Karten legen lassen und Christ sein, paßt das zusammen?

13 Antworten

Ich weiß nicht wie das die Gruppe der Christen sieht und ich weiß nicht wie das die Gruppe der Kartenleger sieht.

Ein Außenstehender könnte allerdings für beide Gruppen einen Überbegriff verwenden, denn beide gehören zu den Anomalisten.

Insofern passt es also. Ob die beiden Gruppen sich auch untereinander gut finden - ich weiß es nicht.

Ich finde Deine Antwort für Christen eine große Beleidigung! Erhebe Dich nicht über andere. Ich würde mir auch nicht anmaßen, über Atheisten zu urteilen.

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@Frohnatur

Hallo Frohnatur. Die Feststellung, dass sowohl Kartenleger als auch Christen zu den Anomalisten gehören ist keine Beleidigung und auch kein Urteil und schon gar nicht anmaßend. Es ist eine sachliche Aussage. Die Definition trifft eben auf beide zu. Allerdings habe ich gemerkt, dass Angehörige der einen oder anderen Gruppe es schon als beleidigend empfinden, wenn man ihren Glauben nicht teilt. Ähnlich verhält es sich, wenn Kaiser und Könige als "Menschen" (nichts besseres und nichts schlechteres) bezeichnet werden. Das könnte von jenen als Abwertung empfunden werden, weil sie sich selbst über den Menschen sehen. Mit Vernunft ist dieses Eingeschnapptsein nicht nachzuvollziehen.

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@Ignatius

....Aber als Fakt anzuführen, Kartenleger und Christen würden zu den "Anomalisten" gehören (also sie seien "a-normale" Menschen), IST doch ein Urteil - und zwar ein einseitiges und negatives - und daher auch tatsächlich beleidigend?? Beleidigend ist nicht der Punkt, dass man ihre Ansichten persönlich für Quatsch hält - sondern dass man diese Menschen als "a-normal" betitelt.

Warum schreibst Du nicht statt dessen: "Viele Menschen glauben an Gott oder legen Karten - ich persönlich halte beides für großen Blödsinn."?? Es ist ein entscheidender Unterschied, ob ich sage: "Ich halte Dich für dumm" (persönl. Meinungsäußerung) - oder "Du bist dumm" (allgem. Verurteilung).

Menschen glauben und tun generell alles Mögliche, sie neigen zur Suche nach allem Möglichen und beschäftigen sich mit allem Möglichen - und sie fühlen sich von allem Möglichen angezogen: Milliarden von Religion, Millionen von Esoterik - und auch politische Ideologien, die Wissenschaft, die Magie, die Kunst etc. etc sind Bereiche, die Menschen zur Beantwortung ihrer vielen Fragen und zur Befriedigung so vieler unterschiedlicher Bedürfnisse in ihrem Leben (be-)nutzen.

Ich habe gezielt einen unsortierten Mix aus "seriös anerkannten" und gesellschaftlich "verpönten" Bereichen aufgezählt, um zu zeigen, dass beinahe jeder Mensch sich irgend welchen Vorstellungen und Bildern zuordnet und sich von ihnen Klärung und Erkenntnis, Halt, Trost oder Sicherheit erhofft - dies alles sind keine "A-normalen"... Dies sind ganz "normale" Menschen - WEIL Menschen solche Dinge tun - dauernd, immer wieder und überall auf der Welt.

Genau genommen empfinden es sicher die Wenigsten als beleidigend, wenn jemand ihre Ansichten einfach nur nicht teilt - Es schafft aber Probleme, wenn Kritiker und Zweifler dies unter Weglassen jeden Respekts und ohne jede sachliche Distanz demonstrieren.

Ich z.B. halte nicht sehr viel von der christlichen Kirche und hätte auch meine Argumente dazu - aber ich kann sehr gut nachvollziehen, was Menschen bewegt, sich einer Religion oder Kirche anzuschließen und ihr im eigenen Leben einen großen Platz einzuräumen. Solange bei einer Sache, sei es Religiosität oder die Beschäftigung mit Kartenlegen, nichts geschieht, das anderen Menschen Schaden zufügt oder andere negative Dinge bewirkt, kann ich doch gar nichts gegen das Eine oder Andere haben und muss mich also weder aggressiv noch beleidigend äußern.

Diskussionen über den Sinn oder Unsinn, das Richtig oder Falsch des Einen oder Anderen können erst dann sinnvoll geführt werden, wenn die Vertreter beider Seiten ein Mindestmaß an Respekt, Offenheit und Neugierde füreinander mitbringen. Leider schreiben zu solchen Themen hier sehr oft Leute, die sich weder mit Religion noch mit Esoterik auch nur interessehalber jemals einmal befasst haben.

An dieser Stelle kommt dann oft die obligatorische Frage: "Aber wieso soll ich mich denn mit einer Sache befassen, die ich sowieso für Blödsinn halte??!".... Dann kann man aber irgendwie auch nicht mitreden.

Ein indianisches Sprichwort sagt: "Beurteile niemanden, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokkassins gegangen bist."

Ein Mond, das ist eine lange Zeit. 28 Tage nachdenken über ihn, seine Beweggründe nachvollziehen, sein Leben beleuchten und die Inhalte seiner Überzeugungen studieren - und dann erst urteilen? Warum nicht! Fairer wäre es.

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Da kann ich doch nur mit einem breiten Grinsen antworten: ich finde, es passt gut zusammen. Beides gehört in das Reich der reinen Phantastereien. Wer an das eine glaubt der kann auch an das andere glauben.

Du bist ein merkwürdiger Agnostiker.

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Ich halte Kartenlegen für reinen Blödsinn. Es ist ein "Sich-aus-der-Verantworttung-Stehlen" für das eigene Leben und für sein Handeln, wenn man sich nach so etwas richtet. Und, gibt es da nicht ein Sprichwort "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott"? Insofern widerspricht es auch dem christlichen Glauben; aber als Spielerei Ist es doch vielleicht so witzig wie das Bleigießen zu Silvester. Und dann hat es nichts mit dem Christentum zu tun.

Warum soll es nicht zusammen passen?

Gott hat uns alle Möglichkeiten gegeben, um Erfahrungen zu machen. Er hat sogar erlaubt, dass sich verschiedene Religionen instutionalisieren. Es gibt Hellseher, Schlngenbeschwörer, religiöse Fanatiker und was weiss ich noch was.

Probleme entstehen erst im Umgang mit dem jeweiligen Ding.

Gute Kartenlger wissen auch ohne Karte, was Sache ist. Die Karten dienen nur dem Zweck das ganze sichtbar zu machen.

Wenn ich von A nach B mit dem Auto fahre, kann ich versuchen, ohne Hilfsmittel mit dem Auto dahin zu kommen und frag mich durch. - Als Kartenleger benutze ich meine Karten in Form eines Navi-Gerätes. Oder wo ist da der Unterschied. ?

Die meisten Menschen leben ohne Navi...

  • Warum soll es nicht zusammen passen?

Weil es aus zwei gegensätzlichen Quellen schöpft. Gott meint es gut. Deshalb möchte er nicht, dass wir von seinem Gegenspieler betrogen und belogen werden.

Anders gesagt: Warum sollte ich zu Schmidchen gehen, wenn ich Schmidt fragen kann?

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ab und an geh ich als christ auch zum hellseher. aber im grunde genommen denke ich nicht das gott wollte das wir wissen was passiert (ganz abgesehen davon ob man überhaupt in die zukunft sehen kann). gott hat viele schöne positive sachen für dich auf deinen lebensweg gelegt und dir auch manche hürden gestellt die du überwinden musst. lass ich einfach überraschen.

Als Christ war es Jahrhundertelang schicklich die Karten nebst Kartenleger zu verbrennen. Soviel dazu.

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@Solipsist

Schicklich vielleicht, aber nicht von Gott befohlen - im Gegenteil.

Sowas kommt dabei raus, wenn Du nicht säuberlich zwischen dem "Christentum" der Bibel und dem, was die Menschen daraus gemacht haben, trennst!

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@heikephs

Das ist nun mal das Problem. Wenn man die Bibel wörtlich nimnmt, widerspricht sie sich ständig. Legt man sie in irgend eine Richtung aus, weiß man nie ob es auch im Sinne des "Erfinders" ist.

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@Solipsist

Lies mal die Samuelbücher, dann weißt Du, was Gott über Götzen(-diener) denkt.

Wir sollen uns davon fernhalten, weil es nicht gut für uns ist.

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