Karikatur von H. E. Köhler, 2-3 Bild Symbol?

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3 Antworten

Ich finde, dass man das so nicht sagen kann, die Sowjetunion an sich taucht in der Karikatur ja gar nicht auf.

Ganz wichtig für diese Karrikatur ist, dass sie aus dem Jahr 1949 ist. Sie zeigt also in denunteren beiden Bildern wie sich der Karikaturist die Zukunft vorstellt.

Ich sehe da eine eine immer stärker werdene Abgrenzung von einander (wachsende Mauer und Stacheldraht), ein Abwenden von einander (Text & Körpersprache: nacheinander greifend → voneinander abgewand) und eine Entwicklung Richtung USA & Kapitalismus (Anzug & US-Flagge auf der Mütze) bzw. Sowjetunion & Komunismus (Uniform/schlichte Kleidung & Komunistenstern). Auffällig ist auch, dass vorallem im 2. Bild der linke Michel besser ausgestattet ist als der rechte Michel.

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Chiisai 02.06.2016, 06:47

Ja das weiß ich und hab ich alles, aber das hilft mir bei meiner Frage nicht weiter

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Myrine 02.06.2016, 10:12
@Chiisai

Okay, ich schreibe es dir noch mal direkter auf:

Nein, für deine Interpretation sehe ich keinerlei Anhaltspunkte, sie rein spekulativ und passt nicht zur allgemeinen Aussage der Karikatur.

Von Bild 2 auf Bild 3 will der Karikaturist eine weitere Entwicklung vom anderern weg und zum Komunismus hin darstellen und genau das ist auch der Zweck vom Wechsel der Symbole.
Das Symbol Hammer und Sichel hat seinen Ursprung definitiv in der Sowjetunion (Arbeiter und Bauern), wärend der fünfzackige rote Stern allgemein für den Kommunismis steht (leuchtet auf dem Weg in die Klassenlose Gesellschaft, die fürf Kontinente). Also hat der Michel im zweiten Bild die Idee noch von der Sowjetunion übernommen oder aufgedrückt bekommen, während er im dritten Bild im Komunismus aufgegangen ist.

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Nein, in meinen Augen ist das völlig anders gemeint. Die Westdeutschen hatten den Eindruck, das sich die Menschen im Osten durch den Einfluss der Sowjetunion  zu sehr verändern, also zu gläubigen Kommunisten werden und nichts mehr mit ihren Verwandten im Westen zu tun haben wollen   Als Ossi kann ich dir versichern, das das aber keineswegs der Fall war. In der DDR hat man versucht uns einzureden, die Russen sind unsere Freunde, die Leute in der BRD sind unsere Feinde. Das hat nie geklappt und konnte auch nie klappen. Man kann ein Volk nun mal nicht dazu bringen, die eigenen Verwandten zu hassen oder abzulehnen. Und ehrlich gesagt. Ich habe in meinem ganzen Leben keinen Russen persönlich kennengelernt, obwohl ich bis zur Wiedervereinigung. DDR-Bürger war. Aber wir hatten viele Verwandte und auch Bekannte im Westen, die regelmässig zu Besuch kamen oder Pakete schickten. Für uns war das immer etwas ganz Besonderes, wenn die Tante aus dem Westen zu Besuch kam oder ein Paket schickte.  Und es war natürlich auch der Verdienst der westdeutschen Fernsehsender, damals gab es nur 3 (ARD, ZDF, jeweiliges 3. Programm des Bundeslandes) das das DDR-Regime es nicht geschafft hat, uns gegen die Leute in der Bundesrepublik aufzuhetzen. 

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Myrine 02.06.2016, 02:33

Das kann ja durchaus so gewesen sein oder zumindest ist das dein Eindruck von der Geschichte, aber wo machst du das an der Karikatur fest? Man muss mit der Aussage einer Karikatur ja nicht einverstanden sein ;)

Zu sehen ist, dass beide Seiten von einander getrennt werden, dass beide Seiten sich voneinander abwenden und beide die andere Seite als Ausland bezeichnen.

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Chiisai 02.06.2016, 06:48
@Myrine

Ja, dass das zu sehen ist ist wahr, aber das hilft mir hier nicht wirklich bei der frage

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Myrine 02.06.2016, 10:49
@Chiisai

Ich wollte hier nur aufzeigen, dass Woropas Aussage nichts mit der Karikatur zutun hat. Er schreibt, dass die Westdeutschen den Eindruck hatten, dass sich die Menschen im Osten durch den Einfluss der Sowjetunion zu Kommunisten wurden, dass aber definitiv, überhaupt und ganz und gar nicht stimmt.

Diese Aussage ist in der Karrikatur aber nicht zu sehen, sondern eben das, was ich geschrieben haben. Wobei du Chiisa mir ja anscheinend auch zustimmst.

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Chiisai 02.06.2016, 06:47

Danke, das hat mir wirklich geholfen

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Die Interpretation ist einfach:

Die drei unterschiedlichen Stadien der Entfremdung werden hier dargestellt.

1. Der Verlust der Verwandten und Freunde durch die Teilung.

2. Die bereits fortgeschrittene Entfremdung. Briefe werden noch geschrieben. Der Ossi ist bereits indoktriniert (Michel mit Hammer und Sichel auf der Mütze. Der Wesse lehnt sich bequem mit Michel-Mütze in seinem Wohlstandssessel zurück und raucht seine Pfeife.

3. Da war doch noch etwas: Ach ja, Verwandte haben wir noch im Osten,. bzw. im Westen. Der Ossi ist umgekrempelt und jetzt mit  Stern auf der Mütze. Gibt seine Einstellung an sein Kind weiter.
Der Wessi ist fett geworden, raucht seine Wohlstandszigarre, aber sonst so geblieben, wie er immer war !!!!!!!! Genau das vermittelt ER seinem Kind
Der Ossi hat sich verändert, weil die bösen Russen ihn "verbogen" haben.:)

Das 4. Stadium kann sich jeder selbst denken, je nach Lust, Laune und persönlichem Stand der Aufarbeitung.

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57cihan57 12.06.2016, 19:59

Was kann man beim 4 stadium einzeichnen?

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