Keine Motivation mehr, lust zu leben verloren?

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7 Antworten

das schlimmste ist mein rücken“ das Problem hatte ich auch. Physiotherapie, Krankengymnastik, Sport speziell für den Rücken, Osteopathie, warme Bäder, Schmerzmittel ... alles hat nur kurzfristig gewirkt, dann waren die Schmerzen wieder da. Mein Orthopäde hat mich dann schlussendlich zum Schmerztherapeuten überwiesen. Dort stellte man im MRT mehrere Bandscheibenvorfälle fest, einer war mir und meinem Arzt bekannt, aber die anderen waren im Laufe der Zeit hinzu gekommen, deshalb hatte ich bereits eine Schonhaltung eingenommen. 

Eine Spritzenkur in den Wirbelsäulenkanal hätten mir nur max. 70 % der Schmerzen für ein oder zwei Jahre genommen, siehe auch meine Frage diesbezüglich: https://www.gutefrage.net/frage/proliferationstherapie---wer-kennt-sich-aus?foundIn=user-profile-question-listing

Ich bekam vom Schmerztherapeuten ein Kombi-Präparat verschrieben (Tramadolhydrochlorid / Paracetamol), das ich dreimal täglich einnehme und das mir ad hoc 100 % meiner Rückenschmerzen nimmt ohne spürbare Nebenwirkungen! Ich bin so etwas von begeistert, weil sich das natürlich auch positiv auf meine Psyche ausgewirkt hat. Ich wußte gar nicht mehr, wie es ist, schmerzfrei zu sein. Jetzt weiß ich es und lebe seit einem Jahr richtig auf. 

Geh doch von der anderen Seite an Deine Befindlichkeiten heran!

Jammern bringt keine Erleichterung, nervt nur Deine Freunde, so Du noch welche hast.

Werde aktiv! Für den Rücken suchst Du Dir einen guten Orthopäden und/oder einen Physiotherapeuten. Der Tinitus rührt wahrscheinlich auch von Deiner "Untätigkeit" her.

Stelle Deine Ernährung um und versuche wieder Ausgleichssport oder mehr zu machen. Bei gesunden Menschen in Deinem Alter sollte dann auch die sexuelle Lust wieder erweckt werden können.

Auch wenn es schwerfällt, hör auf, dir selbst leid zu tun! Das ist ein Teufelskreis, aus dem du nicht mehr rauskommst.

Gefühle wie Hilflosigkeit und "Ausgeliefertsein" machen alles nur noch schlimmer - mach dir klar, dass du dein Leben selbst in der Hand hast!

Zähl nicht auf, was alles schiefläuft, sondern sieh auch mal die positiven Dinge - du KRIEGST dein Geld zum Monatsende! Du hast ein paar Termine beim Physiotherapeuten - lass dir Übungen für zuhause zeigen, dann kannst du selber was tun!

Ist es wirklich angebracht, dich über Hausarbeiten und Prüfungen
aufzuregen? Du wusstest, dass sowas zum Studium gehört und hast dich
darauf eingelassen!

Dasselbe gilt für den Nebenjob - du hättest auch eine Ausbildung machen und direkt Geld verdienen können...

Was den Rest angeht - manchmal muss man eben ein paar Umwege machen!

Du bist nicht der einzige, der keinen Termin beim Therapeuten kriegt. Natürlich ist das zum K..., aber statt dich darüber zu beschweren, könntest du auch zu einer Beratungsstelle gehen, dir eine Selbsthilfegruppe suchen oder die Terminvermittlung der Krankenkasse einschalten.

Selbsthilfegruppen gibt es übrigens nicht nur für Depressive, sondern auch für Schmerzpatienten, Menschen mit Tinnitus usw. Da kriegst du oft gute Tipps, kannst Kontakte knüpfen, erlebst, dass andere dieselbe Situation ganz anders meistern und triffst Menschen, denen du nicht immer alles erklären musst...

Und mach dir nichts vor: je weniger du rausgehst/ dich bewegst, desto schlechter ist es für deinen Rücken...

Du weißt natürlich auch, dass jeder, der überhaupt nicht mehr klarkommt, sofort in der Akutpsychiatrie aufgenommen wird...

Hallo,

danke schonmal für die Antworten. Dieser Tipp mit den Schwerpunkt auf das positive lenken versuche ich wieder... muss auch gesetehen als ich das damals gemacht habe lief es stetig besser. Dann kam eine richtig doofe Situation und hat alles wieder zunichte gemacht und der Gedankengang ist nach hinten gerückt.

Nach Außen hin meckern tue ich auch nicht. Das Problem ist wenn ich zuhause hocke und nix mache... ich bin, wenn ich unterwegs bin, eher total passiv weil mich der Rücken belastet. Mich darüber bei anderen beschweren tue ich nicht, nur kommen dann manchmal fragen wieso ich heute so zurückhaltend bin. Früher war dies nicht der Fall.

Ich habe eine schulische Ausbildung gemacht und studiere weiter um mich fortzubilden. Übungen für den Rücken helfen mir nicht wenn die Diagnose nicht stimmt. Ich weiß halt nicht was mit dem Rücken los ist (wenn jemand einen guten Ortophäden in Köln + Umkreis kennt, gerne). Und Sport mache ich wie gesagt schon seid jahren, ich bin 172, wiege 72kg und habe einen Fettanteil von ca. 10%. Man sieht es mir nicht an dass ich Rückenbeschwerden habe, aber sie sind nunmal da. Handstand, und allgemeine Körperspannungsübungen kann ich auch ohne Probleme halten.

In Ruhe fängt es dann an, ziehen im linken Sternocleidomastoideus am Hinterhaupt, sowie den kurzen Nackenmuskeln. Zudem schmerzen über dem Schlüsselbein links. Laut sichtbefund von einem Physio: Unterer Trapez zu stark, oberer zu schwach, leichtes Hohlkreuz. Das spricht ja für einen Flachrücken. Wenn ich versuche etwas mehr im OK einzurunden habe ich am nächsten Tag Migräne... 

Magnesium Supplementiere ich neben Vitamin D täglich, kann das (leider) ausschließen.

Du musst versuchen ,dich nicht immer selbst zu bemitleidigen.Es gibt wohl kaum Menschen ,die keine Sorgen haben.Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen.Sieh halt zu das du wieder mit deinen Studium in Gange kommst,es kommen auch wieder bessere Tage.

Habe dieses Jahr meine gesamte Familie verloren (ist erst Juni) und dennoch geht es mir - unter diesen Umständen - ok bis sehr gut!

Klar, der Tod meines Vaters war sehr einfach zu verkraften, da er meine Mutter oft schlug, aber dennoch waren meine Großeltern und meine Mama die Welt für mich!

Was du einfach brauchst ist ein Ziel - eine klare Vorstellung, was du im Leben erreichen/schaffen willst. Einen Anker, der dich festigt. Der dir Standhaftigkeit gibt, sodass du negative Dinge einfach so links liegen lässt und nur für dein Ziel arbeitest!

Mein Wunsch ist es mit meiner wunderschönen & wundervollen Freundin Kinder zu haben und eines Tages dabei zusehen zu können, wie meine Frau in spé unsere Kinder in die KiTa bringt =)

Sie begleitete mich durch meine schwere Zeit und gab mir Rückhalt und Geborgenheit, als ich einen Tiefpunkt im Leben hatte.

Du solltest dir überlegen, ob die Frau, mit der du momentan dein Leben durchschreitest, die richtige ist - ob sie diejenige ist, dich dich quasi "über Wasser hält".

Ich denke, das war alles.

Liebe Grüße!

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