Kennt jemand das Lied von "Wir sind Helden" mit dem Titel: "Darf ich das behalten?"

12 Antworten

Sie hat ein kleines Tier gefunden und Angst, dass es irgendwann stirbt. Sie betet, dass sie es für immer behalten kann.

ich mag gerne etwas zu dem Vorschlag schreiben, dass es als eine Kritik an der vorherschenden Konsumgesellschaft verstanden werden kann. Ich finde, dass es in diesem Falle nicht "Träume", der "Verstand" oder "mein Wort" wären, die weggegeben werden. Ich glaube, dass es sich um etwas Wertvolles für die Person handelt. Etwas, was nicht materiell ist, denn dafür gibt sie alles her, wie die oben benannten Beispiele, und nichts davon ist materiell. "Ich weiß du nimmst alles, was du willst zu dir" verstehe ich eher so, dass es sich um eine Person handelt, die dem Ich-Erzähler im Lied (wenn man das so nennt) sehr viel bedeutet, das heißt man schenkt diesem Menschen das Vertrauen, teilt die Träume mit ihm, gibt ihm "mein Wort", es muss aber meiner Meinung nach jemand sein, der dieses Vertrauen gerbochen hat, jemand, der möglicherweise egoistisch ist, oder einfach verletzten, das kann auch der Grund sein, warum das ganze Lied so verletzlich klingt. Und darum hat diese Person, der dem Ich-Erzähler so viel bedeutet auch kalte Hände, denn dieser gibt die Wärme nicht zurück, das Verrtauen nicht zurück, scheint sogar die Träume zu zerstören. "Behalt meine alten Träume,Kannst sie verwalten wie du willst, Halt die Welt in deiner Gewalt" zeigt das für mich. Die Person hält die Welt in seiner Gewalt, denk wahrscheinlich nur an sich, und macht mit den Träumen der anderen was sie will zum eigenen Nutzen. Ich finde, dass es schwierig ist zu sagen, was der Ich-Erzähler behalten will, denn es gibt da unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten, und es wäre bei allen Dingen zu weit hergeholt denke ich. Ich denke, dass es sich um etwas größeres handelt. Wie etwa die Erkenntnis, die dafür sorgt, dass "alles neu war", es könnte auch die Hoffnung oder das Vertrauen sein, da "das" zerknittert und scheu ist, und nun bevor etwas neues anfangen kann, findet sie das Vertrauen wieder, und möchte das behalten, sie möchte gerne wieder jemandem Vertrauen können. Naja, das sind zumindest meine Gedanken, wenn ich das Lied höre.

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Hi!

Tja. Deine Interpretation - und ich will hier kurz einschieben, dass wohl ganz einfach alle Interpretationen hier oben drüber und unten drunter richtig sind; eben je nach Lebenslage und Gedankenwelt - aber Deine trifft meine Lebenslage wie ein Nagel auf den Kopf.

Frisch getrennt mit Liebeskummer und deshalb in meiner Gedankenwelt noch viel bei ihm, denke ich oft an eine Geste, die es nur zwischen uns, in unserer Beziehung gab. Und diese kleine, fast unauffällige Geste in diesen kurzen Momenten stand für tiefste Verbundenheit, für die Liebe füreinander, für das Unschuldige. Hört sich vielleicht unendlich kitschig an, aber so habe (hoffentlich nicht nur) ich es empfunden.

Und diese Geste, das ist mein Wunsch, soll er nicht mit in die neue Beziehung nehmen. Er soll sie bei uns, d.h. bei mir lassen. Sie ist mir sehr wichtig. Sie ist auch ganz einfach aus unserer Beziehung geboren. Das sollte doch nicht übertragbar sein, oder? Das muss geschützt sein... Das ist unsere Blume. Meine Liebe. Jetzt muss er eine andere Blume züchten.

Nun. Meine Lieben Helden. Ihr sprecht mir aus dem Herzen.... "Darf ich das behalten..."

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Ich mache mir auch schon eine Weile Gedanken um den Sinn dieses Liedes. Habe einen Sinn dann in folgendem Prozess gefunden: Man stelle sich vor, dass die kindlichen Illusionen nach und nach verloren gehen. Das Leben wird immer trauriger, monotoner und verliert alles Geheimnisvolle. Die Freude verschwindet immer mehr und es gibt keine Hoffnung auf Besserung.....und genau an diesem Tiefpunkt verliebt man sich und das wunderbare, geheimnisvolle kommt wieder zurück.... Ich verstehe das Lied aus dieser Situation raus. Der Autor wendet sich an eine höhere Macht, die er nicht versteht. Er traut seinem plötzlich gewonnen Glück nicht. Glaubt, dass jeden Augenblick wieder die Kälte beziehungsweise die Traurigkeit zurück in sein Leben kommt. Er fleht die höhere Macht, bzw. Gott an, dass seine Befürchtungen nicht eintreffen.

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