Kann man sich aus dem Wählerverzeichnis austragen lassen?

7 Antworten

Kann man sich aus dem Wählerverzeichnis austragen lassen ?

Nein.

Wenn ja wie geht dies von statten ?

Gar nicht.

Werden dafür Gründe benötigt ?

Nein, weil kein Grund "ausreichend" wäre.


Du kannst aber einfach die Wahlbenachrichtigung nehmen und daraus ein Schiffchen falten, das du dann auf dem Fluss schwimmen lässt. Denn auch wenn du im Wählerverzeichnis registriert bist (und bleibst), gibt es keine Pflicht zur Wahl.

D kannst ja auch nicht deinen P. Ausweis zurückgeben. Geh mal zum Meldeamt und trage dein Wunsch vor.

Das Wahlrecht ist ein Grundrecht in einer Demokratie und das ist gut so. Du kannst es wahrnehmen oder auch nicht (freie, gleiche und geheime Wahl). Du verschwindest aus dem Wählerverzeichnis, wenn Dir die Bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden. Nicht gerade erstrebenswert, meine ich.

Das Wahlrecht ist ein Grundrecht in einer Demokratie und das ist gut so.

Wählen kommt von "Wahl haben", porki678. Welche Wahl hat man denn in diesem Land? Ich kann die extrem Konservativen (CSU), die Konservativen (CDU, GRÜNE, SPD) und die ein bisschen Konservativen (FDP) wählen. ... Und dann?

Was aber, wenn ich gar nicht konservativ wählen will? Was, wenn ich einen höheren Anspruch als die APPD habe? Was, wenn die Bibeltreuen Christen mich mal kreuzweise könnten? Was, wenn die Panther und die Grauen noch nicht meine Altersklasse sind? Was, wenn die Piraten zu wenig Substanz haben und die AfD so gar nicht meine Meinung widerspiegelt? Was, wenn die Linken mir zu gespalten und die NPD zu braun sind? Was, wenn die ganzen "freien" Wählerbündnisse mir zu fadenscheinig sind?

... WELCHE WAHL HABE ICH DANN?

Es lässt sich leicht postulieren, Wahlen wären demokratische Grundrechte. Wer allerdings über diesen Satz nachdenkt, kommt unweigerlich zu dem Schluss:

Dann hat Deutschland anscheinend keine Demokratie. Denn ganz offensichtlich kann ich mittlerweile nicht einmal mehr das "kleinere Übel" wählen, sondern muss "ein Übel" nehmen...

Aus jeder Kneipe würde ich in Sekundenfrist rausrennen, ohne dass mir jemand böse hinterherschaut: wenn ich aber - weil ich keine Wahl habe - nicht zur Wahl gehe, behauptet man, ich würde mein Grundrecht nicht wahrnehmen.

Tatsächlich mache ich das aber ERST RECHT durch das Nicht-Wählen. Denn wie sonst - abgesehen von der aktiven Nicht-Wahl, also dem Ungültigmachen des Zettels - kann ich den Parteien zeigen, dass KEINE EINZIGE mich vertritt, vertreten kann und vertreten soll? ;)

Eines sollte nämlich nicht vergessen werden: Die Menschen sind nicht zwingend Politik-verdrossen ... sondern POLITIKER-verdrossen. Und nur, weil unser Wahlrecht diesen Menschen keine Stimme gibt, heißt das nicht, dass sie nicht existieren.

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Das kann nur funktionieren wenn Du die deutsche Staatsbürgerschaft ablegst. Das wiederum funktioniert erst, wenn Du eine andere angenommen hast, was natürlich andere Voraussetzungen hat.

Wenn du nicht wählen gehen willst, bleibst du einfach zuhause.

aber ich finde das nicht gut, denn wer nicht wählen geht, hat kein Recht, über die Arbeit der Regierung zu meckern.

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