Kater miaut/jammert permanent, was kann ich dagegen tun?

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7 Antworten

Hallo bina85,

du musst lernen deinen Kater zu verstehen ! Er meckert nicht, das siehst du völlig falsch. Er redet halt gerne :-) Hast du eine bestimmte Rasse, oder eine Hauskatze ? Warum hat er keinen Artgenossen ? Das ist auch für Freigänger sehr wichtig ! Ich gebe dir mal zwei Infos, die dir sicher weiter helfen.

Allgemeininfo Kommunikation:

Katzen haben ein kompliziertes Kommunikationssystem mit Hunderten von Vokalisierungen und verfügen über ein umfangreiches Repertoire. Die Kommunikation bei Katzen, besteht aus verschiedenen Ausdrucksformen.

Es gibt einmal die Lautsprache, dazu gehört Miauen, schnurren, Knurren, zischen, fauchen, schreien, schnattern/Keckern, gurren und so weiter.

Und die Körpersprache über Augen, Ohren, Schwanz, Nase, Schnurrhaare, Körperhaltung, Pfoten und beißen. Auch Unsauberkeit ist eine Kommunikationsform, mit der die Katzen versucht, dem Menschen etwas mit zu teilen.

Lautsprache:


Katzen miauen z.B. um zu Grüßen, oder Menschliche Aufmerksamkeit einzufordern oder wenn sie Wehklagen. Manche Katzen sind sehr gesprächig, andere miauen nur sehr selten.
Im weiteren ist die Lautsprache übrigens wie bei uns Menschen. Jede Stimme ist einzigartig ! So unterscheiden sich die unterschiedlichen Rassen in ihrem Ton deutlich voneinander. Siamkatzen sind zum Beispiel dafür bekannt, ein merkwürdiges und schrilles Heulen ertönen zu lassen.
Wenn eine ruhige Katze plötzlich zu miauen anfängt oder eine oft miauende Katze plötzlich ruhig ist - ihr normales Kommunikationsverhalten also umschlägt – sollte man bitte schnellst Möglichst zum TA. Denn dies ist ein Hinweis auf eine eventuelle Erkrankung.

Schnurren

Katzen schnurren als aller erstes mal zur Kommunikation. Es ist ein angeborenes Verhalten. Fast alle Katzenarten schnurren, bis auf Ausnahme einiger Großkatzen. Die Katze äußert so ihr Wohlbefinden, ihre Zufriedenheit. Katzen schnurren beim Ein- und Ausatmen, beim trinken und fressen, kuscheln ect. ! Doch die Schnurrerei hat auch einen Haken. In Ausnahmefällen, wie z.B. massiver Stress, schnurrt die Katze um sich selbst zu beruhigen. Das Stress- und Schmerzschnurren kann man bei Geburtswehen, schweren Verletzungen oder auch im Moment kurz vor dem Tot einer Katze beobachten. Wie man sieht, dient das Schnurren einer Katze nicht ausschließlich der Kommunikation zum Ausdrücken von Wohlbefinden, sondern wirkt sich auch auf andere Situationen aus. Es hat also einen Biologischen Vorteil. Ein amerikanisches Forscherteam hat heraus gefunden, das schnurren sich direkt positiv auf die Heilung von Verletzungen auswirkt. Katzen mit Knochenbrüchen heilen unter schnurren besser. Schnurren ist heilsam für Körper und Seele. Das schnurren versetzt den ganzen Körper in Vibration und diese lösen Muskelverspannungen und stärken die Knochen. Ebenso kann Schlafstörungen mindern, Stress-Symptome verschwinden lassen und den Blutdruck senken.

Wie schnurren Katzen ? Ja, wie eigentlich. Da sind sich selbst die Forscher nicht wirklich eins. Die derzeitige herausragende Hypothese erklärt, dass der Schnurrakt aus einer subtilen Umleitung des Atemluftstroms resultiert, für die irgendwie die Anatomie des Kehlkopf eingespannt wird. Das schnurren entsteht durch Reibung der Atemluft am Zungenbein. Das Zungenbein ist ein U-förmiger Knochen unterhalb der Zunge, der durch Bänder und Muskeln aufgehängt ist und ganz, knochen untypisch, nicht mit dem Skelett verbunden ist, aber an den Kehlkopf. Und somit also zur Laut- und Stimmbildung beiträgt. Luft streicht beim Ein- und Ausatmen über die Stimmbänder hinweg. Der Luftstrom wird durch die Kehlkopfmuskulatur bis zu 30 Mal in der Sekunde unterbrochen. Der Zungenbeinapparat ist bei Klein- und Hauskatzen, sowie bei Geparden vollkommen verknöchert, was eben die Vermutung nahe legt, das es dadurch zum schnurren kommt.
Übrigens: Beim Schnurren einer Katze entstehen Vibrationen von 27-44 Hz Beim Einatmen rund 25-28 HZ, beim Ausatmen 27-40 Hz.

Knurren, Zischen, fauchen: dies sind meist Zeichen der Aggression oder auch Wut.
Schreien: Katzen die große Schmerzen leiden, können regelrecht schreien.
Schnattern/Keckern: dies hört man oft, wenn Katzen etwas sehen was sie fangen möchten, dies aber nicht in Reichweite ist. Bei reinen Wohnungskatzen fällt das oft auf, wenn sie auf der Fensterbank sitzen und draußen Vögel fliegen sehen.

Körpersprache:

Der sogenannte und allen bekannte Milchtritt gehört z.B. zur Körpersprache. Den Milchtritt behalten ALLE Katzen ein Leben lang bei.

Mit dieser Instinkthandlung, durch tretelnde Bewegung an der Zitze, regen Kitten den Milchfluss beim säugen an. Daher der Name Milchtritt.
Wenn eine Katze sich wohl und Zufrieden fühlt, bearbeitet sie ihren Menschen oder einen Gegenstand mit diesen tretelnden Bewegungen. Der Milchtritt wird auch oft von lautem schnurren begleitet. Ein weiteres Anzeichen, das sich die Katze Sicher und geborgen fühlt.

Im weiteren dient der Milchtritt auch der Reviermarkierung. Mit den Duftdrüsen an der Pfoten Unterseite, gibt die Katze ihre Pheromone ab. So kennzeichnet die Katze z.B. ihren Menschen oder einen Gegenstand mit ihren Duftstoffen, um ihn als ihren Besitz zu markieren.

Zum Thema Körpersprache bei Katzen:
http://www.diesunddas.de/Katze\_verhalten.htm

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Allgemeininfo Einzelhaltung:

Das Katzen Einzelgänger sind, ist leider noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube. Studien belegen, das Katzen die Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Einzig auf der Jagd, sind sie wirklich lieber alleine. Freilebenden Katzen bilden sogar, freiwillig, große Kolonien in denen sie zusammen leben. Auch Hauskatzen pflegen draußen soziale Kontakte.

Natürlich gibt es vermeintliche Einzelgänger, denen Artgenossen nicht all zu viel bedeuten oder die in einer Gruppe einfach nicht Fuß fassen können. Doch diese haben, meist schon in der Prägezeit, eine sehr tiefe und enge Bindung zu Menschen aufgebaut, oder ein Traumatisches Erlebnis im zusammen leben mit Artgenossen erlitten und sind absolute Ausnahmen. Und selbst diese „Einzelgänger“ pflegen, auf ihre Art und Weise, draußen soziale Kontakte.

Eine Katze in Einzelhaft, vor allem noch schlimmer wenn es eine reine Wohnungskatze ist, wird mit großer Sicherheit auf kurz oder lang, Verhaltensauffällig.
Auch die Meinung, Katzen kann man lange alleine lassen, ist seit Jahrzehnten veraltet. Katzen stumpfen mit der Zeit ab und vegetieren eher vor sich hin, wenn sie zu viel alleine gelassen werden. Selbst wenn der Besitzer viel zu Hause ist, ist es kein Vergleich zu einem Spielgefährten mit dem man raufen, toben und spielen oder auch mal Kräftemessen kann. Das was Katzen untereinander teilen, können wir Menschen ihnen niemals geben.
Bitte ermögliche deiner Katze Gesellschaft durch einen Artgenossen !

Alles Gute

LG

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Meine Rosi ist auch absolut mitteilungsbedürftig, eine richtige Labertasche. Wenn ich sie dann wirklich verstanden habe, weil es ja noch längst nicht egal ist, was ich antworte, freut sie sich immer oder mault weiter, bis ich endlich auf die Lösung gekommen bin. Mein Paul hingegen ist der Schweigsame, auch wenn er inzwischen schon mal das eine oder andere "Miau" von sich gibt.
Beide sind schon älter, beide waren schon immer so. Da sind Katzen ganz unterschiedlich, und Du wirst es auch nicht ändern können. Vielleicht kannst Du ja irgendwann "kätzisch" und Dein Kater freut sich, daß Du ihn endlich verstehst. LG

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Das ist Langeweile... Hat mein Kater auch gemacht als er 2/3 war. Obwohl er ebenfalls genug Auslauf etc. hat. Vielleicht musst du mehr Zeit mit deinem Kater verbringen. Wenn das nciht möglich ist kannst du es so machen wie ich: der Katze beibringen dass sie nachts anstatt tagsüber draußen ist. Dann schläft sie großteils am Tag oder hat meistens garkeine Lust rum zu meckern. Das heißt aber nciht dass du nciht mit ihm spielen kannst weil er so müde ist. Ich würde es nur etwas "ruhiger" bezeichnen. Nächst draußen sein hat auch Vorteile : zB fahren kaum Autos -> kaum Gefahr . Fast alle Katzen sind nächst draußen das heißt er hat Vllt auch Artgenossen mit denen er spielen kann. Hoffe ich konnte dir helfen. Wenn nciht dann glaub mir das legt sich mit der Zeit wieder

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Evtl. hat er ja schmerzen, oder wenn ihm wirklich langweilig ist, hast du schon mal ein Wollknoll ausprobiert?

Oder doch sogar einen Artgenossen.

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:43

Wie gesagt: Spiele findet er doof. Ich hab alles versucht. Sogar einen Parcours durch die Wohnung gemacht, damit er auf erkundungstour geht - hat alles nichts genutzt. Und Kumpels hat er jederzeit draussen. Er hat sogar seinen eigenen Bro, den er abholen geht.

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:50

Schmerzen kann ich bereits ausschliessen. Er ist glücklicherweise gesund. Danke

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Schaff ihm einen Spielkameraden an.

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:38

Hat er sehr viele draussen. Das kann ich ausschliessen.

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:47

Er ist di Diva unter den Katern 😏.

... Und ich dachte wer die Miete bezahlt dar quasseln so viel man will. Aber bei ihm komm ich nicht zu Wort 😆.

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vielleicht will dein kater ja einen artgenossen xD kann das sein ? und jede katze ist anders.

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:40

Artgenossen hat er draußen. Und mit denen funktioniert es gut

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Kommentar von bina85
29.03.2016, 11:44

Danke trotzdem für deine Hilfe 🎀

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Vielleicht solltest Du ihm mal eine Maus servieren...

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