Karate/Kampfkunst schön und gut, aber was bringt es im Kampf?

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8 Antworten

Okay, du hast also per Internet Techniken geübt... hast du nicht. Nichts gegen dich, aber du hast vor deinem PC rumgehampelt. An den Techniken in der Kampfkunst ist mehr dran, als man auf den ersten Blick sieht. Ohne jemanden, der vor Ort ist und dich verbessert hast du keine Chance, irgendetwas Vernünftiges auf die Reihe zu bekommen. Mein Sensei zum Beispiel kann jeden Schwarzgurt, egal wie technisch fortgeschritten er ist, bei den elementarsten Techniken noch korrigieren. Denn das Ziel ist die Perfektion, beziehungsweise der Weg dorthin (weil man eben niemals perfekt werden kann), und da gibt es immer noch etwas zu lernen.

Und wenn man ebendiese Techniken dann jahre- oder jahrzentelang immer wieder trainiert, dann, glaub mir, kommen die im Ernstfall ganz automatisch und präzise. Und das, was man in Filmen als "Karate" oder "Kampfkunst" sieht ist durchgestylter Müll. Echte Kämpfe von richtigen Kampfkunst-Experten können innerhalb von Sekunden und mit einer einzigen, simplen Technik vorbei sein. Das ist fürs Kino bzw. den Zuschauer natürlich ätzend langweilig, da baut man lieber jede Menge spektakuläre Sachen mit ein. Alles nur Show ;)

Außerdem, wie meine Vorredner schon sagten, erlernt man eine Kampfkunst nicht, um andere besiegen zu können, sondern sich selber. Das heißt so viel wie sich unter Kontrolle zu haben, körperlich, aber auch mental (also gar nicht erst auf Provokationen einzugehen) und seine eigenen Grenzen zu überwinden (im Training nicht gleich jammern "ich kann nicht mehr", sondern Zähne zusammenbeißen und weitermachen). Das höchste Ziel ist die Perfektion des Charakters. In einem vernünftigen Dojo werden nicht nur Techniken gelehrt, sondern auch Respekt, Höflichkeit, Disziplin, Demut und solche Dinge, was einem im Alltag sehr viel bringt. Wer bei uns z.B. ein super Techniker ist, jede Meisterschaft gewinnt und so weiter, aber ein A****loch, der wird niemals einen hohen Gürtelgrad erreichen, da eben die geistige Reife fehlt, diesen Grad repräsentieren zu können.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen :)

Tengen 25.10.2012, 15:13

Das wäre dann das gewesen wofür ich mal wieder zu schreibfaul war um es zu erläutern :-)

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Auch wenn man jetzt lange ausholen könnte zu gewissen Punkten die du ansprichst (Techniken aus dem Internet lernen, Warum überhaupt Prügeln, etc.) will ich mal nur ganz knapp auf deine Frage antworten:

Es stimmt, dass Kampfkünstler dazu neigen viele Techniken zu lernen die sie vielleicht nie brauchen oder gut genug beherrschen um sie anzuwenden in einer realen Situation. Unser Meister sagt immer: "Für reine Selbstverteidigung sollte man 1-2 Techniken haben" Einfach und umkompliziert. Die man, egal in welcher Situation, raushaun kann. Einfach nur diese Sachen trainieren, trainieren und nochmals trainieren. Bis sie in Fleisch und Blut übergehen.

Aber: Eine Kampfkunst ist eben nicht nur das. Viele Techniken beinhalten weit mehr und wer lange genug trainiert, wird sicher auch in der Lage sein sie anzuwenden. Ich will mir nichts vor machen. Bei einem Konflikt würde ich auch in erster Linie meinen Fäusten vertrauen, aber die wenigstens Kämpfe fangen so an, dass man sich mit erhobenen Händen gegenübersteht.

Du hast vollkommen recht, dass ein echter Kampf meistens nciht schön aussieht und shcon garnicht wie im Film. Aber das heißt nicht, dass Kampfkunst Quatsch ist.. :-)

Hi

Da bringst du aber einiges durcheinander oder noch schlimmer: Du hast das mit de,m erlernen einer Kampfkunst gar nichts verstanden. Es geht doch nicht darum, das du jetzt kämpfen kannst. Es geht darum zu wissen, das du kämpfen könntest. Dein eigentliches Ziel ist es dem Kampf aus dem Weg zu gehen. Ich gehe aber mal davon aus das du das gerade nicht verstehst. Immerhin glaubst du ja auch das echte Bewegungsabläufe wie eine Choreografie in Filmen aussieht. ; )

Gruß Nino

Gruß Nino

hi there, eine ganze menge. sie bringt dir nicht nur die fähigkeiten der gegenwehr sondern auch das selbstvertrauen zur gegenwehr. die techniken selbst, kannst du je nach bedarf einsetzen, sofern du die philosophie der von der gewählten kampfkunst verstanden hast. dabei ist es irrelevant, ob du jeden handgriff 100%zig beherrscht. relevant ist, dass du sie zu deinen gunsten und variable einsetzen kannst. die übung in der kampfkunst....hilft dir das wesen des kampfes zu verinnerlichen....das ist das ganze geheimnis und das hilft dir dann auch weiter.

Nazarfakker10 24.10.2012, 19:06

Intressant, über die Philosophie der Kampfkunst habe ich nicht drüber nachgedacht.

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Man träniert, um sich zu verteidigen. Indem man solche szenarien übt damit man solche adrelanin "rausche" besser kontrollieren kann und das man sich besser unter konntrolle hat.

Coach358 24.10.2012, 19:03

arbeite mal an deiner Rechtsschreibung sonst hast aber auch du recht.

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Manmanman,so ne Frage kann nur von einem Strassenprügler kommen. Ersteinmal kannst Du kein richtiges Traditonelles SportKarate im Internet erlernen! Ich machs kurz: Karate bedeutet. Leere Hand...also Waffenloses kämpfen.Die Techniken die man erlernen kann,werden im Kihon ( Grundschulbasis)gelehrt. Wenn Du Dir mal einen richtigen Karatekampf anschaust,mach mal auf Zeitlupe und Du wirst erkennen Das nicht alles vergessen wird,sondern die techniken angewendet werden.Aber auch die Richtige Atmung und Körperrotation spielt eine Wichtige Rolle,die man lange erlernen muss. Das ist alles nicht einfach zu erklären,man muss es selbst fühlen. Und im Film muss alles echt gut aussehen,und wenn der andere schlägt wartet der andere ab.. Aber zu guter letzt, Karate unterscheidet sich zwischen Traditionellem Sportkarate oder sich auf der Strasse wehren ohne Waffe ohne geschultes Wissen.Das ist alles Karate. Ich selbst mache seit Jahren Shotokan Karate und habe mich immer nur mit meinen Miitschülern messen können.Als ich dann aber mal auf der Strasse angegriffen wurde,und der Angreifer innerhalb 4 sek.lag und länger liegen blieb,dachte ich mir,,,mensch das funktioniert ja wirklich.... Also,immer aufpassen wen man so angreift,könnte der falsche sein!

Du lenrst dich in einem Kampf auch ruhiger zu verhalten als wenn du jetzt nur mit deinen Händen rumplatscht. Also konzentrierter zu reagieren. und sonst stimme ich GingkoVee zu !

Was du im Training lernst, ist oft anders als auf dem Platz.

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