Ist das Chemiestudium wirklich nicht machbar?

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6 Antworten

Ohne Fleiß kein Preis- das ist vermutlich in jedem Studium so, aber ich denke für die Chemie trifft es noch viel mehr zu.

Es ist wirklich ein aufwendiges Studium (im Vergleich zu den anderen). Zur Frage ob wenig Freizeit da ist: Ja, das kann ich so unterschreiben. Es kommt nicht so selten vor, dass man, vor allem während der Praktikumszeit, einen 12 Stunden Tag an der Uni verlebt. Oft Frage ich mich, wieso ich eigentlich noch Miete bezahle und nicht gleich in der Uni übernachte... ;) Lernen dann am Abend, an Wochenenden sowieso und auch in den Ferien. (Bin grad im dritten Semester und habe mir heuer zu Weihnachten die erste lernfreie Woche gegönnt... :D )

Meiner Meinung nach hat das Chemiestudium sehr viel mit Fleiß und hartnäckigkeit zu tun. Du kannst es aber auch mit etwas weniger Stress angehen lassen- es verlangt niemand von Dir, Chemie in Regelstudienzeit abzuschließen, das ist ziemlich selten.

Aber ganz ehrlich: Chemie ist wirklich ein tolles und spannendes Studienfach- so sehr Dir die Praktika auf die Nerven gehen werden (Weil man dann gar kein Leben mehr neben der Uni hat)- sie machen unendlich viel Spaß! Vor allem in den ersten Praktika kann man noch richtig "rumpanschen"... :D

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> aber ist es wirklich die ganze Woche über so?

Das ist nicht nur die ganze Woche so, sondern oft sogar am Wochenende. Weil man während der Woche viel Zeit im Labor verbringt und dann nicht genügend Zeit zum Lernen hat.

Man muss nicht "sehr gut sein" im Sinn von Genialität. Man muss Interesse mitbringen und bereit sein, viel Zeit in das Studium zu investieren.

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Kommentar von prohaska2
27.12.2015, 18:55

Das ist nicht nur die ganze Woche so, sondern oft sogar am Wochenende

Das sagst du mir leider einige Jahre zu spät.

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Wenn es nicht machbar wäre, dann würde es wohl kaum so viele Chemie Betriebe oder Lehrer und Professoren geben, im Verhältnis zu deiner Aussage.

Schwer ist es nur für die, die Chemie nur studieren wollen, weil Freunde es machen oder weil sie später viel Geld verdienen wollen oder die Eltern es wollen.

Aber wenn du Chemie richtig magst, dann ist es machbar, weil dir das Lernen dann viel Spaß macht und du somit mehr lernst und viel lernen dir einfacher fällt und du generell Spaß hast zur Uni zu gehen. 

Vor allem später, wenn du dich spezialisierst auf Gebiete, wie Toxikologie, wird es richtig cool. 

Ist machbar ;-)

Mein Bruder hat während seines Abiturs 2 Semester Physik studiert. Nein, ich glaube nicht er ist hochbegabt, er liebt einfach Physik - deswegen ist es für ihn "easy" gewesen.

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Kommentar von mgausmann
28.12.2015, 11:37

Die Lehrer muss man hier in der Regel jedoch (nichts für ungut) ausklammern. Das Lehramtsstudium ist mit wesentlich weniger Aufwand verbunden. In der Regel haben die etwa 1 Nachmittag Praktikum die Woche. Der Bachelor-Chemiker 5.

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Wenn Du dich wirklich ernsthaft um Dein Studium kümmern willst, dann hast Du tatsächlich nicht grad viel Freizeit.

Eine Bekannte von uns hat erst vor kurzem ihren Doktortitel in Chemie erworben. Machbar ist es mit Fleiß, das ist ganz klar.

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Hey,

das ist Schwachsinn. Ich habe zwar im Chemie Leistungskurs und im Zusatzkurs Lebensmittelchemie jew. 15 Punkte bekommen, aber auch ich könnte im Studium versagen (ich plane, Chemie zu studieren).

Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Es kommt nicht auf die Noten an! Ich habe mal während der zehnten Klasse Mathematik studiert und hatte nicht genug Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz. Das sind die wichtigsten beiden Punkte, die man bei einem Studium haben sollte! 

Wissen ist auch wichtig. Aber mein Lehrer hat mir erzählt, dass zum Beispiel Leute Latein studiert haben und das auch hingekriegt haben, die vorher kaum was davon wussten!

Das Studium in der Chemie ist ein Full-time-Job! Praktikum hier, Praktikum da. Laborarbeit ist da sehr wichtig, da du die analytischen Verfahren alle kennen musst. Vielleicht sagt dir das ugs. genannte "Ionenlotto" was? ;)

Das Lernen wird sich da wohl auf das Wochenende verschieben - und wer gern Prokrastination betreibt, ist bei einem solchen Studium an der falschen Adresse. Man braucht sehr große Disziplin, Durchhaltevermögen. Frustrationstoleranz und vor allem INTERESSE. Ohne Interesse wirst du nicht durchhalten, weil du da innerhalb von 1 1/2 Stunden (das ist die Dauer einer VL) so viel Zeugs in das Hirn geballert kriegst, dass du nicht mehr weißt, was du zuerst lernen sollst. Es ist auch normal, während einer Vorlesung erstmal Bahnhof zu verstehen XD
Wie meinte mein ehem. Prof zur ersten Ma-Vorlesung so schön? "Ich bin froh, wenn wir Mittwoch in dem kleineren Saal sind - dann sieht es etwas voller aus" ^^

Also: Probieren geht über studieren (auch, wenn der Spruch hier nicht so passt :P) und wenn du WIRKLICH Interesse hast (so wie ich :D), dann mach's. Ich will seit der achten Klasse (also seitdem ich Chemie habe) Chemie studieren. Davor hatte ich NaWi (also eine Mischung aus Bio, Chemie und Physik) und den chemischen Teil konnte ich immer am besten (da hab ich meine Einser abgeräumt). Chemie fasziniert mich immer mehr und ich habe einen riesen Spaß daran. Wir kriegen oft nur die Sachen und müssen daraus ein sinnvolles Experiment bauen. Das ist auch cool. :)
Ich denke also, ich bin später in einem Chemiestudium (ich überlege, in die Lebensmittelchemie zu gehen) auch laut meinen Lehrern und Verwandten ganz gut aufgehoben ;)

Hattest du denn den Chemie Leistungskurs? Der ist eine gute Vorbereitung auf das Studium (zumindest bei uns), aber es ginge auch ohne. Du musst halt wollen und solltest eine Leidenschaft für das Fach haben.

LG

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Machbar ist es auf jeden Fall.  Aber Fleiß und Ambition sind absolut nötig.  Man muss kein Genie sein, aber auf den Kopf gefallen auch nicht. Wenn Mathe immer ein Hassfach war, ist das keine gute Voraussetzung. An einer Uni musste man fürs Chemiestudium mind. 10 Punkte in Mathe GK vorweisen und das halte ich für eine realistische Einstufung. Genie ist was anderes.

Zur Freizeit: leider richtig.  Besonders feste Hobbys sind schwer beizubehalten, weil die Stundenpläne nicht flexibel sind und sich jedes Semester ändern. Dazu kommt, dass durch die Laborpraktika die Lernzeit in die  Abendstunden fällt und eigentlich ist man da schon ko genug nach einem langen Tag. Das heißt aber nicht, dass man keinen Spaß hat.  Für mich war das Chemie Studium die beste Zeit überhaupt.  Ganz nach dem Motto "Work hard-play hard" folgten nach anstrengenden Momenten auch die allergrößten Feiereien. Allerdings führte dass auch dazu, dass mein aktiver Freundeskreis fast ausschließlich aus Chemikern bestand. Einerseits da man zusammen arbeitet und feiert,  anderseits weil kaum ein anderer verstand dass man sich nicht mal eben einen Nachmittag frei machen kann oder in den Semesterferien groß Urlaub planen kann.  War zwar manchmal im Urlaub, aber nie länger als eine Woche und immer nur spontan,  da die Praktikatermine nicht früh genug feststanden. Wenn man Lust auf Chemie hat, kann ich nur jedem dazu raten. Chemie wird zwar zum größten Lebensinhalt, aber das hat auch was Gutes. Ich würde es immer wieder studieren. 

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