Krankenschwestern Gehalt?

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Bei YouTube berichtet Margaretha Main in einem Film von Frau TV, wie eine Krankenschwester ihren Leistungen entsprechend honoriert wird und sich nicht mit einem Hungerlohn abfinden muss. Wenn erst mal die Runde macht 

Hallo Sahar, es kommt drauf an wo man in der Pflege arbeitet. Im Krankenhaus hab ich meist nicht mehr als 1500 € verdient. In der ambulanten Intensivpflege verdient man dann von 1800- 2100 € netto. Ich bin im ambulanten Intensivdienst und du bekommst sogar noch eine Außerklinische Intensivpflegeweiterbdung bezahlt ;-) und ist lange nicht so körperlich anstrengend als im KH. Ich find das Super ;-)

Es kommt immer darauf an, wo du arbeitest. Ob in einem Krankenhaus (dann unterscheidet sich das Gehalt nochmal danach, ob es ein christliches, staatliches oder privates Haus ist) oder einem privaten Pflegedienst arbeitest. Ich arbeite in einer Privatklinik und hab bei Lohnsteuerklasse 1, keine Kinder, 100% Stelle mit Nachtdienst im Monat ca. 1.800€ netto. Eine Bekannte arbeitet Vollzeit in einem Pflegedienst und hat gerade mal 1.000€ netto. Daran siehst du, wie das Gehalt schwanken kann. Ich denke der Durchschnitt liegt bei 1.500€.

Habe vor der Tarifumstellung der kirchlichen Träger ca 2200Euro brutto gehabt, als Altenpflegerin. Netto hatte ich mit vielen Spätdiensten und Wochenendarbeit ca 1500Euro. Aber wie gesagt, der kirchliche Tarif hat sich geändert. Wie viel man heute verdient hängt irgendwie mit der Leistung und Qualifikation zusammen. Damit kenne ich mich aber nicht aus, da ich nicht mehr in der Pflege arbeit.

In staatlichen und kommunalen Einrichtungen, wie zum Beispiel Landeskrankenhäusern, Universitätskliniken, Kreiskrankenhäusern, erfolgt die Bezahlung nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TvöD/TV-L). Das Grundgehalt wird durch teilweise abgabenfreie Zuschläge wie Ortszulage, Schichtzulage, Tarifzulage, Psychiatriezulage oder bei Nachtarbeit (Nachtzuschlag) ergänzt; etwa 1100,- bis 1900,- Euro netto monatlich derzeit je nach Alter, Familie, Dienststufen und Arbeitszeit.

Kirchliche Arbeitgeber bezahlen meistens einen an den TvöD angelehnten Tarif.

Bei privaten Arbeitgebern wie Krankenhauskonzernen (z. B. Asklepios-, Helios- oder Sana-Kliniken), gibt es oft Haustarifverträge, die vom TvöD abweichen können. Oft sind hier auch leistungsabhängige Gehaltskomponenten üblich. Die meisten Krankenhäuser zahlen noch Beiträge für eine tariflich vereinbarte ergänzende Altersversorgung (Betriebsrente), z. B. in die Kirchliche Zusatzversorgungskasse, die ZVK oder VBL.

Bis zum Jahr 1955 erhielten Krankenschwestern im Öffentlichen Dienst (Tarifvertrag) noch 5 % weniger Gehalt als Krankenpfleger. Begründet wurde das mit der körperlich schwereren Arbeit der Pfleger, die aber in der Praxis nicht erkennbar war. Den Vertrag hatte die Gewerkschaft ÖTV mit abgeschlossen. Trotzdem unterstützte der ÖTV-Bezirk Hamburg eine Reihe von Krankenschwestern, um auf gerichtlichem Wege diesen Unterschied aufzuheben. Die Stadt Hamburg zahlte nach dem positiven Gerichtsurteil an alle bei ihr beschäftigten Krankenschwestern den vollen Lohnausgleich rückwirkend für zwei Jahre. Im nächsten Tarifvertrag wurde der Unterschied aufgehoben (nachlesbar im Jahresbericht 1955 oder 1956 des ÖTV-Bezirks Hamburg).

http://kuerzer.de/ecM7lMxZZ

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