Hufeisen beim Shetty

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3 Antworten

Ich bin früher selbst viel gefahren und hatte immer 4 Eisen. Diese hatte der Schmied "präpariert" mit je 4 Videa-Stiften oder an Zehe und Schenkeln mit einer aufgeschweißten Raupe. Die Abnutzung der Eisen beim Fahren ist einfach enorm, so dass ich von Alu oder Kunststoff abraten würde. Eine recht gute Alternative sollen Duplos sein, da die Kunststoffummantelung noch ein wenig dämpft auf dem Asphalt.

Die Sorte der Eisen ist eher nicht so wichtig, gern werden heutzutage aber eisen mit Profilfalz verwendet, der gibt auf Naturboden mehr Grip.

Vor einigen Jahren hatte ich meine Stute dann auf Hufschuhe umgestellt (Easyboot Gloves und Jogging Shoes). Damit bin ich viel zufriedener. Sie rutscht nicht mehr, die Abnutzung hält sich in Grenzen und die Hufsohle ist auf Schotter besser geschützt. Die Auswahl für Shettys ist aber eher bescheiden, so dass häufig leider doch nur der Beschlag als Alternative bleibt.

Mit den Equine Fusion Joggingschuhen hab ich gute Erfahrungen gemacht. Die gibt es ab 66mm Huflänge. Vielleicht wäre das noch eine Alternative? Die kann man gegen kleines Geld zum probieren leihen.

Viel Erfolg!

Bei den Schuhen muss man das eine Modell finden, das exakt zum Huf und zum Einsatz des Pferdes passt. Dennoch würde ich an Deiner Stelle dieses suchen und nicht nur, weil noch nicht gefunden, die Nachteile des Beschlags in Kauf nehmen. Diese sind mir doch für die Pferde zu gravierend. Was hilft es Dir, wenn er jetzt gut läuft, aber in ein paar Jahren Arthrosen entstehen oder Sehnengeschichten, weil die durch die Eisengeometrie bedingte lange Zehe einfach immer auch zu einer Veränderung der Hufbeinstellung führt? Dann läuft er in ein paar Jahren überhaupt nimmer und das neue Problem lässt sich auch nicht lösen. Gut, immer wieder gibt es Pferde, die das Glück haben, dass sich die Folgen des Beschlags langsam genug entwickeln, dass sie in der Zwischenzeit an was anderem sterben, aber das Risiko besteht und meines Erachtens muss es nicht sein.

Leider ist nicht jeder Hufexperte in Bezug auf die Schuhanpassung ausgebildet. Die meisten haben aber jemanden, den sie dafür zurate ziehen und ich habe noch nie erlebt, dass ein von einem Hufschuhprofi angepasster Schuh nicht passt - sofern das Pferd keine solche Vorgeschichte hat, dass der Huf völlig unglücklich geformt ist. Aber grade bei einer solchen Vorgeschichte, wäre Beschlag das schlimmste, was man dem Huf antun könnte.

Eisen und Alubeschläge sind halt grade auf Asphalt verdammt rutschig, wenn ich mir überlege, wieviel mein Pferd bei nassen Straßen gerutscht ist, bevor er barhuf ging - dieses Risiko möchte ich nie wieder tragen müssen. Kunststoffbeschläge erlauben kein Drehen der Beine. Wenn das Pferd dreht und der Kunststoff haftet am Boden, reißt es sich entweder die Hufwand runter oder nimmt bis hoch zur Hüfte Schaden durch die Kraft, die sich seine Bewegung entgegen setzt.

Frag das am besten beim Hufschmied nach der kann dich da an besten beraten

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