Kann Wasserstoff wirklich der Treibstoff der Zukunft sein?

6 Antworten

Wasserstoff hat eine ziemlich geringe Energiedichte (Energie pro Masse) im Vergleich zu klassischen Treibstoffen, ist aber durchaus explosiv. Die Herstellung ist alles andere als billig. Es wird gelegentlich aus fossilen Energieträgern hergestellt, in aller Regel aber mit elektrischer Energie. Dabei entstehen bei der Herstellung und der nötigen Verdichtung erhebliche Verluste. Damit ist Wasserstoff als Energieträger erheblich teurer als elekrische Energie, die den Ausgangspunkt bildet. Bei der Rückverwandlung der chemischen Energie in elektrische Energie per Brennstoffzelle entstehen natürlich keine Schadstoffe. Da der Wasserstoff an sich in diesem Kreislauf dabei nicht verbraucht wird, ist er natürlich unbegrenzt verfügbar. Der Wasserstoff dient dabei lediglich als ein aufwendiger, transportabler Energiespeicher: Elelekrische Energie - chemische Energie (Wasserstoff) - elekrische Energie. Das gleiche lässt sich mit geringerem Risiko (Explosion) auch mit Akkumulatoren (kurz Akkus) bewerkstelligen, z.B. bei Elektro-Autos. Entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil ist Wasserstoff keine alternative Energiequelle neben Dieselöl oder Erdgas, sondern nur ein Mittel zur Energie-Zwischenspeicherung, wie z.B. der Akku.

Entschuldigung, da ist noch eine Frage offen geblieben: Wasserstoff ist nicht kompatibel mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Theoretisch könnte man Wasserstoff-Verbrennungsmotoren bauen, was sich offensichtlich nicht als technisch sinnvoll erweist. Man verbrennt stattdessen den Wasserstoff in Brennstoffzellen, um mit der gewonnenen Elektroenergie Elektrofahrzeuge anzutreiben. Die sind leiser und wesentlich komfortabler zu fahren. Die Elektromotoren lassen sich auch direkt an die Antriebsräder bauen.

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Wow, eine Menge Fragen. Mal sehen...

Wasserstoff steht theoretisch endlos zur Verfügung, allerdings gebunden in Wasser. Es entstehen bei der Verbrennung tatsächlich KEINE Abgase, nur Wasserdampf. Die Herstellung ist relativ einfach durch Elektrolyse. Wasserstoff ist als Gasgemisch mit Sauerstoff hochexplosiv und nicht kompatibel zu herkömmlichen Benzin-/Öl-Verbrennungsmotoren. Durch spezielle Umbaumaßnahmen geht es aber dann. Die Aufbewahrung von Wasserstoff ist nicht problematischer als die von Benzin. "Flüchtig" heisst nicht, das es unproblematisch ist, das hat damit gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Flüchtig heisst, das sich ein Stoff von selbst ausgast, er "verschwindet" also in die Luft. Dabei entstehen o.g. hochexplosive Gasgemische.

Die ultimative Lösung könnte Wasserstoff dann werden, wenn man ausreichend Solar-Strom-Kraftwerke gebaut hat, um die Elektrolyse durchzuführen. Denn dazu wird mehr Strom benötigt, als man im Verbrennungsvorgang an Energie wieder herausholen kann.

Ist Wasserstoff selten ?Also gibt es Wasserstoff nur in Verbindungen?

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@tortelinchen

Wasserstoff ist der größte Anteil an den Weltmeeren. Die Herstellung aus Wasser mittels Elektroenergie (Elektrolyse) ist sehr teuer, und bei der energetischen Verwendung (Verbrennung) wird wieder Wasser frei, das Ausgangsprodukt. Der Sauerstoff ist dabei nur ein Zwischenspeicher und wird nicht verbraucht. Deshalb steht er unbegrenzt zur Verfügung. Als Zwischenspeicher wohlgemerkt, nicht als Rohstoff!

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jo also: wasserstoff verbrennt in der sonne, steht (unendlich würde ich nicht so sagen. man meint damit, dass es im mehr so viel wasser gibt.) zur verfügung. ist eigntlich nur gefährlich wenn man es anzündet. was den enregiegehalt betrifft: im neuen wdw (wlet der wunder, echt gute zeeitschrift) steht, dass man bei der kernfusion, aus einem liter meerswasser genausoviel energie frei wird wie bei 316 liter erdöl. wasserstoff ist ja eig. nur verdampftes wasser.

FALSCH FALSCH FALSCH ABER EGAL ; NE?

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