Ist das eine Schilderung? Was muss ich ändern, damit es eine wird?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Schildern heisst eigentlich: ein Bild zeichnen. Im Niederlädnischen, einer usnerer altern Dialekte, heisst: schild immer noch Bild und der Maler Schilderer.

Dein Text ist im Grunde ok, ich würde ihn aber noch deutlich ausschnmücken. Ist wie ein Bild, in dem die Gesichter schraffiert sind bzw. unscharf gmemacht, und die Farben fehlen. Ein Text ohne Adjektive, eigentlich. Achte mal darauf: wo sind überhaupt Adjektive!

Die "Action" der beginnenden Pause und die abrupte Unterbrechnung der Stille kommt mir nicht deutlich genug rüber. Geht das nciht dramatischer?

Was Du für eine journalistische Reportage klasse gemacht hättest: Du hast kein einziges ich verwendet. Das müssen viele erst schmerzhaft lernen!

In einer Schilderung geht es eher um deine persönlichen Eindrücke. Was siehst du, fühlst du, hörst du.

Eine Schilderung schreibt man üblicherweise in der Ich-Form. Es geht ja schließlich um deine Eindrücke.

Versuche, dich nicht so sehr um einen logischen Ablauf zu bemühen, der ist hier nicht gefragt. Du könntest zum Beispiel beschreiben, wie du auf einer Bank sitzt, den Vögeln lauscht und dir die Sonne ins Gesicht scheint als deine Gedanken plötzlich vom Klingeln unterbrochen werden. Schreib rein, was wieso deine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Ganz wichtig sind lautmalerische adjektive. Und Metaphern sind in Schilderungen auch immer sehr gut.

Danke, ich werde versuchen, diese Tipps beim meiner nächsten Schilderung zu verwenden =D

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