Katze im ersten Stock mit Dachterrasse halten? Ist das nicht gefährlich?

10 Antworten

Die meisten Katzen sind geschickt genug Stürzen aus dem Weg zu gehen. Unser fauler Hauskater, der das Springen an sich nicht gewohnt ist, ist mal rund 4-5m im freien Fall in einen Dornenbusch gesaust. Ausser ein paar ausgerenkten Knochen in einer Tatze, was ein fähiger Tierarzt schnell richten konnte, war zum Glück nicht viel passiert. Bei geschickteren Straßenkatzen wäre ich da nicht allzu ängstlich.

Ich habe mir die bisherigen Antworten durchgelesen und denke, dass so viele verschiedene Meinungen Dich vermutlich eher verwirren. Deshalb versuche ich mal, die einzelnen Aspekte anzusprechen.

  1. Das Kätzchen muss das erste halbe Jahr drinnen bleiben. Nachdem es kastriert und geimpft wurde, kannst Du mit ihr langsam die Gegend erkunden. Ich würde es erst mal stundenweise versuchen und dann immer mehr Zeit geben. Daher und aus Gründen, die ich später noch ansprechen werde, empfehle ich ein Katzennetz. Die Konstruktion muss nicht wer weiß wie stabil sein, es dürfen nur keine Lücken zum durchkrabbeln vorhanden sein. Es gibt online günstig Netze in 10m Länge, die man mit Schnur auch miteinander verbinden kann. Als Pfosten in den Ecken und mittig zum Halten (können an der Balkonbrüstung oder am Terrassenzaun/gitter angebracht werden) habe ich früher Metallschienen genommen, die normalerweise an der Wand befestigt werden und in die man Halter für Regalbretter einhängt. Diese Schienen sind recht stabil und haben regelmäßige Öffnungen, an denen man das Netz befestigen kann. (Vorsicht, wenn Miezie noch klein ist, dann passt das Köpfchen noch in die einzelnen Maschen. Daher nie unbeaufsichtigt dort spielen lassen. Nimmst Du Pfosten und Netz in Schwarz, ist das von außen ziemlich unauffällig. Für das Netz und eine evtl. Katzenleiter brauchst Du die Erlaubnis des Vermieters.

  2. Wenn sie erwachsen ist, besteht die Gefahr des Herunterfallens kaum noch. Aber die anderen haben Recht, der Wald ist die eigentliche Gefahr. Ist es nicht nur eine kleine Ansammlung von Bäumen, dann gibt es einen Förster und/oder Jäger, der die Katze erschießen könnte. Ebenfalls gefährlich für unerfahrene Katzen sind Füchse und sogar ältere Artgenossen, die ihr Revier verteidigen. Vor Jahren lebte ich auf dem Land, von dem man denkt, es wäre ideal für Katzen. Tatsächlich hatte ich dort von den 12 adoptierten Katzen, die uns dort alle zugelaufen sind, am Schluss nur noch 4 übrig. Die anderen wurden entweder überfahren, totgebissen oder verschwanden einfach. Hier, mitten in der Stadt (Hinterhöfe u. Gärten) leben noch alle Katzen, mit denen wir vor 6 Jahren eingezogen sind. Hat die Katze die ersten drei, vier Jahre überlebt, kennt sie meist alle Gefahren und ist nicht mehr ganz so gefährdet.

  3. Wenn Katze Zugang zum Wald hat, wird sie Dir mit der Zeit viele niedliche kleine Tiere mit nach Hause bringen und sie dort massakrieren. Das ist nicht zu unterschätzen, wenn man da empfindlich ist. Im Sommer kommt es schon mal vor, dass Mieze gleich ein ganzes Nest mit Hasenbabies ausraubt, die dann möglicherweise in Reih und Glied vor Deiner Tür liegen oder hinter dem Sofa um ihr Leben schreien. Jeder Halter, der seiner Katze Freigang gibt, sollte sich dessen bewusst sein.

  4. Kleine Katzen sollte man nicht alleine halten. Am besten sind zwei Geschwister gleichen Geschlechts, die sich gut kennen. Bei zwei Katern kann (muss nicht) es nach ein, zwei Jahren vorkommen, dass einer extrem dominant wird und den anderen mobbt oder bei Freigang den Zugang zum Haus verwehrt. Andererseits gibt es viele enge Katerfreundschaften.

Wie Du siehst, ist einiges mehr zu beachten, als die Höhe der Terrasse. Da Du nach meiner Ansicht sowieso ein Katzennetz brauchst, kannst Du Dir überlegen, ob Du nicht zwei Kätzchen holst und sie nicht raus lässt. Eine 30 qm Terrasse hat nicht jede Katze zur Verfügung. Vielleicht ergibt sich der Freigang dann später doch, z. B. weil die Nachbarn seit Jahren eine Katze haben, die dort draußen herumläuft. So etwas zeigt, dass die Gegend einigermaßen sicher für Katzen ist. Das Beste wäre, die Kleinen wären dort in der Gegend schon geboren und hätten von Mami bereits vieles über mögliche Gefahren gelernt. Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass Dein Liebling eines Tages nicht mehr nach Hause kommt.

Wenn die Dachterrasse 30 qm groß ist und die Katzen zu zweit sind, brauchen sie eigentlich gar keinen zusätzlichen Freigang. Man kann ja die Dachterrasse ein bisschen interessant gestalten (Kratzbaum, Klettermöglichkeiten, Unterschlupfe usw.) Außerdem kannst Du froh sein, wenn das Katzenklo draußen steht und nicht die Wohnung vollstinkt. Das tut es nämlich sogar dann, wenn es regelmäßig gereinigt wird. Man denkt, nur es stinkt nicht, weil man sich dran gewöhnt hat. Aber man sollte nur mal ab und zu die Gäste fragen.

Deshalb bin ich selber auch so glücklich darüber, dass unsere Kittie sich mit einem Jahr entschieden hat, ihr Katzenklo zu ignorieren und sich bei jedem Wetter nur noch draußen zu erleichtern. Und das jetzt schon seit 10 Jahren.

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Katzen sind doch nicht dumm! Sie weiß was sie kann und wird nur springen, wenn sie sich dabei nicht verletzt - das Problem ist eher wie sie wieder reinkommt. Aber wenn eine Leiter dort ist kommt die Katze hoch. Du darfst die Katze natürlich nach einem Umzug nicht nach draußen lassen - auch nicht auf die Dachterrasse. Ein paar Wochen im Haus sind nötig, damit sie auch zurück kommt. :)

Hallo bibsbubs!

Ich habe mir die bisherigen Antworten durchgelesen und denke, dass so viele verschiedene Meinungen Dich vermutlich eher verwirren. Deshalb versuche ich mal, die einzelnen Aspekte anzusprechen.

    1. Das Kätzchen muss das erste halbe Jahr drinnen bleiben. Nachdem es kastriert und geimpft wurde, kannst Du mit ihr langsam die Gegend erkunden. Ich würde es erst mal stundenweise versuchen und dann immer mehr Zeit geben. Daher und aus Gründen, die ich später noch ansprechen werde, empfehle ich ein Katzennetz. Die Konstruktion muss nicht wer weiß wie stabil sein, es dürfen nur keine Lücken zum durchkrabbeln vorhanden sein. Es gibt online günstig Netze in 10m Länge, die man mit Schnur auch miteinander verbinden kann. Als Pfosten in den Ecken und mittig zum Halten (können an der Balkonbrüstung oder am Terrassenzaun/gitter angebracht werden) habe ich früher Metallschienen genommen, die normalerweise an der Wand befestigt werden und in die man Halter für Regalbretter einhängt. Diese Schienen sind recht stabil und haben regelmäßige Öffnungen, an denen man das Netz befestigen kann. (Vorsicht, wenn Miezie noch klein ist, dann passt das Köpfchen noch in die einzelnen Maschen. Daher nie unbeaufsichtigt dort spielen lassen. Nimmst Du Pfosten und Netz in Schwarz, ist das von außen ziemlich unauffällig. Für das Netz und eine evtl. Katzenleiter brauchst Du die Erlaubnis des Vermieters.

    2. Wenn sie erwachsen ist, besteht die Gefahr des Herunterfallens kaum noch. Aber die anderen haben Recht, der Wald ist die eigentliche Gefahr. Ist es nicht nur eine kleine Ansammlung von Bäumen, dann gibt es einen Förster und/oder Jäger, der die Katze erschießen könnte. Ebenfalls gefährlich für unerfahrene Katzen sind Füchse und sogar ältere Artgenossen, die ihr Revier verteidigen. Vor Jahren lebte ich auf dem Land, von dem man denkt, es wäre ideal für Katzen. Tatsächlich hatte ich dort von den 12 adoptierten Katzen, die uns dort alle zugelaufen sind, am Schluss nur noch 4 übrig. Die anderen wurden entweder überfahren, totgebissen oder verschwanden einfach. Hier, mitten in der Stadt (Hinterhöfe u. Gärten) leben noch alle Katzen, mit denen wir vor 6 Jahren eingezogen sind. Hat die Katze die ersten drei, vier Jahre überlebt, kennt sie meist alle Gefahren und ist nicht mehr ganz so gefährdet.

    3. Wenn Katze Zugang zum Wald hat, wird sie Dir mit der Zeit viele niedliche kleine Tiere mit nach Hause bringen und sie dort massakrieren. Das ist nicht zu unterschätzen, wenn man da empfindlich ist. Im Sommer kommt es schon mal vor, dass Mieze gleich ein ganzes Nest mit Hasenbabies ausraubt, die dann möglicherweise in Reih und Glied vor Deiner Tür liegen oder hinter dem Sofa um ihr Leben schreien. Jeder Halter, der seiner Katze Freigang gibt, sollte sich dessen bewusst sein.

    4. Kleine Katzen sollte man nicht alleine halten. Am besten sind zwei Geschwister gleichen Geschlechts, die sich gut kennen. Bei zwei Katern kann (muss nicht) es nach ein, zwei Jahren vorkommen, dass einer extrem dominant wird und den anderen mobbt oder bei Freigang den Zugang zum Haus verwehrt. Andererseits gibt es viele enge Katerfreundschaften.

Wie Du siehst, ist einiges mehr zu beachten, als die Höhe der Terrasse. Da Du nach meiner Ansicht sowieso ein Katzennetz brauchst, kannst Du Dir überlegen, ob Du nicht zwei Kätzchen holst und sie nicht raus lässt. Eine 30 qm Terrasse hat nicht jede Katze zur Verfügung. Vielleicht ergibt sich der Freigang dann später doch, z. B. weil die Nachbarn seit Jahren eine Katze haben, die dort draußen herumläuft. So etwas zeigt, dass die Gegend einigermaßen sicher für Katzen ist. Das Beste wäre, die Kleinen wären dort in der Gegend schon geboren und hätten von Mami bereits vieles über mögliche Gefahren gelernt. Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass Dein Liebling eines Tages nicht mehr nach Hause kommt.

Viele Grüße, boure86

Ich erspare mir gewisse Bemerkungen. Wenn Du die Katze nach Deiner Art hellst ,kannst Du Sie gleich vergessen. Eine Katze kannst Du nie frei laufen lassen. Ich hatte als Kind eine Katze, die konnte draußen rumlaufen. Mein Hund passte auf die Kleinen auf. Ein niedliches Gespann .Eines Tages kam die Katze nach hause, Die Hinterfüße abgeschlagen von einem Tellereisen .Das vergesse ich mein Leben nicht wieder. Der Tierarzt hatte das letzte Wort.

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