Langzügel oder Doppellonge?

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5 Antworten

Ich habe mein Pferd am Langzügel ausbilden lassen. Von meiner RL, die ihr eigenes Pferd bis zu Einerwechseln im Galopp ausgebildet hatte.

Ohne Anleitung sollte man das nicht machen. Für die Arbeit mit dem Langzügel gelten dieselben Regeln wie für das Reiten: das Pferd sollte gestellt und in Biegung laufen, die Skala der Ausbildung gilt auch hier, das Pferd muss über den Rücken gehen, äußerer Zügel führt, innerer Zügel stellt, etc...

Ich hatte es einmal ganz zu Anfang alleine versucht, und es gleich gelassen. Ich bekam mein Pferd nicht mal um die Kurve gelenkt und konnte es auch nicht auf dem Hufschlag halten.

Wenn man eine gute Anleitung hat, dann halte ich eine Menge von der Langzügelarbeit, da man das Pferd hervorragend gymnastizieren kann, ohne es mit dem Reitergewicht zu belasten. Aber man muss es gelernt haben.

Ich habe über ein Jahr einmal in der Woche in dieser Kunst Unterricht gehabt, und die RL hat mich am Langzügel genauso oft korrigiert, als wenn ich geritten wäre.


Durch die Langzügelarbeit hat sich, sagt meine RL, meine Zügelführung zu 100% verbessert. Früher hat sie oft gesagt: "Der äußere Zügel hängt wieder mal 10 m durch, der Zügel schlackert,,etc... " Das sagte sie nach dem Langzügeltraining nie mehr.
Meine Stute kann alle Hufschlagfiguren und alle Seitengänge im Schritt und Trab. Und wenn sie trabt, kann ich selbst im unveränderten Takt Schritt gehen.

An den Galopp habe ich mich nie rangetraut, das kann sie daher nicht. Und ich gehe auch nicht ins Gelände mit Langzügel, ich mache das nur in der Bahn.

Ich bin letztes Jahr mit ihr auf der Weihnachtsfeier aufgetreten und man sagte mir, dass sie es sehr gut gemacht habe. Wie in Wien. ;-)  Na ja, ICH wusste, dass wir viel falsch gemacht hatten. So lief sie statt der Trab-Traversale ein Schenkelweichen, aber das hat niemand gemerkt. Nur ich. Und ich habe so getan, als wäre das Absicht gewesen.

Ich muss dazu allerdings sagen, dass das Pferd vor der Weihnachtsfeier sicher mehr als 1 Jahr nichts mehr am Langzügel gemacht hatte und ich nur zwei Einheiten vorher die Choreographie eingeübt hatte.


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Ich arbeite lieber am Langzügel, weil ich da flexibler bin was die Übungen angeht - das liegt aber nicht unbedingt an der Ausrüstung sondern an meiner Geschicklichkeit ;o)
Doppellonge finde ich für mich persönlich nur gut, um kurz und intensiv an Stellung und Biegung zu arbeiten.

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langzügel. doppellonge finde ich schwierig wegen den verschnallarten und weil die hilfengebung m.m.n. schwammig oder zu hart ankommt. über einige meter leine geht auch einiges verloren. deswegen longiere ich am kappi kombiniert mit langzügelarbeit. das ist abwechslungsreich und macht spaß und sinn für beide seiten.

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Beides ist genial, aber man muß das schon auch können, um einen guten Effekt zu erhalten.

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