komischer ausdruck "prüde sein" was heißt das?

4 Antworten

Ich wurde als prüde identifiziert. Für mich bedeutet Sex und Sexualität etwas Verabscheuungswürdiges. Wenn ich den Sexakt, die sexuelle Lust und die Sexuelle Appetenz samt Objektfixierung/-abhängigkeit betrachte stößt mir das blanke Entsetzen entgegen. Der Mensch wird häßlich und wirkt in seinem irrationalem, äußerst primitiven Handeln und auch in der Absicht erschreckend. Im Gegensatz zu sonstigen alltäglichen Ambitionen, die mir meist als positiv erscheinen, wirkt diese Eigenschaft unter dem Aspekt des Triebes,Zwanges,der Unumgänglichkeit als Niederträchtigkeit, Grausamkeit, Erbärmlichkeit-als armseeliges, hämisches Unterfangen, das gegen die Fröhlichkeit, Liebenswürdigkeit und Freiheit geht. Der Mensch macht sich damit zum Idioten, bzw. ist von vorneherein ein solcher.Deshalb kann ich ihn nicht ernst nehmen, auch auf die restlichen Aktivitäten und Absichten übertragen.Mißtrauen. Sexualität ist in meinen Augen etwas äußerst Peinliches,Schamhaftes,Berechnendes, Lauerndes,Korruptes, Mieses und Fieses. Sexualität "befleckt" und schändet in meinen Augen die Zuneigung, Aufrichtigkeit, und das reine Gewissen. Die sexpropagierenden und tolerierenden Menschen(eingebildete Viecher), bringen mich dadurch in stärkster Bedrängnis und Hilflosigkeit, als wäre es legitim und gefragt Menschen aus Spaß und Lust zu töten. Das ist ein adäquater Vergleich, um meine Situation,die Empfindungen und Gedanken abzubilden. In Konfrontation zur gegenteiligen Einstellung- sei es medial oder in direkter Begegnung mit Menschen, beginne ich mich in Gefahr zu fühlen, in Bedrängnis gebracht, an die Wand gedrückt, so daß mein Herz anfängt mehr Blut zu pumpen, ein Gefühl des Schmerzes im Herzen/Brustzone sich breit macht, ich beginne zu zittern, die Atmung wird flach und ich verkrampfe. Unter Umständen werde ich rot. Es ist wie ein Outing mit tödlichen Folgen für mich, und es macht sich ein großes Schamgefühl breit für meine antisexuelle Einstellung/Prüderie. Kommentare und selbstbewusste Darstellungen/Äußerungen von Eigensexualitäten von Leuten verletzen mich. Sie greifen mich an und vertreiben mich. Ich schäme mich für meine Scham. Sex(ualität) ist für mich was unfaßbar Grausames, Entsetzliches, was alles andere Schöne zerstört. Ein übles, trauriges Paradoxon. Einfach nur schäbig. Im praktischem Leben heißt das für mich, daß ich ein Riesenproblem habe mich unter Menschen zu bewegen und die sexuellen und sexistischen/sonstigdiskriminierenden Anzüglichkeiten auf der Straße (Werbung,Prodkukte,Sexshops/Bordelle) und in den Medien zu verdauen. Ich füle mich bedroht, fehl am Platz und falsch- obwohl ich meine Einstellung und Empfindung für das logischste und sinnvollste der Welt halte und ich nicht verstehen kann, daß die "anderen" dies so nicht sehen. Ein Unding. Ich denke ich bin seit Kind einfach nur ehrlich geblieben.Ich lebe jeden Tag in Furcht,Angst und u.U. in Panik. Das drängt mich in das soziale Abseits. In die trostlose Einsamkeit. Der Mensch ist eine große,signifikante Enttäuschung- ein Schlag ins Gesicht. Haßgefühle und Verabscheuung gegen den Menschen begleiten mich mittlerweile dabei. Misanthropie. Die wiederum Depression,Selbstmordgedanken,Angst- und Zornattacken mit sich führt. Abwehr. Rache für meine ungewollte Zwangsexistenz. Eher Verzweiflung. Ich erlebe mich als etwas Besonderes im negativen Sinn. Nicht geduldet. Chancenlos und ohne Perspektive. Ich bin in Psychotherapie. Die hilft nicht viel, außer daß ich wenigstens EINEN Menschen habe, der mir 50 min lang zuhört ohne wegzurennen,ohne mir meinen Mund zu stopfen und mich manipulieren zu wollen oder auszulachen. Meine bezahlte "Freundin". Ich habe absolut nichts gegen Nacktheit. Im Gegenteil: Ich träume davon, daß wir alle miteinander nackt herumtollen können. Egal ob Mann oder Frau, schön oder häßlich, dick oder dünn, behindert/versehrt oder "vollständig", alt oder jung, schwarz,rot, gelb oder weiß. Und es würde absolut nichts ausmachen. Daß wir uns berühren können, über einander freuen, uns gegenseitig helfen. Keine sexuellen(gkeile) Gefühle und Absichten. Keine "Attacken",Begehrlichkeiten (=GIER!)Lüsternheiten. Aber einfach nur Freude. Zärtlichkeit. Necken und frozeln. Sehnsucht nach Geborgenheit, Verständnis und Vertrauen.Küssen. Ich wünschte wir wären alle nackt, absolut asexuell und in Respekt und Achtung miteinander. Dann würde mir der Mensch und das Leben wieder zusagen, und ich wäre mutig, mich mit gutem Urvertrauen wieder zu streiten, herauszufordern, aktiv zu sein, zu geben, mich zu beteiligen und zu integieren. Mich zu freuen. Anzunehmen. Zu lieben. Aber so ist es nicht. Ich bin Prüde. Habe eine antisexuelle Einstellung. Und die Menschen sind sehr unschön. Schönheit liegt im Auge des Betrachters übrigens, MarcSu. Ich denke, ich bin ein gutes Beispiel für Prüderie. Gruß

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ich bin total fasziniert von deinem text! ICH KANN DICH ZU 100% VERSTEHEN!!!!!! ich denke GENAU SO.

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Grob gesagt, alles schamhaft ablehenen, was nur andeutungsweise mit Sex zu tun haben könnte.

prüde sein bedeutet, in sexueller und/oder körperlicher Hinsicht schamhaft/zurückhaltend/genierlich zu sein.

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