Knotenhalfter unter der Trense?

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Das sieht man vorallem bei Western- oder Wanderreitern. Es hat den Zweck, dass das Pferd schon für alles ausgerüstet ist, da Westernreiter bzw. auch der ,,Pferdeprofi" vor oder nach dem Reiten (oder mittendrin) auch mal absitzen und am Knotenhalfter dann longieren oder Bodenarbeit machen. So muss man das Pferd nicht zwischendurch ,,umziehen".

Bei Wanderreitern ebenso - Mit Halfter drunter kann man direkt absitzen und das Pferd führen / anbinden (wobei man das ja eher nicht mit Knotenhalfter machen sollte), ohne ihm auf freiem Feld / in fremder Umgebung erst die Trense aus- und das Halfter wieder anziehen muss.

In manchen Reitschulen (englisch) sieht man auch die normalen Nylon-Stallhalfter drunter - eben aus dem selben Zweck. So kann das Pferd nicht abhauen, wenn ungeübte Reiter ihm das Halfter erst ausziehen, es kurz frei steht, und dann die Trense nicht schnell genug anbekommen. (Wobei es da für das Pferd wahrscheinlich eher unbequem ist, da die englische Trense doch recht viele Riemen hat, wo das Halfter drunter drücken kann.)

Es gibt auch spezielle Wanderrreittrensen, an denen man dann Gebiss einfach an den Backenstücken ,,aushaken" kann, siehe hier: http://www.loesdau.de/Wander-Reithalfter.htm?websale7=loesdau&pi=5585&ci=21-wanderreithalfter

Damit kann man das Pferd dann auch gefahrlos anbinden.

Und ein paar Reiter machen es wohl einfach nur für den Style :-)

Oft ist es, um "gemischtes Programm" machen zu können. Mit ein paar Horsemanshipübungen aufwärmen, dann dressurmäßig reiten, dann vielleicht nochmal was in Richtung Bodenarbeit auf Knotenhalfter oder eben auch das Reiten auf Knotenhalfter, wie es im Horsemanship gemacht wird - dass man dabei, so lange man sich nicht ganz sicher ist damit, auf seine gewohnte Zäumung wechseln kann.

Neben dem kenne ich es von Reitern, die ihre Pferde streckenweise führen (z.B., um auf langen Ritten mal eine Zeit nicht im Sattel zu sein oder weil das Pferd noch nicht so sehr geländesicher ist und einem Menschen neben sich mehr vertraut bzw. der das Sturzrisiko aufgrund eines scheuenden Pferdes senken möchte), denn führen sollte man am Trensenzügel ja möglichst generell nicht tun, also ist das Führwerkzeug gleich mit drauf gezäumt. Oder von welchen, die auf "freiem Feld" abzäumen wollen oder zumindest dafür gerüstet sein wollen.

Und in all den Fällen, wo man die Kombination aus Knotenhalfter und Trense verwendet, sollen die Knoten ja am Kopf zu wirken kommen, was sie nur können, wenn es unter dem Trensenzaum liegt. Klar, das Lederzeug drüber verändert auch das Verhalten des Knotenhalfters, man muss sich also schon dessen bewusst sein, dass die Einwirkung anders ist als die des Knotenhalfters alleine.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Ich vermute, dass er das Pferd sonst " verlieren " könnte, sobald er die Trense runter macht.

 Oder damit das Pferd  gleich für alles ausgerüstet ist, wenn er das Programm ändert.

Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen dass das beim reiten was bringen soll, das stört doch nur. Vermutlich um das Pferd später dann angenehmer zu führen (beim nebenherlaufen ) kann es aber nicht sagen

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es dem Zweck dient, einfach bei Bedarf die Trense abmachen zu können u. dann kann man mit dem KH drunter gleich weiter machen. Bzw. beim Hackl wird ja oft nur aufgestiegen u. direkt wieder ab, da ist dann evtl. die Trense eh nur als Notbremse oder zur Gewöhnung drauf. 

Nur Mutmaßungen, ich hab keine Ahnung, einen wirklichen Zweck erfüllt die Kombi Trense-Knotenhalfter zumindest beim Reiten in meinen Augen nicht. 

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

genauso nutzen wir das auch:
wir kommen von der Haadarbeit mit Knotenhalfter, gehen über zur Trense und arbeten ggf noch mit KH nach, wenn's not tut

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