Leichter am Äquator?

5 Antworten

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Ja, es macht sich bemerkbar, allerdings erst in der zweiten Nachkommastelle (g variiert zwischen 9,78 und 9,83 m/s²) und es kommen dabei mehrere Effekte zusammen:

  1. Die aufgrund der Erdrotation auftretende Zentrifugalkraft ist am Äquator am größten, wirkt der Erdbeschleunigung entgegen und sorgt so für verringerte Werte, je näher man dem Äquator kommt.

  2. Die Erde ist aufgrund ihrer Rotation an den Polen abgeflacht und am Äquator ausgebeult; damit ergibt sich am Äquator ein größerer Radius R als an den Polen, woraus wiederum eine verringerte Erdbeschleunigung am Äquator resultiert.

  3. Die zusätzliche Masse, die sich aufgrund der Herauswölbung am Äquator ergibt, führt laut Gravitationsgesetz aber wieder zu einer Erhöhung der Erdbeschleunigung am Äquator, so dass die zuvor beschriebene Verringerung teilweise wieder kompensiert wird.

Eine Olympiade in Äquatornähe liefert bessere Ergebnisse - insbesondere bei den Sprungwettbewerben macht sich der Effekt bemerkbar.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Abschluss als Diplom-Physiker

bessere ergebnisse bei olympischen spielen werden in großer höhe erzielt. zum beispiel 1968 in mexico city in über 2.000 m höhe sprang der amerikaner bob beaman im weitsprung die sagenhaften 8,90 m - ein weltrekord der jahrzehntelang gültigkeit hatte. der geringere luftwiderstand in großer höhe ist schuld daran

am äquator leichter? kaum meßbar

Jäpp! ;-)

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Sollten die Olympischen Spiele z.,b. nach Kenia verlegt werden, sollte der Weitsprung dann am besten auf dem Kilimandjaro (ca 6000m hoch) ausgetragen werden, das verspricht Weiten über 9 Meter.

kujapper

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Nö, bessere Ergebnisse hättest Du (bei ausreichender Luft!!) im Himalaja! ;-)

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