Ist es schlimm als Christ nicht in die Kirche zu gehen?

11 Antworten

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Hallo FirePlays2001

Nein, das ist nicht schlimm. Die Kirche macht dich nicht zu einem Christen oder zu einem besseren Christen. Du wirst ja auch nicht zum Auto wenn du in eine Garage gehst ;)

Ich verstehe dich sehr gut, was du meinst. Ich ging auch Jahrelang nie in einen Gottesdienst, genau aus dem selben Grund. Ich fand es langweilig und unnötig. Ich hatte auch kein Problem damit, nicht dahin zu gehen. Ein schlechtes GEwissen schon gar nicht.

Irgendwann kam ich durch meinen Bruder wieder in eine Gemeinde und bin bis heute dort geblieben ;) Weil es eine Gemeinde ist, in der ich mich wohl fühle und die Predigten, der Pastor sind da echt Top!

Es gibt ja soooooooo viel verschiedene Kirchen und Gemeinden. Da ist es echt nicht einfach für sich das passende zu finden....

Ich möchte damit sagen, dass du dich damit nicht stressen musst. Wenn du im Moment ohne Gemeinde lebst ist das völlig in Ordnung. Es wäre falsch sich zu irgendetwas drängen zu lassen. Gott will in erster Linie dass du dich zu ihm zuwendest und das tust du indem du glaubst und auch das du die Bibel liest finde ich klasse! Das ist wichtig.

Vielleicht wirst du irgendwann wie ich es erlebt habe, einfach per Zufall irgendwo rein geraten und dann hast du deine Heimat gefunden ;) Es ist nämlich auch etwas schönes mit andere Christen Kontakt zu haben und Gemeinsam füreinander beten zu dürfen wenn etwas ist oder auch einfach so zusammensein.

In dieser Welt ist man mit seinem glauben oft alleine. Dann tut es gut, auch mal nur zwischen gleichgesinnten zu sein. Man darf über Gott reden ohne schief angeguckt zu werden oder belächelt zu werden ;D

Mach dir kein Kopf. Ich wünsche dir Gottes Segen.

Nein ist es nicht, mach dir keine Sorgen, es besteht keine Pflicht. Wenn du welche gefunden hast mit denen du dich über die Bibel austauschen kannst, dann Treff dich ruhig mit denen mal. Die Urchristen haben sich auch in privaten Häusern getroffen und haben über die Bibel geredet und diskutiert. Wichtig ist, dass man seine Gedanken freien Lauf lassen kann, dass du Themen ansprechen kannst die dir auf dem Herzen liegen oder nicht verstehst. Es gibt Gemeinden da geht man ein Frage Antwort Artikel durch, da ist nix mit kritischen Fragen oder fragen die einem auf dem Herzen liegen, da wird das Programm durchgezogen, sowas darf nicht sein.

Ich bin auch auf der Suche nach Gleichgesinnten mit denen ich mich hin und wieder treffen kann um über meine und deren Gedanken zu der Bibel zu reden, aber ich beschäftige mich auch gerne alleine damit und forsche. Aber Pflicht in die Kirche oder sonst wohin zu gehen besteht nicht, das macht man nur, wenn man nicht möchte, dass die Leute anfangen zu hinterfragen und so 😉

Mach Dir Gedanken um diesen Text:

“Auch lasst uns aufeinander achten und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Und geben wir unser Zusammenkommen nicht auf, wie manche es sich angewöhnt haben, sondern machen wir uns gegenseitig Mut — und das umso mehr, je näher ihr den Tag herankommen seht.“ Hebr. 10:24, 25)


telemann2000  18.08.2019, 15:05

Ich kann nirgendwo etwas von Kirche finden.

Hier geht es im Zusammenhang darum, nicht die Gemeinschaft mit Christi Leib aufzugeben....

(Hebräer 10:19-21) . . .Da wir also, Brüder, Freimut haben in bezug auf den Weg des Eingangs in die heilige Stätte durch das Blut Jesu, 20 den er für uns als einen neuen und lebendigen Weg eingeweiht hat durch den Vorhang, das ist sein Fleisch, 21 und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben. . .

(Ich verstehe nicht, warum Jehovas Zeugen den Zusammenhang außer Acht lassen um ihre Lehre zu stützen. Andererseits ist es mir aber doch klar. Hier geht es nämlich nicht um das sich Versammeln in einer Kirche oder einem Königreichssaal sondern um Gemeinschaft mit Christus. Zeugen Jehovas wollen statt dessen ihren Königreichssaal biblisch legitimieren)

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Superreich  18.08.2019, 16:18
@telemann2000

Und wer ist dieser Leib Christi?

Korinther12/12" Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. 14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.15 Wenn nun der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib? 16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib? 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer."

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OhNobody  18.08.2019, 16:24

„Sie widmeten sich weiter der Lehre der Apostel, hatten Gemeinschaft miteinander und aßen und beteten gemeinsam.“ (Apg. 2:42)

Das geht nur dann, wenn man zusammenkommt.

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telemann2000  18.08.2019, 17:08
@OhNobody

Kleine Frage am Rande: Warum essen Zeugen Jehovas nicht regelmäßig miteinander im Königreichssal? Das entspräche doch ungefähr dem Vorbild.....

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telemann2000  18.08.2019, 17:23
@OhNobody

Zum damaligen Zeitpunkt gab es auch die Liebesmahle. Ebenfalls etwas, was heute nur noch in wenigen Gemeinden gepflegt wird.

Mittlerweile erinnern mich die jetzigen Königreichssäle eher an Konferenzsäle einer multinationalen Firma mit großen Videoschirmen. Ob so etwas Paulus wohl meinte, wenn er von Auferbauung und Ermunterung sprach? Eine Atmosphäre die eher an geschäftliche Vorgänge erinnert als an christliche Gemeinschaft?

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OhNobody  18.08.2019, 20:00
@telemann2000

Wir ZJ essen gern zusammen — auch nach den Zusammenkünften. Und sogar im Königreichs-Saal. Wir haben sogar eine Küche im Saal.

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telemann2000  18.08.2019, 21:27
@OhNobody

Auch Liebesmahle? Wie ist es um die Regelmäßigkeit bestellt? Gern zitiere ich wieder deinen Text:

„Sie widmeten sich weiter der Lehre der Apostel, hatten Gemeinschaft miteinander und aßen und beteten gemeinsam.“ (Apg. 2:42)

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OhNobody  19.08.2019, 04:19
@telemann2000

Du willst unbedingt das Haar in der Suppe bei den ZJ finden? Und findest es einfach nicht? Wie gemein. Streng Dich mehr an! Her mit der nächsten Nebelbombe!

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telemann2000  19.08.2019, 06:46
@OhNobody

Ich glaube, dass ist gar nicht notwendig. Nach eigenem Bekunden* gibt es bei den Zeugen Jehovas keine Liebesmahle. Da hilft auch keine Küche in einigen wenigen Königreissälen. Die einzige Möglichkeit wäre, die Einstellung zu ändern.....

*w97 1. 9. S. 16-17 Abs. 16

Bei diesen „Liebesmahlen“ handelte es sich offenbar um gesellige Anlässe, zu denen die Christen des ersten Jahrhunderts zusammenkamen, um zu essen und sich der Gemeinschaft zu erfreuen. Auch heute sind Jehovas Zeugen manchmal gesellig beisammen, vielleicht anläßlich einer Hochzeitsfeier, zu einem Picknick, oder sie verbringen einen Abend in großer Runde

w91 15. 4. S. 31

Obwohl Christen nicht geboten wurde, Liebesmahle abzuhalten, und sie es heute auch nicht tun,
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OhNobody  19.08.2019, 08:41
@telemann2000

Du verirrst Dich in Deinem eigenen Nebel. Du hättest garnicht erst anfangen sollen mit Deinen Nebelbomben.

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telemann2000  19.08.2019, 09:39
@OhNobody

Wohl kaum. Ich habe korrekt zitiert. Die Aussage ist ziemlich deutlich...

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Hallo FirePlays,

Für Gott zählt vor allem, wie groß Dein Glaube ist (Dein Vertrauen in Gott), und wie groß Deine Nächstenliebe ist. :-)

Christus selbst sagte: "Wenn Du beten möchtest, gehe lieber in Dein stilles Kämmerlein, als nach draußen, wo die anderen Dich sehen. Und Gott Dein Herr, der das Verborgene sieht, wird es Dir zugute rechnen."

Also nein, Du musst keine Aufgaben für Gott erfüllen, und Du musst keine Kirchenbesuche tätigen. Deine Haltung Gott gegenüber und den Menschen gegenüber, das ist es, was einen Christen ausmacht. :-)

Gott sieht jederzeit in Dein Herz, und weiß ganz genau, warum Du etwas tust oder warum Du etwas nicht tust. :-)))

Absolut nicht. ...

Gemäß der Aussage Jesu wird Gott nicht in Tempeln (oder Kirchen) angebetet:

(Johannes 4:21-23) . . .Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter.


FirePlays2001 
Beitragsersteller
 18.08.2019, 13:09

Alles klar danke

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OhNobody  18.08.2019, 16:39

Worauf es dem Vater von Jesus bei seinen Anbetern ankommt, ist nicht, wo sie ihn anbeten, sondern wie. 

Die Samariter hatten einmal auf einem Berg in Gerisim einen Tempel, in dem sie ihren Gott angebetet haben. Jesus sagte, dass Gott in Zukunft „weder auf diesem Berg noch in Jerusalem“ angebetet werden würde.

Der Tempel in Jerusalem würde zerstört werden. Jesus machte hier also klar, dass der Gottesdienst eines Christen weder von etwas Greifbarem noch von einem bestimmten Ort abhängen sollte — keinem Berg Gerisim, keinem Tempel in Jerusalem, und auch keinem anderen heiligen Ort.

Wenn Jesus hier vom „Geist“ spricht, dann meint er den heiligen Geist. Durch diese Kraft Gottes würde man bei der Anbetung angeleitet werden. Sie würde zum Beispiel dabei helfen, die Bibel zu verstehen (1. Kor. 2:9-12).

Und mit „Wahrheit“ meint Jesus ein umfassendes, genaues Verständnis der biblischen Lehren. Eine Anbetung, die Gott gefällt, würde also nicht von einem bestimmten Ort abhängen, sondern davon, dass sie mit der Bibel harmoniert und vom heiligen Geist geleitet ist.

Wollte Jesus hier sagen, dass das Zusammenkommen für Christen beendet werden wird? Keinesfalls. Christen brauchen keine Pilgerreisen zu heiligen Orten zu unternehmen. Aber zusammenkommen müssen sie trotzdem. Jesus sagte:

“Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Mat. 18:20)

Das Zusammenkommen bleibt für Christen weiterhin ein Erfordernis.

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telemann2000  18.08.2019, 17:06
@OhNobody
Worauf es dem Vater von Jesus bei seinen Anbetern ankommt, ist nicht, wo sie ihn anbeten, sondern wie. 

Korrekt....

Das Zusammenkommen bleibt für Christen weiterhin ein Erfordernis.

Wenn du darunter Gemeinschaft mit Christus und seinem Leib verstehst, ebenfalls....

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telemann2000  18.08.2019, 17:34
@OhNobody
Das Zusammenkommen bleibt für Christen weiterhin ein Erfordernis.

Hier noch mal eine kleine Anmerkung dazu: Wer legt eigentlich fest, wo, wann und wie oft sich Christen zu versammeln haben? Denn wenn man nämlich das unter Regelmäßigkeit versteht, hat man das Konzept des Zusammenkommens eigentlich verfehlt. Warum kann man das sagen? Weil es kaum dem christlichen Vorbild entspricht.

Wer die Apostelgeschichte liest, wird wohl kaum feststellen können, dass sich die ersten Christen zu absolut festgesetzten Zeiten immer und immer wieder versammelten....

Eine Betrachtung der biblischen Quellen über die Urchristengemeinde ergibt, dass wir einfach kein festgelegtes Muster finden können, das zeigt, wie christliche Zusammenkünfte auszusehen haben. Ursprünglich, direkt nach Pfingsten, kamen die Apostel und andere  täglich im Tempel zu Besprechungen und Ermahnungen zusammen. Die Annahme, die meisten hätten es nach dieser Eingangsperiode auch weiterhin so gehalten, ist unrealistisch und es gibt auch keinen Hinweis darauf.
In Ephesus ging Paulus während der ersten drei Monate in die Synagoge, also  einmal pro Woche an jedem Sabbat. Dann kehrte er der Synagoge den Rücken und „sprach  täglich im Saal [des] Tyrannus“, volle zwei Jahre lang. Es ist unlogisch, anzunehmen, es hätte sich bei denen, die mit ihm zusammenkamen, jeden Tag um dieselben Personen gehandelt, denn nur wenige konnten es sich erlauben, zwei Jahre lang ihre Zeit so zu verbringen. Wir wissen, dass Paulus Tag für Tag dort war; wir wissen aber nicht eindeutig, ob jemand sonst jeden Tag anwesend war. Und nichts belegt, dass die Christen sich danach in Ephesus oder anderswo mit derselben Häufigkeit trafen.
Belege weisen darauf hin, dass viele Christen ursprünglich in ähnlicher Weise die Synagogen besuchten. Sie behielten dies offenbar solange bei, bis Gegnerschaft es als nicht mehr ratsam erscheinen ließ. (Apostelgeschichte 18:24-26; vergleiche Johannes 16:1, 2.)
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nowka20  19.08.2019, 00:55
@OhNobody
Wenn Jesus hier vom „Geist“ spricht, dann meint er den heiligen Geist. Durch diese Kraft Gottes würde man bei der Anbetung angeleitet werden. Sie würde zum Beispiel dabei helfen, die Bibel zu verstehen (1. Kor. 2:9-12).

Der Mensch aber, der im Schlechten seinen Willen entwickelt, der wird weniger wert, als er eigentlich von Natur aus ist

-Daher braucht der Mensch noch eine dritte Gottesausgestaltung, die ihn anleitet, seinen Willen wiederum gut zu machen

-Sein ungesunder Wille muß heilt, muß geheiligt werden

-Das war die dritte Ausgestaltung der Gottheit: der Geistesgott, der Heilige Geist

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