Könntet ihr es akzeptieren, wenn euer Partner Rechts wäre?

12 Antworten

Sowas akzeptier ich nicht mal in ner Freundschaft.

Leben und leben lassen. Aber wer eine menschenverachtende Grundhaltung hat, dem würd ich nicht über den Weg trauen. Schließlich hast Du es nur dem Zufall zu verdanken, dass er Dich nicht auch hasst, abschieben will oder Dich zusammenschlägt.

Leben und leben lassen nur für Menschen die leben und leben lassen!

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Egal ob er rechts oder noch schlimmer - neoliberal ist, du solltest damit klar kommen. Jeder hat seine persönliche politische Meinung aber Rechte kann man moralisch, gesellschaftlich, wirtschaftspolitisch und auch sonst komplett auslachen - also ich könnte es nicht weil ich ständig anfangen müsste zu diskutieren.

Ich könnte es nicht. Toleranz ist für mich persönlich das A und O, das erwarte ich nicht nur von meinem Partner sondern auch von Freunden.

Ich bin ganz klar politisch rechts.

Das Problem ist, die meisten Leute haben keine Ahnung mehr was das bedeutet.

Als Rechter sehe ich klare Unterschiede zwischen den Menschen. Ich bin der Meinung, dass ein indischer Informatiker eine weitaus schlechtere Ausbildung erhalten hat als (die meisten) der Deutschen. Ich bin der Meinung, dass Frauen ganz klar Männern in vieler Hinsicht unterlegen sind und dass Männer in vieler Hinsicht Frauen unterlegen sind.

Ich sehe Unterschiede und bin der Meinung, dass man nicht versuchen darf diese Unterschiede zu kompensieren. Denn wenn ich den Einen einschränke um den anderen auf diesem Gebiet eine Chance zu geben, schade ich beiden. 

Stattdessen muss man sich darauf konzentrieren diese Unterschiede zu erkennen und in die richtige Richtung fördern.

Man muss qualitative Standarte setzen. Und Chancen bieten diesen gerecht zu werden.

So haben Immigranten meiner Meinung nach Deutsch flüssig zu beherrschen oder wenigstens Englisch. Dazu sind Schulungen anzubieten, kostenpflichtige, die mit Arbeitsleistung bezahlt werden. Der Aufenthalt in Deutschland muss ebenfalls bezahlt werden. Das einzige wozu wir uns verpflichten sollten ist die Gelegenheit zur Arbeit zu bieten. Das muss nicht auf Rasenmähen oder Putzen beschränkt sein. Eventuell werden in einem Unternehmen Dolmetscher oder an einer Universität Muttersprachler benötigt. usw.

Für mich sind viele Dinge unannehmbar, wie z.B. die Frauenquote (das führt schnell dazu dass man Frauen in hohen Positionen nicht mehr ernst nimmt, da sie es ja nur dank der Frauenquote geschafft haben), die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare (schon mal was von Mobbing gehört, dem Kind steht die Hölle bevor und solange nicht irgendein Genie herausfindet wie man derartiges bekämpfen kann, kann ich eine solche Adoption nicht akzeptieren) und die Legalisierung von Drogen aller Art (Letztendlich sind es immer die anderen denen man am meisten schadet, zum Beispiel wenn man mit dem Auto über sie drüber fährt).

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Das sind ohne Ausnahme alles rechte Ansichten. Und auch wenn man diesen nicht zustimmen kann/will (weil man zum Beispiel links politisch eingestellt ist), muss man doch zugeben dass der Schritt zu dem was man in den Medien gerne über "Rechte" sieht und hört sehr groß ist.

Der Grund warum man sich schnell zu einer bestimmten Partei hingezogen fühlt ist, dass es derzeit einfach an guten Alternativen mangelt und viele Gleichgesinnte bereits Teil der Partei sind. Letztendlich sind es nur die Extremfälle die störend auffallen und von denen man am meisten hört.

Ich finde, Du wirfst konservativ und rechts zu sehr in einen Topf.

"Ich bin der Meinung, dass ein indischer Informatiker eine weitaus schlechtere Ausbildung erhalten hat als (die meisten) der Deutschen. "

Damit siehst Du erstmal einen Unterschied in der Qualität der Ausbildung. Die ist von Land zu Land verschieden und sagt erstmal nichts über den MENSCHEN aus.

"Ich bin der Meinung, dass Frauen ganz klar Männern in vieler Hinsicht unterlegen sind und dass Männer in vieler Hinsicht Frauen unterlegen sind."

Unterlegen - oder einfach anders? Die Diskussion über biologische und soziokulturelles Geschlecht will ich hier nicht anfangen, aber auch hier sagt es erstmal nichts über den Wert des einen oder anderen Menschen aus.

"Ich sehe Unterschiede und bin der Meinung, dass man nicht versuchen darf diese Unterschiede zu kompensieren."

Zu nivellieren meinst Du. Kompensieren kann man nur Mängel. Unterschiede sind per se erstmal nicht qualitativ.

"Denn wenn ich den Einen einschränke um den anderen auf diesem Gebiet eine Chance zu geben, schade ich beiden. "

Wieso gehst Du automatisch davon aus, dass man jemanden einschränkt, wenn man jemand anderem eine Chance gibt?

"Man muss qualitative Standarte setzen". Es heißt Standard. Im Plural Standards. Nur der Qualität wegen.

Deutschkurse anbieten und zur Pflicht zu machen finde ich richtig.

" Der Aufenthalt in Deutschland muss ebenfalls bezahlt werden." Das mag bei Arbeitsimmigranten hinhauen, indem sie Steuern und Abgaben auf ihre Löhne zahlen.

Was ist aber mit Flüchtlingen, die aus humanitären Gründen kommen?

"die Frauenquote (das führt schnell dazu dass man Frauen in hohen Positionen nicht mehr ernst nimmt, da sie es ja nur dank der Frauenquote geschafft haben)" - Stimme ich Dir ausnahmsweise zu.

"die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare (schon mal was von Mobbing gehört, dem Kind steht die Hölle bevor und solange nicht irgendein Genie herausfindet wie man derartiges bekämpfen kann, kann ich eine solche Adoption nicht akzeptieren)" - Die Meinung sei Dir belassen, aber die Argumentation ist flach - zum Mobbing reicht die falsche Jeans.

Du schreibst, das seien "rechte " Ansichten. Ich weiß , was Du meinst, sehe Dich aber eher als konservativ eingestellt - einfach, weil das Wort "rechts" im deutschen Sprachgebrauch mittlerweile zu sehr auf rechtsradikal und faschistisch gepolt ist.

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@Stellwerk

Ich kann dir versichern, dass ich definitiv nicht konservativ bin. Das hat mit der politischen Rechten/Linken/Mitte erstmal ziemlich wenig zu tun. Tatsächlich bin ich reaktionär/progressiv, was bitte nicht mit opportunistisch zu verwechsel ist (obwohl es viel zu häufig auf dasselbe hinausläuft).

Ich habe übrigens bewusst provokativ geschrieben, damit dürften deine ersten Punkte wohl geklärt sein.

Damit siehst Du erstmal einen Unterschied in der Qualität der Ausbildung. Die ist von Land zu Land verschieden und sagt erstmal nichts über den MENSCHEN aus.

Es sagt fast alles aus. Vergiss nicht, dass auch Kultur, persönliche Überzeugung und soziales Verhalten teil der Bildung sind. Aber das wird zu philosophisch.

Auch die Ausbildung ist Teil des Menschen und so traurig das vielleicht auch klingt, für das Funktionieren eines Staates ist es nicht von Bedeutung was der Staat für das Individuum tun kann, sondern was das Individuum für den Staat. Und hier kommt die gute Ausbildung ins Spiel. Sollte ich jemanden abschieben, weil er eine schlechte Ausbildung hat? Nein. Aber eine Aufnahmegrund ist es auch nicht mehr und damit "Minuspunkte" (getreu nach dem Motto: Einen Euro haben oder einen Euro nicht haben sind zwei Euros)

Wieso gehst Du automatisch davon aus, dass man jemanden einschränkt, wenn man jemand anderem eine Chance gibt?

"Actio et Reactio", nicht "Actio est Reactio".

"Man muss qualitative Standarte setzen". Es heißt Standard. Im Plural Standards. Nur der Qualität wegen.

Hast du was gegen qualitativ hochwertigen Fahnenstoff?

... Das kommt eben davon wenn man die automatische Korrekturfunktion in Chrome nutzt ...

Das mag bei Arbeitsimmigranten hinhauen, indem sie Steuern und Abgaben auf ihre Löhne zahlen.

Was ist aber mit Flüchtlingen, die aus humanitären Gründen kommen?

Das sollte diese Flüchtlinge nicht am Arbeiten hindern.

Das wird ein wenig komplizierter bei Menschen die einfach zu alt, zu jung oder behindert oder invalide sind. Aber Ausnahmen gibt es überall und nichts hindert einen daran diese zuzulassen. 

Wobei ich hier (hoffentlich verständlicherweise) davon ausgehe, dass Flüchtlinge nicht anfangen sich selbst zu verstümmeln um nicht arbeiten zu müssen um da zu bleiben.

Im Allgemeinen halte ich das Flüchtlingsproblem für schlecht durchdacht. 

Meine Lösung wäre recht simpel: Eine zentrale international finanzierte Auffangstation. Flüchtlinge, die irgendwo aufgefasst werden, werden dort hingebracht. Zumindest im organisatorischen Sinne, nichts hindert daran den Papierkram woanders zu erledigen und dann einfach auf direktem Wege weiter zu leiten.

Von dieser Auffangstation wird dann auf die einzelnen Länder/Gebiete unterverteilt. Amerikanisches Warteschlangenprinzip im Großformat. Und es ist viel leichter zu kontrollieren wer wo hinkommt, ob und wann. Zudem ist die Versorgung einer zentralen Anlage erheblich leichter.

Die Meinung sei Dir belassen, aber die Argumentation ist flach - zum Mobbing reicht die falsche Jeans.

Es besteht ein Unterschied zwischen: Ich könnte wegen etwas gemobbt werden das ich selbst kontrollieren kann, oder ich werde definitiv wegen etwas gemobbt werden, das mir aufgezwungen wird. 

Als Opfer von 7 Jahren gewalttätigem Mobbing kann ich dir versichern, dass ich selbst meinen schlimmsten Feinden derartiges nicht wünschen würde. Komischerweise bin ich nie depressiv geworden, leide aber nach wie vor unter einer (jetzt leichten) posttraumatischen Belastungsstörung.

Glaub mir, es ist (im Nachhinein) eine urkomische Situation wenn du mit einem Überlebenden einer Geiselnahme im gleichen Behandlungszimmer sitzt und als der ernstere Fall eingestuft wirst.

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Ja, der Begriff der politischen Rechten wird derzeit schwer "missbraucht". Hindert mich aber dennoch nicht daran mich als genau das zu sehen, was ich per Definition bin.

Mir wäre es dennoch lieber wenn die Leute wieder den Begriff der -Extremen und -Radikalen benutzen würden.

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@steini1904

Hallo lieber Steini. Ich würde dich gerne mal fragen, in welchen Bereicht du meinen Freund einordnen würdest. Ist er rechts oder eher rechtsextrem?  Also er hat keine Glatze oder so. Allerdings ist er sehr germanen bezogen. Er steht auf das Heidentum und Runen und trägt auch einen Thorhammer. Desweiteren hört er Gruppen wie Böhse Onkels oder Frei.wild und noch anderen Deutschrock, der extremer ist. Außerdem hat er ein Tattoo, welches ich nicht entziffern kann. So weit sogut, aber letzte Woche hatte er ein Shirt von der Marke Thor Steinar an. Ein Nordic Walking Shirt, wo Soldaten kämpfen. Er macht halt auch so Sprüche über Ausländer und hat auch schon Witze über die rote Armee gemacht. Und er hat sich den einen Tag mit seinem Kumpel über Walhalla unterhalten. Was denkt ihr darüber? Welche Richtung könnte das sein?

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@sterni26

Das sagt erstmal sehr wenig über die politische Haltung aus.

Aber:

http://www.bpb.de/themen/EG5I75,4,0,Vereinnahmung_germanischer_Mythologie_im_rezenten_Rechtsextremismus_%96_Sprache_und_Symbolik.html

Nur zur Aufklärung damit ich nicht so viel schreiben muss.

So, das Problem ist, dass es eine gewaltige Anzahl verschiedener Gruppierungen gibt die politisch rechts stehen, überhaupt keine politische Orientierung haben oder bis in den Rechtsextremismus abrutschen.

Wo dein Freund steht, tja, das weiß nur er selbst, seine Freunde und diejenigen die ihn lange genug kennen.

Grundsätzlich gilt: Auch wenn diese Gruppen eine sehr ähnliche Symbolik oder sogar Verhalten aufweisen, sind sie grundlegend verschieden.

Die Schwierigkeit ist hierbei die Ursache von der Wirkung zu trennen. Hört er extreme Musik weil sie zum Status seiner Gruppe gehört oder gehört er zu einer Gruppe, weil er diese Musik hört. Ersteres sagt gar nichts aus, bei letzterem ist er einfach jemand mit ungewöhnlichem Musikgeschmack (und im Allgemeinen wohl ein ungewöhnlicher Mensch).

Sprüche über Ausländer machen viele und Witze über die rote Armee noch mehr. Da das sehr Allgemeine Dinge sind, vermute ich, dass du ihn bereits in eine Kategorie gesteckt hast und nun Gründe zu Bestätigung suchst. Unterbewusst. Das ist völlig normal und lässt sich nur sehr schwer vermeiden. Behalte das einfach im Hinterkopf.

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Tja, und jetzt zum Problem:

Die Grenzen zwischen diesen Gruppen sind fließend. Leider v.a. zum (Rechts-) Radikalismus. Der Rechtsextremismus ist zwar sehr "überzeugt" und schlicht und einfach extrem in seinen Ansichten, aber das große Problem in Deutschland ist der Radikalismus (lustiger Weise v.a. der Linksradikalismus, die Rechten stehen voll im Visier des Verfassungschutzes und bleiben meist nicht lange auf freiem Fuss).

Man kann zur politischen Extremen gehören ohne radikal zu sein (entgegen dem üblichen Unsinn den man Online liest). Man kann auch radikal sein ohne politisch extrem zu werden.

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In jedem Fall:

Dein Freund gehört zu einer Gruppe die dem Rechtsradikalismus zumindest nahe kommt. Dazwischen herrscht allerdings noch immer eine extrem scharfe Linie, die mindestens so scharf wie die Line zwischen der gemäßigten Rechten und dem Extremismus ist. Sozusagen verfeindete Fronten, die nur im selben Raum (der selben Symbolik) feststecken.

Wenn du also keinen Verdacht hast, dass dein Freund gewalttätig ist, dann besteht eigentlich kein Risiko, dass er zu einer Rechtsradikalen Gruppierung gehört. Wäre er rechtsextrem, hättest du das definitiv bemerkt (kann ich dir aus Erfahrung versichern...).

Also gehört er vermutlich zu einer Gruppe von Leuten die einfach nur den Germanismus und das ganze Heldengetue recht interessant finden und die irgendwo zwischen der gemäßigten Rechten und dem Rechtsextremismus steht.

Das kann aber auch genau anders herum sein (Demonstration im nächsten Kommentar)

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Kommt doch auf dich an. Wenn du damit klar kommst und es dich nicht schadet, ist doch alles gut :)

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