Keine berufliche Zukunft. Umbringen?

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Support

Liebe/r chocolate35,

Du solltest Dir zusätzlich zu der Hilfe hier auf unserer Plattform auch noch Hilfe von außen holen. Wir möchten Dir aber auch sagen, dass Selbstmord keine Lösung ist, egal in welcher Situation Du Dich befindest. Es ist wichtig, eine Vertrauensperson zu haben, mit der man auch „in real“ darüber sprechen kann. Scheue Dich also nicht, nach noch weiterer Unterstützung zu fragen. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson sein. Überregional kannst Du Dich immer auch an die Telefonseelsorge unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder im Chat auf www.telefonseelsorge.de wenden.

Herzliche Grüße

Ben vom gutefrage.net-Support

8 Antworten

In so einem seelischen Durchhänger empfindet man oftmals alles nur noch als Grau in Grau - das kennen ganz sicher viele von uns, ich auch. Dieses seelische Grau macht blöderweise auch so ein Gefühl, man käme da nie wieder raus. Stimmt aber nicht, dieses seelische Grau-Gefühl macht das gegenwärtig, was aber nicht für die Zukunft gilt. - Das weiß das Unterbewusstsein nur nicht. Dem müssen wir beibringen, dass es auch andere Zeiten geben wird.

Sehr gern empfehle ich dazu das Buch von Shakti Gawain mit dem Titel

Stell Dir Vor

Hier kannst Du Kundenrezensionen lesen (klick an neben den gelben Sternen):

https://www.amazon.de/Stell-Dir-vor-Kreativ-visualsieren/dp/3499180936

Du siehst, das Buch kriegst Du dort fast geschenkt. - Mir hat das Buch mal sehr geholfen, als ich in einem seelischen Tief war und mir Zuversicht und Lebensfreude fehlte. - Ich schrieb mir auf kleine Zettel einige der dort genannten Sätze, die auf meine Situation passte und steckte sie in Jacken- und Hosentaschen. Weil ich gern meine Hände darin vergrabe, holte ich dann den Zettel hervor und las ihn und wiederholte ihn gedanklich so oft, wie es mir Spaß machte. - Dadurch schulte ich mein Unterbewusstsein darin, wieder Licht in die Seele reinzulassen.

Ich freue mich, dass man das Buch immer noch kriegen kann.

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Nimm Kontakt mit einer

Arbeitsloseniniative

in Deiner Nähe auf. Meistens finden dort Treffen statt. Man fühlt sich dann nicht mehr so allein, und man kann sich gegenseitig Mut machen und auch Spaß haben. Beides ist ja lebensnotwendig, wie Du merkst.

Vielleicht gibt es auch Treffen und kostenlose Kurse bei der Gewerkschaft in Deiner Nähe. Google mal entsprechend.

Google auch mit

Sozialberatung

und Deinem Wohnort und frage, welche Treffen es gibt.

Hab auch keine Scheu, bei der Telefonseelsorge anzurufen, wenn Du Dich von so'ner blöden grauen Seelenwolke eingehüllt fühlst. Dazu sind die Gesprächspartner da, die machen ihren ehrenamtlichen "Job" gerne, und es wäre doch schade, wenn niemand anruft.

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Wenn Du zum Jobcenter gehst, um dort etwas zu klären, geh nicht allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen (!!) Beistand, auch Ämterlotse genannt (dazu gleich mehr).

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Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen
Grundsicherungsbeziehern reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf
Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände /
Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg
z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das
Telefon kostenlose Seelsorge. Auch kannst Du zu einem Psychologen gehen.

Es gibt Beratungsstellen, die Dir helfen können, einen neuen Job zu bekommen. Auch kannst Du im Internet nach neuen Jobs oder Ideen gucken, was Du werden möchtest.

Ich bin Christ. Gott liebt Dich und will, dass Du lebst. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich in den Kommentaren fragen.

Alles Gute

also umbringen sollst du dich sicher nicht!! es gibt immer eine andere Möglichkeit, am besten redest du mit jemandem darüber dem du vertraust, ich weiß es ist ein sehr großer und schwerer schritt aber du brauchst jemandem zum reden, es hilft wirklich ich rede hier aus eigener Erfahrung man kann alles schaffen so lang man es versucht und nicht aufgibt! :)

falls du es willst kannst du mich auch anschreiben?

So dumm kannst du mit Abitur ja nicht sein. Dennoch würde ich mich mal an jemanden wenden, der dafür ausgebildet wurde, Leuten wie dir zu helfen. Ich wüsste nicht, was wir hier nun groß für Ratschläge geben könnten.

Hey.. Ich kenne das Gefühl. Ich bin gerade in so einer ähnlichen Phase. Ich mache gerade eine Ausbildung und nebenher die FH-Reife. Der stress und die Schule stehen mir zu Kopf und ich habe wie du auf nichts Bock. Ich habe keine Freunde und mache nichts in meiner Freizeit außer zur Schule gehen, nachhause kommen und zuhause blöd rumhocken. Ich habe mir auch schon oft vorgestellt wie es wäre wenn das alles einfach vorbei wäre. Aber ich weiß das das leben nun mal einfach weiter gehen muss die meisten haben halt einfach Glück und andere eben nicht. Die Welt ist leider einfach so.

cyracus 22.01.2017, 05:31

In meiner Antwort hier findest Du ein paar Hinweise, die helfen können.

Weil Du Dich in der Ausbildung befindest, bist Du wohl jugendlich. - Wenn Dir mal alles zuviel wird, und Du möchtest Dich einfach mal aussprechen, ruf an bei der kostenlosen

  • nummer gegen kummer (google so)
     0800 111 0 333
     (das ist die Nummer in Deutschland, andere habe ich auch)

Dort kannst Du anonym anrufen (Vorname oder Nickname genügt). Zum einen kann
es sehr entlastend sein, seinen Kummer mitzuteilen - bitte unterschätze das nicht.
Außerdem hat man dort Erfahrung mit vielen Notlagen, in denen Kinder und Jugendliche
sein können, und die wissen sicherlich den einen und anderen guten Rat.

Wenn Du nicht in Deutschland bist, hier weitere Kontaktadressen:

  • In Österreich: Rat auf Draht
     http://rataufdraht.orf.at/?area=Adressen

  • Schweiz: Telefonhilfe 147
     http://www.projuventute.ch/Beratung-Hilfe-147.1377.0.html

  • Liechtenstein: Sorgentelefon Liechtenstein
     (google so, wenn das für Dich richtig ist)

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Geh in die Berufsfachschule für Büroberufe, Kauffrau für Büromanagement. Oder ist diese schulische Ausbildung zu leicht für dich, weil du doch die Fachhochschulreife hast und du willst lieber Betriebswirtschaftslehre in einer Fachhochschule studieren?

du solltest deine Eltern fragen, dafür sind sie ja auch da... daß sie dir die Lebenserfahrungen zeigen oder teilhaben lassen, die sie selbst auch schon durchgemacht oder durchlitten haben

es wiederholt sich ja alles im Grunde genommen, oder glaubst du, diese Selbstfindung und spätjugendliche Verirrungsphase, da wärest du die erste... selbst Goethe hat schon von Verirrungen (die Leiden des jungen Werther) geschrieben, sozusagen seine eigenen bitteren (Liebes)Erfahrungen zu Papier gebracht

typisch ist für heute, daß nichts mehr rübergebracht wird - leider aber auch nicht angenommen wird, als müßte jeder alles doppelt und dreifach durchboxen - für dich gilt eine Selbsthilfegruppe, was ja heute im Internetzeitalter das schwierigste nicht sein wollte, eine zu finden...

ferner für depressive Behandlung auch ein Besuch bei einem Arzt, der aber nicht gleich ein Psychiater sein muß - wenn du einen Vertrauensarzt hast, also deinen Hausarzt, dann wird der dir auch weiterhelfen...

Aufstehen und weiter gehts.....

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