Jagdterrier? ja oder nein

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also zuerst mal mein Beileid für den Verlust deiner Hunde. Dass du von den Jagdterriern völlig begeistert bist, kann ich nachvollziehen. Mir ging es genau so und ich möchte ehrlich gesagt auch keine andere Rasse mehr haben. Aber, ich bin Jäger und kann den Hund entsprechend auslasten. Der Deutsche Jagdterrier ist,(zum Glück), noch immer ein reiner Arbeitshund, den die Zucht noch nicht verhätschelt hat. Und ich hoffe, dass das auch noch möglichst lange so bleibt. Der DJT will arbeiten und jagen, als reiner Begleit- und Familienhund wird er nur selten glücklich. Vor allem muss er konsequent und gründlich erzogen und ausgebildet werden, sonst gehen seine angeborenen Instinkte, z.B. die Raubwild- und Sauenschärfe, irgendwann mit ihm durch. Und spätestens wenn er die dritte Nachbarskatze durch den Wolf gedreht und stolz vor Frauchens Haustür abgelegt hat, ist Ärger vorprogrammiert. Und wenn er beim Spaziergang im Wald eine Wildschweinrotte aufstöbert, wird er sie instinktiv angreifen, dass steckt ihm halt in den Genen, dafür wurde er gezüchtet. Wenn er das aber ohne entsprechende Ausbildung tut und daher nicht weiß, dass Sauen nicht nur Beute, sondern auch ernst zu nehmende Gegner sind, kann das für den Hund tödlich enden.

Mein Rat wäre daher: Entweder du verzichtest schweren Herzens auf den DJT und suchst dir eine andere Rasse aus, oder du machst den Jagdschein, bildest deinen Terrier fachgerecht aus und hast mit ihm viele schöne, erlebnisreiche Jahre. Für Nichtjäger ist der DJT auf Dauer nicht der richtige Hund.

danke für die antwort

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@onkelzbunny

Und ich danke dir! Du hast mir meinen einhundertsten Stern verschafft!!

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Hier wurde alles und ausführlich über den Jagdterrier berichtet. In unserem Tierheim sitzt eine Hündin, mit der ich so oft ich kann Gassi gehe. Nach 3 Stunden durch Wald und Feld ist ihr keinerlei energieverlust anzumerken. Sie dreht auch am Ende der Runde nochmal so richtig auf, wenn ein Reh unseren Weg kreuzt. Sicher wäre der Hund in einem Zuhause etwas entspannter. Etwas!

Seine angeborene Schärfe und Härte sowie der ausgeprägte Freiheits- und Bewegungsdrang und eine gute Portion Hartnäckigkeit machen eine konsequente Führung notwendig. Der Jagdterrier will jagen, will packen, will Beute machen. Bekommt er diese Arbeit nicht, sucht er sich 14 bis 18 Stunden täglich Ersatzbeschäftigungen, die meistens nicht mit den Vorstellungen des Halters konform gehen, von denen der Jagdterrier aber nicht abzubringen ist. Versucht man das trotzdem, ist meistens die Hose oder der Ärmel kaputt. Was da drin steckt, häufig auch. Härtere und schmerzunempfindlichere Hunde als Jagdterrier habe ich nie gesehen. Treulosere auch nicht. Sie halten sich ihre Menschen nur, um von Jagd zu Jagd transportiert zu werden und weil sie die telefonischen Einladungen nicht selbst annehmen können.

Die sprichwörtliche Härte der Terrier ergibt sich aus ihrem hauptsächlichen Betätigungsfeld. Der Jagdterrier wird vorwiegend bei zwei Arbeiten eingesetzt, nämlich beim Sprengen, also der Baujagd, und bei der Jagd an Schwarzwild.

In der Haltung verlangt der Jagdterrier Konsequenz, vor allem, wenn kleine Kinder im Haus sind. Dann verlässt entweder der Jagdterrier konsequenter Weise den Zwinger nicht oder der hoffnungsvolle Nachwuchs bleibt konsequenter Weise im Kinderzimmer. Anders wäre es mir jedenfalls zu gefährlich. Auch zwischen HF und Hund ist Konsequenz erforderlich: Nachdem der Hund morgens wach wurde, verlangt er vom HF die Konsequenz, sofort und unmittelbar zur Jagd zu gehen. 7 Tage in der Woche, 365 im Jahr. Weniger ist dem Hund zu wenig. In der Führung ist der Jagdterrier problematischer als die meisten anderen Rassen. Mit Zwang geht gar nichts, denn Schmerz interessiert den Jagdterrier nur insoweit, dass er das/den entfernt, der ihm Schmerz verursacht. Also muss man ihn locken und verführen. Wer genug Sauen im Revier hat, kann das, indem er dem Hund jeden Tag eine spendiert. Andernfalls wird `s schwierig, denn - s.o. - etwas anderes als schlafen, fressen oder jagen kommt für Jagdterrier überhaupt nicht in Frage. Er ist durch und durch Profi. Da der deutsche Jagdterrier als Gebrauchshund sehr robust ist und auch gerne mal im Freien schläft, ist es möglich ihn ausschließlich im Zwinger zu halten. Eine Mischform aus Zwinger- und Wohnungshaltung oder eine reine Wohnungshaltung haben sich jedoch als empfehlenswert herausgestellt, da der Hund durch das Zusammensein mit seinem "Rudel" ausgeglichener und zufriedener ist.

Ein täglicher Auslauf -mindestens drei bis vier mal am Tag- ist unumgänglich, hierbei gilt, je mehr Auslauf der Hund bekommt, desto mehr Freude wird man mit ihm haben. Auch wenn man dem Terrier tägliche Spaziergänge bieten kann, so ist ein Haus mit Garten trotzdem eine Grundvoraussetzung für die Haltung dieses vitalen Gesellen. Wer jedoch wert auf einen gepflegten Garten legt, der wird nicht viel Spaß mit dieser Hunderasse bekommen, da Terrier sehr gerne buddeln und so in wenigen Minuten das Ergebnis stundenlanger Gartenarbeit zunichte machen können.

Der Hund sollte drei bis vier mal im Jahr präventiv entwurmt werden, außerdem benötigt man im Sommer ein Mittel gegen Zecken, da sich aufgrund seiner Funktion als Jagdbegleiter einige Zeckenbisse kaum vermeiden lassen. Hierbei haben sich Exspot und Frontline als besonders effektiv herausgestellt.

Da der deutsche Jagdterrier gerne schwimmt und sich durch das baden in Seen oder Flüssen so selbst einigermaßen sauber halten kann, ist es nicht nötig ihn regelmäßig zu baden. Dennoch ist das bürsten des Fells unumgänglich. Auch Augen, Ohren und Zähne müssen regelmäßig vom Besitzer gereinigt werden.

Des weiteren ist zu beachten, dass der Hund in der Jagdsaison etwas mehr Futter erhalten sollte als üblich.

Bietet man dem deutschen Jagdterrier eine abwechslungsreiche Umgebung mit Herausforderungen und viel Auslauf, so wird man in ihm einen treuen Begleiter haben. Dennoch ist er keinesfalls als Familienhund geeignet und wird fast ausschließlich von Jägern oder Förstern gehalten. (krambambuli.de & www.deutscher-jagdterrier.net)

sehr ausfuehrliche antwort. es ist ein netter hund, der aber sehr viel aufmerksamkeit braucht und konsequenz. hat jemand der so ohne punkt und komma schreibt, dafuer den noetige ruhepol?

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Welche Rasse ähnelt meinen Hund?

Ja ja, ich weiss ;

ich hatte diese Frage schonmal vor ne weile gestellt aber villeicht erwischt diese Frage eine Person die villeicht mit weiterhelfen kann xD. Naja, falls ihr Infos wollt was oder wo wir sie herhaben könnt ihr gerne meine letzte Frage anschauen ! Da habe ich alles geschrieben. Aber sie ist ein Straßen Hund gewesen deswegen wissen wir nicht welche Rasse in ihr drin sein könnten. Also besser gesagt, hätte sie vorbesitzer könnten die uns eventuell Infos über sie liefern aber nope, wie schon erwähnt war sie ein kleines hilfloses Wesen das keine Mutter hatte. In dem alter sollte ihre mom bei ihr sein (4 wochen) . Haben Sie mit der Flasche großgezogen x33

Naja, also am besten könnt ihr mir ja Rassen Eigenschaften erzählen über die Rasse die ihr ähnelt :) sie ist ein richtiger schmuse bär xD aber bei fremden ist sie höchstagressiv w ihr terretorium angeht.

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Hi, ich habe vor mir sobald ich eine eigene Wohnung habe einen Hund zu kaufen, weil ich bei Freunden gesehen habe das Hunde fast wie Familienmitglieder werden, und man viel zeit mit ihnen verbringen kann. Ich habe vor nach Davos zu ziehen (also in die Schweiz) und ich gehe auch gerne Spazieren also 3 mal am Tag eine Stunde Auslauf könnte ich sicherlich verkraften (: Der Hund müsste ausdauernd sein, da ich ihn auch gerne zum joggen mitnehmen würde. Ich habe mir schon mal ei paar Rassen angesehen, und der Husky hat mir eigentlich am besten gefallen. habe mir aber sagen lassen dass die eher ungeeignet sind wenn man nicht alzuviel Ahnung von Hunden hat, weil die eben doch recht dickköpfig sind und so einen krassen Jagdtrieb haben, dass man nicht ohne Leine mit ihnen Spazieren gehen kann /: stimmt das oder sind das Vorurteile gegen diese Rasse? wenn sie wirklich nicht geeignet sind, könnt ihr mir dann eine Hunderasse empfehlen die gut zu mir passen könnte? ich meine ich werde ja mindestens 15 Jahre mit dem Tier verbringen und da möchte ich dann eben doch einen Hund der mir gefällt. Der Husky hat es mir eben wegen seinem Wölfischen aussehen angetan. Ich weis man soll bei Hunden nicht aufs aussehen achten, aber Labradore gefallen mir eben nicht vom optischen. vielleicht könnt ihr mir ja auch eine etwas kleinere Rasse empfehlen? aber bitte nichts wie Dackel oder Pudel oder chihuahuas weil naja..

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