Ist es wirklich der Waschmaschine dienlich, Calgon zu benutzen?

10 Antworten

Kalk in der Waschmaschine Waschmaschinen bestehen grob gesagt aus einem Wassertank, in dem sich die Trommel mit der Wäsche dreht, wobei sich in diesem Tank ein Heizstab befindet, der das Wasser auf die gewünschte Temperatur aufheizen kann. Von Wasserkochern kennen Sie sicher das Problem, daß bei hartem Wasser der Heizstab (oder der Metallbecher) sehr schnell Kalk ansetzt. Würden Sie kein Waschmittel verwenden, wäre das auch bei der Waschmaschine so. Braucht man also unbedingt chemische Enthärterzusätze, die die Werbung so anpreist? Die Antwort lautet nein, denn die Rettung naht in Form von Waschmitteln:

Alle gängigen Maschinenwaschmittel besteht grob gesprochen aus Tensiden, Wasserenthärterzusätzen und einigen Hilfs-, Farb- und Duftstoffen, wobei uns letztere im Moment nicht interessieren. Bei den Tensiden handelt es sich um die waschaktiven Substanzen, d.h. sie sorgen dafür, daß die Wäsche sauber wird. Bei hartem Wasser funktionieren diese jedoch nicht gut, und man braucht große Mengen an Tensiden für ein gutes Waschergebnis, da sie von den härtebildenden Salzen chemisch gebunden werden. Dies kennen Sie sicherlich von der Seife, die bei hartem Wasser schlecht schäumt, bei weichem hingegen sehr gut. Wasserenthärterzusätze sind Chemikalien, die die härtebildenden Salze binden (der Fachmann sagt komplexieren) und damit aus dem Verkehr ziehen. Das Resultat ist weiches Wasser, sodaß man zum Waschen nur wenige Tenside braucht. Der angenehme Nebeneffekt ist, daß sich die komplexierten Härtebildner auch nicht mehr am Heizstab oder sonstwo niederschlagen können.

Dies alles gilt bereits bei Mindestdosierung, die oft ein gutes Stück unter den Empfehlungen der Waschmittelhersteller liegt (denn die Hersteller rechnen noch Toleranzen und Sicherheitsmargen mit ein, damit auch unter ungünstigen Bedingungen keine Unterdosierung erfolgt). Da zudem in deutschen Haushalten üblicherweise Waschmittel gemäß der Maxime "viel hilft viel" deutlich überdosiert werden, haben erst recht weder der Heizstab noch die Trommel noch sonstige Bauteile im Wassertank die Möglichkeit zu verkalken.

Entsprechend ist es grober Unfug, Mittelchen gegen eine Verkalkung von Waschmaschinen zu verkaufen. Diese führen zu einer unerwünschten Überdosierung an Enthärterzusätzen und zusätzlich zu einem Loch im Geldbeutel.

Quelle: http://www.elektronikinfo.de/diverses/enthaerter.htm

Seit 28 Jahren wasche ich meine Wäsche in der Maschine ohne extra Entkalker. Ich habe jetzt meine zweite Waschmaschine, sie ist nicht verkalkt, die alte war es auch nicht. Ich kaufe mir lieber ein Eis anstatt Calgonit.

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Calgon und alle anderen Wasserenthärter sind im Prinzip völliger Humbug.Mit Zitronensäure alle 1/4 bis 1/2 Jahr für ein paar Cent entkalken reicht, da braucht man keine Zusatzprodukte.

Ich krieg jedesmal die Krise, wenn einem die Werbung "zu jeder Wäsche" etwas aufzwingen will. Ob Wasserenthärter oder Flecklöser: sie müssen weißgott nicht bei jeder Wäsche rein.

Und was die Kalkfrage betrifft:Ist Dein Wasserkocher nach jeder Benutzung auch so stark verkalkt, daß gar nichts mehr geht?Nein, da wird vielleicht mal alle paar Monate entkalkt und gut iss.

Und das ist bei ner Waschmaschine überhaupt nicht anders.Calgon & Co versuchen es allein nur deshalb, weil wir die Heizstäbe der Maschine nicht sehen können- da können einem die Hersteller von Kalkweg-Tabs jeden Scheiß aufschwatzen und die Menschheit glaubt den Mist dann auch noch.Macht es wie bei Kaffeemaschine und Wasserkocher- das reicht allemal!

Das zusätzliche Benutzen von Entkalker ist eine reine Kostenfrage , da "jedes" gängige Waschmittel schon ausreichend Entkalker beinhaltet (daher die Dosierung, welche nicht, oder nur minimal, zur Verstärkung der Waschkraft dient). Frech ist aber , dass in der Werbung teilweise "verkalkte Teile" gezeigt werden, welche niemals mit Wasser in Berührung kommen dürfen wie zB.: die Rückwand einer Waschmaschine mit (aussenliegendem Antriebsrad ???) ich habe als Hobby-Reparierer mehr Maschinen (ca.12 zu 3) durch Undichtigkeit ( zuviel Calgon ??) repariert als, dass Kalk je eine grössere Rolle gespielt hätte. Bei sehr teuren Waschmitteln ist zu überlegen ob durch Zusatz von Calgon, anstatt einer höheren Dosis Waschmittel, zu sparen ist!

Entkalker sind sinnvoll- bei jeder Wäsche!! Es wird häufig
argumentiert, dass man Entkalker bei härterem Wasser nicht benötigt, da
ja im Waschpulver welches enthalten ist und man das Waschpulver einfach
höher dosieren soll.

Sieht man sich das umweltschonenste Waschmittel-Baukastensystem an,
stellt man fest, dass es ein Basiswaschmittel gibt, ein Enthärtner und
ein Fleckensalz. Alle drei Komponente mischt man, nach individuellem
Bedarf.

Leider sind diese Baukastensysteme verschwunden. Um dennoch möglichst umweltschonend zu waschen, empfehle ich, das Waschpulver für niedrige Wasserhärte zu dosieren und das Entkalkerpulver mit dazu zu geben.

Warum
sollte man die Komplette Montour Waschmittel höher dosieren, wenn man
doch nur die Wasserhärte redizieren will?! Also teilweise die doppelte
Menge Enzyme, Duftstoffe, Tenside, Hilfsstoffe, etc. mit in die Umwelt
schmeißen, nur um das Kalk zu neutralisieren...

Ich empfehle Antikalkpulver, nicht die Tabs.

1. sind die Tabs viel teurer

2. lassen sie sich nicht individuell und ökologisch dosieren und

3. Dauert das Tabs auspacken und Plastikmüll rumschmeißen viel länger, als mit einem Schäufelchen ins Antikalkpulver zu gehen.

Und
es ist egal, ob man Calgon für 8€ nimmt oder No-name für 2,50€. Es ist
in beidem Zeolithe drin, um Kalzium- und MagnesiumIonen durch
NatriumIonen zu ersetzen (=weiches Wasser).

Verwendest du
Pulverwaschmittel, dosiere das Antikalkpulver nicht ganz so hoch, wie es
auf der Antikalkverpackung steht, denn diese Dosierung richtet sich
danach, dass im Waschpulver selber gar kein Enthärtner enthalten ist.
Was ja heutzutage nicht mehr der Fall ist.

Beispiele für die Dosierung unter Berücksichtigung des Waschmittels: 

Ausgangssituation:

Ich habe Härtegrad III und 5kg Trockenwäsche.

1) Ich verwende die kleinen Superkompakten Pulverwaschmittel. Diese enthalten 15-30% Zeolithe (Enthärter). Ich dosiere 55ml Waschpulver für weiches Wasser und normal verschmutzer Wäsche.
Auf
der Antikalkverpackung steht, ich solle für Härtegrad III 30ml
Antikalkpulver dazu tun, DAMIT ich für weiches Wasser dosieren kann. Ich
tu aber nur 15ml Antikalkpulver dazu, da mein Waschpulver ja schon
einen großen Teil Enthärtner mitbringt.

2) Ich verwende die Großpackung Waschpulver,
so sieht man auf der Packung, dass nur 5-15% Zeolithe enthalten sind,
also deutlich weniger als in den Superkompakten, aber dennoch etwas.
Hier dosiere ich trotzdem nicht die volle Menge von 30ml Antikalkpulver
dazu, sondern ungefähr 3/4, also so ungefähr 20-22ml. Und wieder dosiere
ich die angegebenen 70ml Waschpulver für weiches Wasser und normal
verschmutze Wäsche. (Hier sind es 70ml, da Waschpulver aus Großpackungen
aufgrund von Füllstoffen Natriumsulfat bis zu 30% höher dosiert werden
muss)

3) Verwendet man flüssiges Waschmittel, so
enthält dieses in den meisten Fällen gar kein Enthärter, da nicht
konservierbar. Hier kann man dann die volle 30ml Antikalkpulver für
Härtegrad III dazu dosieren.

Selbst bei hartem Wasser kannst du auf solche Produkte meiner Erfahrung nach komplett verzichten. Es gibt seit Jahren Produkte, welche die Wasserstuktur so verändern, dass der kalk nicht mehr so stark wirkt und weniger Waschmittel gebraucht werden. Sowas nutzen wir und sind sehr zufrieden - ganz ohne Chemie, und die Investition hat sich schon im ersten Jahr bezahlt gemacht - Ersparnis bis zu 50% bei sehr hartem Wasser.

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