Kennt jemand ein Herbstgedicht?

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12 Antworten

Der Herbstwind

Der Herbstwind rüttelt die Bäume, Die Nacht ist feucht und kalt; Gehüllt im grauen Mantel, Reite ich einsam im Wald.

Und wie ich reite, so reiten Mir die Gedanken voraus; Sie tragen mich leicht und luftig Nach meiner Liebsten Haus.

Die Hunde bellen, die Diener Erscheinen mit Kerzengeflirr; Die Wendeltreppe stürm ich Hinauf mit Sporengeklirr.

Im leuchtenden Teppichgemache, Da ist es so duftig und warm, Da harret meiner die Holde Ich fliege in ihren Arm.

Es säuselt der Wind in den Blättern, Es spricht der Eichenbaum: Was willst du, törichter Reiter, Mit deinem törichten Traum?

Heine, Heinrich (1797-1856)

In trauter Verborgenheit

Ade, ihr Sommertage, Wie seid ihr so schnell enteilt, Gar mancherlei Lust und Plage Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken, Zu wandeln im Sonnenschein, Nur die verflixten Mücken Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen Dem Sange der Vögel gelauscht, Dann kam natürlich ein Regen Auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben Nach Süden sich aufgemacht, Bei Tage krächzen die Raben, Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause! Es stürmt bereits und schneit. Da bleiben wir zwei zu Hause In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen. Mein Liebchen, ich und du, Wir halten uns warm und schließen Hübsch feste die Türen zu.

(Wilhelm Busch)

Herbst

O du wunderschöner Herbst, Wie du die Blätter golden färbst, Deiner reinen Luft so klar und still, Noch einmal ich mich freuen will.

Ich geh den Wald, den Weiher entlang; Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang, Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf Erinnerungen ziehen herauf.

Erinnerungen sehen mich an, Haben es wohl auch sonst getan. Nur eins hält nicht mehr damit Schritt. Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann, Vergangenheit hat mir’s angetan; Den Blick in den Herbst, den hab ich frei, Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?

(Theodor Fontane)

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Kommentar von NeverMind95
14.10.2010, 22:52

na das nenn ich mal ne auswahl ^^ danke

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Der Herbstwind

Der Herbstwind rüttelt die Bäume, Die Nacht ist feucht und kalt; Gehüllt im grauen Mantel, Reite ich einsam im Wald.

Und wie ich reite, so reiten Mir die Gedanken voraus; Sie tragen mich leicht und luftig Nach meiner Liebsten Haus.

Die Hunde bellen, die Diener Erscheinen mit Kerzengeflirr; Die Wendeltreppe stürm ich Hinauf mit Sporengeklirr.

Im leuchtenden Teppichgemache, Da ist es so duftig und warm, Da harret meiner die Holde Ich fliege in ihren Arm.

Es säuselt der Wind in den Blättern, Es spricht der Eichenbaum: Was willst du, törichter Reiter, Mit deinem törichten Traum?

Heine, Heinrich (1797-1856)

In trauter Verborgenheit

Ade, ihr Sommertage, Wie seid ihr so schnell enteilt, Gar mancherlei Lust und Plage Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken, Zu wandeln im Sonnenschein, Nur die verflixten Mücken Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen Dem Sange der Vögel gelauscht, Dann kam natürlich ein Regen Auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben Nach Süden sich aufgemacht, Bei Tage krächzen die Raben, Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause! Es stürmt bereits und schneit. Da bleiben wir zwei zu Hause In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen. Mein Liebchen, ich und du, Wir halten uns warm und schließen Hübsch feste die Türen zu.

(Wilhelm Busch)

Herbst

O du wunderschöner Herbst, Wie du die Blätter golden färbst, Deiner reinen Luft so klar und still, Noch einmal ich mich freuen will.

Ich geh den Wald, den Weiher entlang; Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang, Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf Erinnerungen ziehen herauf.

Erinnerungen sehen mich an, Haben es wohl auch sonst getan. Nur eins hält nicht mehr damit Schritt. Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.

Vergangenheit hält mich in ihrem Bann, Vergangenheit hat mir’s angetan; Den Blick in den Herbst, den hab ich frei, Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?

(Theodor Fontane)

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Septemberliches Lied vom Storch

Die Sonne brannt noch überm Luch, Vom Grummet weht der gras geruch, Die Beere kocht im Bromberschlag, Und lang noch steht die Sonn im Tag.

Er aber glaubt nicht mehr an das Jahr. der auf dem First zu Hause war. Nach Süden schwang sein sein Flügelschlag, Steht lang auch noch die Sonn im Tag.

Die Frösche quarren doppelt hell, Die Maus zeigt unbesorgt ihr Fell. Der ihnen auf der lauer lag, Er schwang sich fort vor Tau und Tag.

Obgleich noch wie im Sommer wind Die Spinne ihre Fäden spinnt, Die Mücke tanzt im Wiedenhag, Und lang noch steht die Sonn im Tag

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Hi, das wär glaub ich nicht schwierig auswendig zu lernen:Herbst(Detlev von Liliencron)--

Astern blühen schon im Garten; Schwächer trifft der Sonnenpfeil Blumen, die den Tod erwarten Durch des Frostes Henkerbeil.

Brauner dunkelt längst die Heide, Blätter zittern durch die Luft. Und es liegen Wald und Weide Unbewegt im blauen Duft.

Pfirsich an der Gartenmauer, Kranich auf der Winterflucht. Herbstes Freuden, Herbstes Trauer, Welke Rosen, reife Frucht.

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hier hast du das beste herbstgedicht, das es im deutschen gibt:

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke)

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Die Blätter fallen ...

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. Und in den Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)http://gedichtesammlung.ge.funpic.de/herbstgedichte.htm

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Kommentar von lucysky
14.10.2010, 22:47

die äpfel sind gefallen dicke nebel schwallen der frost küsst die erde auf das es winter werde

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Ade, ihr Sommertage,

Wie seid ihr so schnell enteilt,

Gar mancherlei Lust und Plage

Habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,

Zu wandeln im Sonnenschein,

Nur die verflixten Mücken

Mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen

Dem Sange der Vögel gelauscht,

Dann kam natürlich ein Regen

Auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben

Nach Süden sich aufgemacht,

Bei Tage krächzen die Raben,

Die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause!

Es stürmt bereits und schneit.

Da bleiben wir zwei zu Hause

In trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.

Mein Liebchen, ich und du,

Wir halten uns warm und schließen

Hübsch feste die Türen zu.

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das gedicht heißt herbst und ist von theodorm storm...kannste ja mal googlen...is auch nicht so schwer auswendig zu lernen;)

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Da gibt es u.a. was von Ringelnatz, Christian Morgenstern und James Krüss.

Google sollte dir auch weiterhelfen können.

:-) AstridDerPu

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Draussen wird es kalt, das Laub ist alt- Es fällt vom Baum, den kommenden Winter stört das kaum.

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