Kann mir jemand was zu anne Franks Gefühlen erzählen? Ich habe heute noch die Lektüre Zuende gelesen jedoch würde mich es interessieren was ihr darüber denkt?

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2 Antworten

Guten Abend :)

Anne beschrieb sich selbst als "Ein Bündelchen
Widerspruch". Sie war ein sensibles und intelligentes Mädchen,
allerdings konnte sie sehr aufbrausend sein, hatte oft
Stimmungsschwankungen (üblich in der Pubertät) und nahm nie ein Blatt
vor den Mund. Sie verspürte im Hinterhaus den wunsch nach Freiheit, war
stets wach und lebensfroh. Sie wollte kein beschränktes Leben führen,
sondern etwas erreichen.

Als Anne vor dem Krieg noch zur schule
ging, war sie sehr fleißig, aber schlecht in mathe. Ihr Lieblingsfach
war Geschichte, besonders hat sie sich für griechische Mythologie
interessiert. Sie war begabt im Schreiben und las gerne. Neben dem
Tagebuch erfand Anne auch fiktive Geschichten. Sie wollte in Paris
Journalismus studieren und dann Journalistin werden.

Vor dem
Krieg spielte sie mit ihren Freundinnen gerne Tischtennis und sammelte
Bilder von Filmstars. Sie war immer ein sehr aufgewecktes Mädchen und
etwas frühreif. Bevor sie untertauchten haben Jungs und Beziehungen eine
große rolle in ihrem Leben gespielt. Viel Zeit hat sie damit verbracht,
über ihre Freunde nachzudenken und sich über ihre Liebe gedanken zu
machen. Auch im Hinterhaus hat sie sich, wie du weißt, verliebt. Am
Anfang hielt sie ihn für einen "langweiligen und schüchternen Lulatsch,
von dessen gesellschaft nicht viel zu erwarten ist" und für einen
Dummkopf. Dann verbrachten sie mehr Zeit alleine und waren häufig zu
zweit auf seinem Zimmer, Anne suchte fortan öfter Peters Gesellschaft
auf. Bald war sie aber nicht mehr einverstanden mit seinem Charakter,
ihre Verliebtheit ließ nach. Vielleicht lag es auch daran, dass sie
gezwungenermaßen so extrem viel Zeit miteinander verbringen mussten und
eingeengt waren.

Mit ihrer Mutter kam Anne nicht so gut klar.
Sie fühlte sich von ihr nicht verstanden und glaubte, sie würde immer
ihre Schwester Margot bevorzugen. Ich hatte beim lesen manchmal das
Gefühl, dass sie ihre Mutter richtig hasste. Ihren Vater bewunderte sie,
mit ihm verstand sie sich prima. Er war ihr Vorbild und sie schätzte
seine Meinung sehr.

Ich hoffe sehr, ich konnte dir helfen. :D

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Kommentar von MrsScamander
20.01.2016, 20:28

Ach ja: Anne glaubte stets an das Gute im Menschen und war ein Mädchen voller Träume und Hoffnungen.

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Eventuell helfen Dir die Aussagen von Melissa Müller weiter:





Oder schau Dir den kompletten Film an:





Ganz interessant sind sicher in dem Zusammenhang auch die folgenden Bücher, da wird vieles ja noch genauer beschrieben, als es in einem Film darstellbar ist:

Melissa Müller  Das Mädchen Anne Frank - Die Biografie 


Willy Lindwer    Anne Frank, die letzten sieben Monate
                         Augenzeuginnen berichten


Selbst denk ich mir immer, dass wir alle froh sein können, nicht in der damaligen Zeit leben mussten. Bei mir in der Verwandtschaft gibt es einige, die sehr unter der damaligen Lage zu leiden hatten.

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