eines Problems, nach dessen Lösung wir die Karten fragen, ist lediglich die Wirkung einer weiter zurückliegenden Ursache, also eines „weiteren weißen Elefanten“, die wiederum Wirkung einer noch tieferen Ursache ist: Wirkungen also, deren Ursachen sich auf immer weiter zurückliegende Wirkungen weiterer Ursachen beziehen und sich auf immer tiefer gründende Quellen zurückführen lassen. Im Grunde müsste man sich Gedanken über die Gesamtzusammenhänge machen, um sich mit seinem Problem in der Tiefe auseinandersetzen zu können. ..Dem einen ist das Orakelspiel eine interessante oder tiefer schürfende Unterhaltung, anderen ein seriöses Sprachrohr, um mit ihrer Seele kommunizieren zu können, aber allen ist gemeinsam, dass ihnen Karten auf ihre Fragen manchmal Lösungen aufzeigen, die außerhalb ihres Fokus liegen, weil sie sich durch die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit ihren Schwierigkeiten meist innerhalb jener Bewusstseinskreise bewegen, die eben Teil der Probleme sind. ..Ja, (es gibt einen wahren, letzten und objektiven Sinn der Trümpfe) - aber nur, wenn wir davon ausgehen, dass wir eine einzige wahre, letzte und objektive Persönlichkeit sind! Spaß beiseite: Alles in allem können sowohl Trümpfe wie kleine Karten auch nur die geistige Unschärfe nachstellen, in deren Sphären sich der Mensch bewegt, da die Lösungen nach denen er sich sehnt, Teil dieser Unschärfe sein müssen, damit er sie überhaupt versteht." (Akron)

"Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist." (Yoda)

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Kommentar von Juliesweety
21.10.2016, 05:34

Vielen Dank!

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