Kann ich einen Walnußbaum selber ziehen?

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Hallo lieber Baumfreund, Walnüsse kann man ganz einfach selbst pflanzen. Das macht die Natur ja sonst auch ohne uns Menschen. Einfach eine oder so viele man will frische Walnüsse im Herbst leicht in die Erde eingraben, bis zum Frühling warten, und schon wächst der kleine Baum. Der zuerst weiße Wurzeltrieb wächst nach unten in die Erde, der grünliche Blatttrieb nach oben. Je nach Standort und Nährstoffen kann im 1. Jahr so ein Bäumchen von bis zu 30 cm entstehen. Bei optimalen und geschützten Verhältnissen (keine Mäuse oder Eichhörnchen entdecken die Nüsse) wird fast jede richtig ausgebildete Nuss zu einem Bäumchen. Bis dieses Bäumchen wieder Walnüsse tragen wird, vergehen in der Regel 10 bis 12 Jahre. Deswegen werden heute oftmals veredelte Sorten angeboten, die dann bereits nach 5-7 Jahren erste Früchte tragen. Bei Sämlingen kann leider nicht sicher vorhergesagt werden, welche zukünftige Nussqualität erreicht wird, da durch die Wind-Befruchtung eine beliebige Bestäubung aus einem großen Umkreis vorliegen kann. Denken Sie daran, dass ein Walnussbaum ein Herzwurzler ist, dass heißt ein 3 jähriger Baum kann schon eine 1 m Meter tiefe Wurzel haben, ein Umpflanzen ist dann nur noch sehr schwer ohne massive Wurzelbeschädigungen möglich. Deshalb müssen Sie den Baum regelmäßig umpflanzen oder Sie pflanzen den Baum gleich in einen großen Pflanzentopf. Einer „Wanderschaft“ in klimatisch mildere Gebiete (Bretagne) sehe ich gelassen entgegen, denn Sorten die bei uns die strengen Winter unbeschadet überleben, freuen sich auf klimatisch mildere Regionen und werden dort ein intensiveres Wachstum zeigen. Zum Thema männlich / weiblich. Walnussbäume sind sog. Selbstbestäuber, d.h. jeder Baum hat im Frühjahr zuerst männliche und dann weibliche Blütentriebe, die durch den Wind bestäubt werden. Aus meiner Erfahrung ist es am besten, wenn man 2 Walnussbäume pflanzt, die sich dann gegenseitig bestäuben können. (Vorausgesetzt man hat genügend Platz, da ein Walnussbaum gerne eine Fläche von 10 mal 10 m beansprucht).

Das geht ohne weitere Probleme mit Alnus! Allerdings ist es besser sortenreine Jungpfanzen aus der Baumschule zu besorgen, da man so sicher sein kann, nacher auch reichlich Früchte zu ernten.

Das mit der Alnus hilft aber nicht weiter, denn es handelt sich dabei um Erlen. Der Walnußbaum heißt botanisch Juglans regia.

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@Baernie

Oh sorry !natürlich ... mea culpa ... juglans ja klar.. in der Eile kann das passieren.

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die Erfolgschancen sind schrecklich! Ich muß die immer mit Macht un Gewalt ausreisen weil die in kürzest eine riesen Wurzel nach unten senken zwecks für immer einkrallen. Und das dusselige Hörnchen pflanzt jedes Jahr unser Hofgärtchen dermasen inne Ecken voll das wir schon Walnüsseurwald wären bei ohne kümmern.....

Wir haben das ganz einfach gemacht, wir benutzen dazu das Gemeine Pflanzhörnchen. Wir haben im Winter in eine Hängeampel einige Hände voll Walnüsse gegeben, damit die Rotpelze was zu beißen haben. Waren Sternstunden, diese kleinen Irrwische zu beobachten. Im nächsten Frühjahr und Frühsommer durften wir feststellen, daß Walnuß fast überall gut wächst - sogar im kleinsten Blumentopf...

Einfach eine frische Walnüsse im Herbst leicht in die Erde eingraben, bis zum Frühling warten, und schon wächst der kleine Baum