Ist die Nationalität denn wirklich so wichtig?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

guten abend

das ist doch ganz normales verhalten. sie fühlen sich alle nicht so richtig akzeptiert hier in deutschland von deutschen. also schliessen sie sich in gruppen zusammen. in der gruppe fühlen sie sich sicher und verstanden, weil es allen in der gruppe ähnlich geht. nun kommst du als fremde(r) dazu. möchtest das sie mit dir plaudern oder ähnliches. das klappt so nie. würde eine mit dir reden, wäre sie die blöde innerhalb der gruppe.

rede mal mit einer von ihnen einzeln und du merkst, das sie sich freut. vieleicht zeigt sie es nicht sofort oder deutlich. wei les ihr schwer fällt, deutschen zu vertrauen oder zu verstehen. aber innerlich freut sie sich und früher oder später zeigt sie es auch, indem sie dir was erzählt und dir ein wenig vertrauen schenkt.

genauso würden deutsche auch reagieren, wenn sie irgendwo in der welt sind. also nicht als zahlungskräftige touristen, sondern als normale menschen. die vieleicht irgendwo anders fremd sind, in einem kleinen dorf in apulien oder sonstwo. wo du für die einheimischen einfach nur der oder die fremde bist. triffst du da einen zweiten oder dritten deutschen, bildet man genauso eine kleine gruppe. weil man sich dann besser fühlt. weil man nicht mehr ganz alleine ist, mit seinen problemen in der fremde. wird man in der fremde nicht so richtig akzeptiert, ist das noch verständlich. diese türkinnen aus deiner schule sind hier jedoch zuhause. also sie wohnen und leben hier, sind vieleicht hier geboren. da ist es noch viel schlimmer, nicht so akzeptiert zu werden, weil man anders ist.

tschüss burki

Endlich mal ne vernünftige Antwort ! :)

Ja,du hast recht. das wir der grund sein. Aber über sowas hab ich nicht nachgedacht, da sie mir sehr "eingedeutscht" vorkam.

0
@GECKO92

ach, das ist doch nur eine art schutzwall, den sie um sich rum errichtet. wer kennt ihre erziehung oder ihre biographie. was da an tradition oder vorurteilen innerhalb der familie verbreitet wird. das ist doch das ganze problem mit der integration. es geht nicht um einen oder eine. es geht um ganze familien, ganze stadtviertel die so reagieren wie diese paar türkinnen in deiner schule. das waren vieleicht 5. in deiner stadt leben davon z.b 5000, also werden deine kleinen schulischen probleme innerhalb der ganzen stadt, des ganzen bundeslandes und innerhalb deutschlands millionenfach multipliziert. dann weden aus problemchen mit normalen, menschlichen lösungsmöglichkeiten wie zuhören, vertrauen oder auch toleranz richtige probleme. die millionen betreffen, die ein politikum sind und die in der gesamtheit sogut wie nicht lösbar sind.

0

Vwesuch doch gar nicht erst,dich weiter mit ihnen abzugeben.hat jetzt nichts mit Vorurteilen gegenüber Ausländern zu tun,aber solche Leute sind keinesfalls offen gegenüber anderen und wollen nur unter sich bleiben,.Ist auf jeden Fall keine gute Charaktereigenschaft!

Nein, mir ist sowas noch nie passiert. Allerdings weiß ich auch bei den allerwenigsten Leuten, was sie für eine Nationalität haben. (Und ich frage mich auch immer, wie man sowas "von außen" erkennen will.)

Was soll ich sagen, wenn mir jemand das Recht absprechen will, mich als Deutsche zu fühlen?

Hallo,

ich bin eine Bürokauffrau, die mütterlicherseits deutsche, väterlicherseits türkische Wurzeln hat und in Deutschland geboren und aufgewachsen ist.

Obwohl ich zur Hälfte türkischer Herkunft bin, fühle ich mich im Hinblick auf meine ethnische, kulturelle sowie nationale Zugehörigkeit als Deutsche.

Im Alltag wie im Beruf, oder früher in der Schule, werde ich mich manchmal – vor allem seit Sarrazins Integrationsdebatte – nach meiner Herkunft gefragt, meistens, ob ich denn eine „Türkin“ sei. Wenn ich antworte, dass ich mich – trotz meiner türkischen Herkunft väterlicherseits –als Deutsche fühle und Deutschland als meine Heimat betrachte, dann stoße ich bei einigen auf Unverständnis.

So sagte mir ein Deutscher, dass ich als „Türkin“ „kein Recht“ habe, mich als „Deutsche zu fühlen“ und dass ich – bezugnehmend auf meine ethnische Herkunft – auch kein Recht besäße, „in Deutschland, geschweige in Europa“, leben zu dürfen. Ich musste mir auch schon anhören, dass ich in meine angebliche „Heimat“, die Türkei, verschwinden solle. Vor kurzem unterstellte mir ein deutscher Mann, der vom Beruf Maurer ist, ich sei angeblich nicht „im Geringsten integriert“ und solle als „ ausländische Bildungsversagerversagerin“ [sic!] die deutsche Sprache erst einmal lernen, bevor ich nach Deutschland auswandere. Dieselbe Person merkt noch an, dass man „früher“ „Mischlinge“ wie mich, „ermordet“ hätte. Solche Aussagen verletzen mich sehr.

Mir wurde auch schon mal die Frage gestellte, wieso ich als „Türkin kein Kopftuch“ trage und ob ich irgendwann in „die Türkei verschleppt“ werde.

Derartige Fragen regen mich wirklich auf, vor allem deshalb, weil ich sehr deutsch aufgewachsen bin und mich kulturell wie sprachlich von anderen Deutschen kaum, eigentlich gar nicht, unterscheide. Außerdem ist meine Nationalität, d. h. meine Staatszugehörigkeit, deutsch.

Ich empfinde es als Glück, dass ich in einer liberalen, gutbürgerlichen deutsch-türkischen Familie aufwachsen durfte. Ich bin vor allem mit der deutschen Sprache, Kultur und Literatur großgeworden. Das deutsche Element ist in meiner Familie kulturell wie sprachlich derart dominant, dass weder ich noch meine Geschwister des Türkischen mächtig sind. Der Islam spielt bei uns keine nennenswerte Rolle – wir essen Schweinefleisch und wir feiern Weinachten. Da verwundert es natürlich nicht, dass meine Mentalität und Wertvorstellungen durch und durch wie die einer deutschen Europäerin sind. Auch wenn ich meine ethnisch gemischte Herkunft als Bereicherung empfinde, fühle ich mich dennoch als Deutsche

Ich verstehe nicht, wieso manche so ein Problem damit haben, dass ich mich als Deutsche fühle und Deutschland als meine Heimat betrachte. Habe ich wirklich kein Recht, mich als Deutsche zu fühlen? Bin ich wirklich eine „Ausländerin“?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?