Kollegin möchte abtreiben, kann es aber nicht bezahlen was nun?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Markus! Zunächst einmal braucht deine Freundin nicht die Zustimmung ihres Partners. Sie allein kann und darf entscheiden was mit ihrem Körper passieren soll und es ist ja nunmal ihr Körper der schwanger ist, nicht der ihres Partners. Was die Kosten angeht, wenn sie unterhalb der Einkommensgrenze liegt, übernimmt das Land die Kosten. Den Antrag auf die Kostenübernahme kann sie bei ihrer eigenen oder einer anderen gesetzlichen Krankenkasse beantragen (ausschließlich nur bei gesetzlichen). Diese verwalten ihren Antrag dann. Ob das auf sie zutrifft, kann sie bei einer Beratung in einer ProFamilia- oder einer anderen, staatlich anerkannten Beratungsstelle, erfahren. Dieses muss sie so oder so führen um den Beratungsschein zu bekommen, ohne den sie nicht legal abtreiben darf. Ich hab das Thema hier schonmal in zwei Tipps zusammengefasst http://www.gutefrage.net/tipp/schwangerschaftsabbruch-what-to-do

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr euch jederzeit gerne an mich wenden.

Alles Gute!

Sie soll zu pro familia gehen. Für eine Abtreibung braucht sie eh den Schein. Die können ihr auch sagen wie mit der Finanzierung geholfen wird. Meines Wissens zahlt das Sozialamt einen Teil. Ihr Freund hat keine Mitsprache. Das ist einzig und allein Sache der Frau. Sie muß aber schnell reagieren wegen der 12 Wochen Frist. Alles Gute!

Ein Kind zu bekommen und es mindestens 18 Jahre lang mit allem drum und dran zu unterhalten, kostet ein wenig mehr, als eine Abtreibung. Vielleicht gelingt es ihr ja unter Berücksichtigung dieses Aspektes, ihre Anstrengungen bezüglich Geld leihen, etc., ein wenig zu intensivieren.

Das zahlt die Kasse, die Indikation ist gegeben. Ein Beratungsgespräch muss ja so oder so stattfinden. Der Psychiater wird sich darum kümmern. Allerdings muss die Zeit von 12 Wochen eingehalten werden, sonst wird's schwierig. Ihr Freund muss nicht zustimmen.

Die Kollegin soll sich zunächst schnellstens Hilfe holen - z.B. bei einer karitatven Einrichtung wie z. B. der Caritas.

Dort kann und wird man ihr helfen - bei der Entscheidung und beim Prozedere bzgl. einer Abtreibung, falls es bei der Entscheidung bleibt...

Die Kosten einer "legalen" Abtreibung übernimmt die Krankenkasse.

Ich neige eher dazu, Caritas oder Diakonie zu empfehlen und NICHT ProFamilia...

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@user1545

Ich würde genau das Gegenteil empfehlen, weil ProFamilia eher neutral berät. Caritas und Diakonie sind kirchlich, von daher ist wohl abzusehen, in welche Richtung man da gedrängt wird.

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@Demandanto

Ich sehe das anders, lese eher mal über Inkompetenz bei pro familia - aber google hilft vlt. auch dem Fragesteller, sich ein Bild zu verschaffen.

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Auch wenn Caritas und Diakonie unter kirchlicher Federführung tätig sind, heißt das nicht, dass da Moralapostel arbeiten.

Das sind "ganz normale" Sozialpädagogen und Sozialarbeiter.

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Dort erfährt man m.E. auf jeden Fall einen UMFASSENDE Beratung.

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@user1545

Ich hab zwar keine eigenen Erfahrungen mit den beiden Institutionen, aber kirchliche Träger sind immer daran interessiert, ihre "Botschaft" irgendwie unters Volk zu bringen. Deswegen darf man da ja nicht arbeiten, wenn man nicht christlich ist. "Ganz normale" Sozialarbeiter wären dort also eine große Überraschung, die sind durchaus vorselektiert. Und die zu verbreitende Botschaft ist da ja klar.

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@user1545

Wenn du auf Foren wie diesem hier nach Pro Familia googlest, dann stösst du immer wieder auf Kommentare von Abtreibungsgegnern.

Pro Familia ist eine staatlich anerkannte und professionell arbeitende Beratungsstelle. Alles andere ist Anti-Abtreibungsgeschwätz.

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@Demandanto

kommentiert von MonaT am 14.02.11 um 08:20:52
@Demandanto
du irrst (aber du sagst ja selber, du hast keine Erfahrung mit beiden Institutionen).
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Das war vlt. von 20 Jahren noch so.
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Du wirst es nicht glauben: Mittlerweile arbeiten da sogar Leute, die in "wilder Ehe" leben; die uneheliche Kinder haben und es wird auch nicht geprüft, ob sie jeden Sonntag in die Kirche gehen - schneid den alten Zopf bitte mal ab.

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@Aviana

Aviana es ist so ermüdend...

Die Vorwürfe gegen ProFamilia wurden polizeilich geprüft und nicht bestätigt!

Obs dir passt oder nicht, als staatlich anerkannte Beratungsstelle arbeitet ProFamilia dem Schwangerschaftskonfliktgesetz entsprechend.

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