Ist ein Chihuahua als Ersthund geeignet?

3 Antworten

Hallo,

schön, dass ihr einem Tierheimhund ein neues Zuhause geben wollt.

Erfahrung bekommt man aber nicht dadurch, dass man viel liest. Viel lesen ist klasse - aber die Theorie und die Praxis sind fast immer zwei ganz verschiedene Schuhe.

Erfahrung kommt von "erfahren" - also Situationen erleben, Kenntnisse durch praktischer Arbeit oder durch Wiederholen einer Sache gewinnen. Das fehlt euch.

Und nicht nur Chihuahuas können - falsch oder gar nicht erzogen - zu kläffenden Monstern werden .... das passiert schnell auch bei jedem anderen Hund.

Und da Anfänger natürlich Fehler machen - das ist ja nicht schlimm, das ist ganz einfach so - sollte man mit dem ersten Hund auf jeden Fall eine Hundeschule besuchen.

In dieser Hundeschule lernt nicht nur der Hund - nein, viel eher lernen die Hundehalter, wie man einen Hund überhaupt erzieht, wie man mit ihm kommuniziert, mit ihm umgeht - so wird es ganz leicht, einen prima erzogenen vierbeinigen Freund zu bekommen, mit dem man gerne spazieren geht, der niemanden belästigt, der folgt, der kein Tyrann wird, der nicht nervt ....

Es ist wirklich ganz ganz wichtig, so eine Hundeschule zu besuchen. Auch wichtig für die Bindung von Hund und Herrn - denn gemeinsames Lernen macht Spaß und bringt Freude und gemeinsame Erfolgserlebnisse. Und immer daran denken: Hundeerziehung verzeiht selten Fehler. Sie sind schnell gemacht und sehr schwierig wieder korrigierbar.

Lieber durch fachmännische Hilfe erst gar keine Fehler machen - dann steht einer langen positiven Beziehung nichts mehr im Wege.

Gutes Gelingen

Daniela 

Hallo,

schön, das ihr euch vorher informiert und dem jungen Hund ein neues Zuhause geben wollt!

Chihuahua eignen sich durchaus für Anfänger, vorausgesetzt diese haben sich informiert und haben im Zweifelsfall einen kompetenten Hundetrainer an ihrer Seite.

Man redet zwar immer von den verwöhnten Chihuahuas, die dauernd kläffen. Allerdings liegt das daran das kleine Hunde allgemein nicht richtig erzogen werden. Schließlich gibt es keine spürbaren Folgen im Gegensatz zum bellenden Schäferhund, der auf dich zu gerannt kommt. Aber auch ein Chihuahua lässt sich erziehen und dann ist das Gegenteil der Fall.

Bei kleinen Hunden kommt noch dazu, dass sie aufgrund ihrer Größe schnell unsicher werden. Daher ist es wichtig, dass sie einen empathievollen Hundehalter haben, welcher ihnen die nötige Sicherheit vermittelt und dem sie vertrauen können.

Lasst euch auch vom Tierheim beraten, die kennen den Hund ja schon länger.

Ich wünsche euch alles Gute mit dem Hundchen!

Mit freundlichen Grüßen

Vany

Ein Chihuahua ist durchaus geeignet - wenn man ihn behandelt wie einen Hund und nicht wie ein Kuscheltier oder eine Puppe.

Das ist nämlich das Problem wenn die dann zu aggressiven Kläffern werden. Sie haben keine Führung, niemanden auf den sie sich verlassen können. Sie werden ständig gegen ihren Willen hochgenommen und rumgeschleppt. Alle Menschen auf der Straße dürfen den Hund antatschen. Selbst dann noch wenn er auf dem Arm des Besitzers ist. Alle ihre Beschwichtigungssignale oder Drohungen werden übersehen oder nicht ernst genommen. Ist ja so süß wenn ein kleiner Hund knurrt....

Denk Dir einfach immer Du hast einen Schäferhund an der Leine. Und frage Dich ob Du das Verhalten das der kleine Hund da zeigt bei einem großen Hund auch lustig fändest...

Chihuahua's sind sehr wachsam und auch bellfreudig. Das ist wahr. Aber man kann das gut in den Griff bekommen wenn man sie ernst nimmt.

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