Ich will sterben, aber hab Angst davor?

Support

Liebe/r WestDeutscher71,

Deine Situation klingt für mich sehr besorgniserregend. Sprich bitte unbedingt mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust! Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder z.Bsp. auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein.  

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz). Auf der Webseite der Seelsorge kannst Du auch chatten, falls Du das lieber möchtest: http://www.telefonseelsorge.de/  

Das Wichtigste ist jetzt: Überstürze nichts! Tu nichts, was  Dich in Gefahr bringt und was Du nicht rückgängig machen kannst!  

An den Beiträgen anderer beobachten wir, dass es vielen Menschen sehr ähnlich wie Dir geht. Du bist nicht alleine; es gibt immer einen Weg in eine bessere Situation. Oft braucht man nur jemanden, der einem hilft, ihn zu finden. Rede deshalb schnell mit jemandem über Deine Gedanken und gib niemals auf!  

Auf dieser Seite https://www.gutefrage.net/aktionen/suizid-hilfe-bei-selbstmordgedanken/ haben wir für Dich weitere wichtige Hotlines, Links und Tipps zusammengestellt.  

Zögere im Notfall bitte auch nicht, den Notruf 112 zu wählen!

Herzliche Grüße

Oliver vom gutefrage-Support

11 Antworten

Hallo WestDeutscher71,

meinst Du nicht, dass es an der Zeit wäre, etwas gegen Dein am Boden liegendes Selbstwertgefühl zu tun? Aber was?

Nun, der Feind eines ausgeglichenen Selbstvertrauens ist meistens in uns selbst selbst zu finden, sozusagen eine innere Stimme, die uns verurteilt und kritisiert. Man muss begreifen, dass uns dieser innere Kritiker keinen Gefallen tut! Im Gegenteil: Er kann die Ursache dafür sein, dass man sich selbst ablehnt und sich unbewusst seiner Selbstachtung beraubt.

Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn man diesen Kritiker nicht über seinen Selbstwert bestimmen lässt, sondern wieder selbst die Regie übernimmt! Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie aber kann das gelingen?

Wenn Dich wieder einmal Deine innere Stimme verurteilt, warum dies dann widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen bzw. infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "Das schaffe ich nie", könntest Du Dir klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, sich zu schämen oder sich zu verurteilen (denn wer macht keine Fehler?). Besser ist es, für seine Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen!

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein! Versuche immer so mit Dir umzugehen, wie mit einem guten Freund: liebevoll, geduldig und verständnisvoll!

Solltest Du jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machen und zu kritisch mit Dir umgehen, streust Du eigentlich nur Salz in Deine Wunden! Ohne es zu wollen, machst Du es Dir nur unnötig schwer! Besser ist es, Deinen inneren Kritiker möglichst klein zu halten und Dich nicht von unerbittlicher Selbstkritik herunterziehen zu lassen!

Was ebenfalls einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder Dich an dem Idealbild misst, das Du von Dir selbst hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: z.B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Also haben sich wahrscheinlich andere das Bild, dem Du möglicherweise hinterherläufst, für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu dem zu werden, der Du sein möchtest?

Manchmal sind es auch recht kleine und einfache Dinge, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen können: Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir überhaupt nicht nach Lachen zumute ist. Das kommt daher, weil unsere Gefühle sehr eng mit unserem Körper verbunden sind!

Daher kann auch die Körperhaltung mitbestimmend dafür sein, ob Du Dich klein und mickrig oder selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung z.B. vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umherläufst.

Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flacher. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein- und auszuatmen, wirst gelassener und damit auch sicherer werden.

Falls Du mal wieder in einem seelischen Tief steckst, kann körperliche Bewegung wahre Wunder wirken! Fahre Fahrrad, gehe joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang! Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen. Es bringt Dich nicht weiter, wenn Du Dich verkriechst und negativen, selbstzerstörerischen Gedanken nachhängst! Werde aktiv und setze Dich in Bewegung!

Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Für andere da zu sein und sich selbstlos für jemanden einzusetzen, erzeugt ein positives Lebensgefühl und lenkt einen von schlechten Gedanken ab! Das Bewusstsein, etwas Wertvolles und Sinnvolles geleistet zu haben, macht Dich zufrieden und hebt letztendlich auch Dein Selbstbewusstsein!

Wenn Du an Gott glaubst, dann denke daran, dass die Bibel in vielem, was sie uns sagt, ebenfalls zu einem ausgeglichenerem Selbstwertgefühl beiträgt. Du kennst doch sicher den Satz aus der Bibel: " Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Wie dieser Text zeigt, brauchen wir ein gewisses Maß an Eigenliebe, um psychisch gesund und stabil sein.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält! Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du weißt, wann ich mich setze und wann ich aufstehe. Aus der Ferne erkennst du meine Gedanken. Ob ich unterwegs bin oder mich hinlege, du beobachtest mich. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut." (Psalm 139:2,3).

Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich sogar mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dich und Dein Leben und zeigt so sein persönliches Interesse an Dir!

Wie Du siehst, kann man einiges dafür tun, um innerlich etwas ausgeglichener zu werden! Du kannst sicher nicht von heute auf morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, umso mehr wirst Du Dich in eine positive Richtung verändern. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

Es ist extrem schwierig auf so eine Frage zu antworten, da es extrem sensible ist. Ich kann dir auch keine Professionelle Antwort geben, da ich kein Psychologe oder Seelsorger bin. Versuche dir jetzt trotzdem eine Antwort zu geben:

Erstmal, ich hatte zwar nie starke Depressionen oder sogar Selbstmordgedanken, aber auch ich hatte schon eine schwierige Vergangenheit. Ich war extrem schüchtern, keinerlei wirkliche Freunde (wurde von jedem, den ich „Freund“ genannt hätte enttäuscht), wurde gemobbt, hatte auch gedacht, dass ich ein Versager bin, hässlich bin, jeder mich hasst, ...

Doch irgendwann habe ich mich da raus gekämpft. Heute geht es mir viel besser und ich habe mein Selbstvertrauen gefunden. Ich habe angefangen das Leben zu genießen. Jeder schöne Moment den du erlebt hast und noch erleben wirst, ist ein Grund weiter zu machen. Jede Person um dich herum wird dich vermissen. Viele Menschen zeigen das nur nicht und deshalb kommt es dir so vor.

Was ist, wenn du eines Tages aus all dem Leid heraus kommst, glücklich wirst, deine Leidenschaft gefunden hast, Menschen um dich herum hast die dir gut tun,... allein dafür würde es sich lohnen weiter zu machen. Und ich bin mir sicher, dass das passieren wird, wenn du dich dazu entscheidest. Wenn ich eines gelernt habe, dann dass, so dumm es klingt, vieles eine Sache der Entscheidung ist. Wir können uns entscheiden, dem Ganzen ein Ende zu setzen, können aber auch weiter machen, uns aus dem Dreck ziehen und uns für das Leben und Glück entscheiden. Natürlich können wir uns oft nicht ohne Hilfe da raus holen, vertraue dich Personen an, welchen du vertraust, hole dir professionelle Hilfe.

Meiner Meinung nach ist der Sinn des Lebens, dem Leben einen Sinn zu geben. Wir müssen uns selbst entscheiden, wie wir leben wollen und unserem Leben einen Sinn geben. Wir müssen für uns selbst etwas finden, was unser Leben schön und glücklich macht. Und es gibt so viele Menschen, die du in deinem Leben noch treffen wirst. Selbst wenn wirklich Niemand an dich denken würde, wenn du dein Leben beenden würdest, denke daran, wie viele Menschenleben du beeinflussen würdest, wie viele Menschen du noch treffen würdest, welche mir dir glücklicher wären.

Und für mich ist ganz klar, dass du eigentlich keinen Selbstmord begehen willst, das zeigst du, indem du diese Frage hier stellst. Du möchtest Hilfe. Also lass dir helfen. Suche dir bitte professionelle Hilfe. Ich weiß, dass hört sich immer gleich so schlimm an, aber diese Leute haben jahrelang Studiert, um Menschen zu helfen, die können dir helfen aus diesem schrecklichen Loch heraus zu kommen.

Dein Leben ist extrem wertvoll. Du wirst auch noch glücklicher werden und Menschen finden, welche dich Lieben, wenn du dich dazu entscheidest. Hole die Hilfe, kämpf dich da raus, werde glücklich, finde dein Selbstvertrauen und geh offen durch die Welt.

Ich glaube an dich und wünsche dir alles Gute in dieser Welt 😄🍀

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Irgendetwas in Dir will noch leben. Versuch den Teil zu entdecken und zu pflegen. Auch wenn Du es nicht glaubst, viele Leute fühlen sich ab und zu mal so wie Du, nur nicht die ganze Zeit.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel seelischen Stress Du aushalten musst. Das Leben ist ein auf und ab. Man muss Strategien entwickeln, wie man wieder hoch kommt, aufsteht und weiter macht, sonst bleibt man unten (Depression, Passivität).

Wer etwas verändern möchte, muss in erster Linie Eigeninitiative entwickeln. Überleg Dir wo Du hin willst, wie Du das schaffst (zum Beispiel besserer Job), und dann las Dich auch von Misserfolgen nicht entmutigen. Jeder, der irgendwie erfolgreich war, hatte auch eine Menge Misserfolge vorher zu ertragen.

Tue Dinge, die Dir Spaß machen, Sport, Kreativität, Schreiben. Such Dir im Netz Übungen zum Thema Achtsamkeit, Resililenz und Selbstwertgefühl.

Das Leben ist hart, aber alleine bist Du ganz sicher nicht.

Sich das Leben zu nehmen ist doch Gemein. Ich kann dir es nicht ausreden ich hab selber eine Schlechte Kindheit bis heute läuft nicht's gut.. Aber glaube nicht daran das dich keiner vermisst es gibt viele dort die dich vermissen nur sie es nicht zeigen wollen oder können gut möglich einfach nicht gut Gefühle zeigen. Das Leben ist scheiße und ziemlich Anstrengend aber das ist doch die Herausforderung man kann so viele dinge erleben und man hat tausendmöglichkeiten was neues zu entdecken...Lass dich nicht besiegen von dem Leid und den Schmerz.. Bleib Statk und Tapfer ehrlich... Das Leben ist zu schön um es weg zu werfen.!

Die Mehrzahl aller Menschen spielen oder spielten schon mal mit dem Gedanken, sich umzubringen.
Aber die Angst vor dem Sterben, was das natürlichste der Welt ist, hindert die allermeisten an der Ausführung.
Die Mehrzahl aller Männer haben eine Partnerin, von der sie nicht geliebt werden.
Die Mehrzahl aller Menschen auf diesem Planeten haben das, was du einen Scheißjob nennst.
Ich will damit sagen: Komm mal runter von Deinem Ego-Trip!

Heerscharen von Psychologen-Heinis leben genau von solchen Jammerlappen, wie Du Dich hier aufführst.

Mich beeindruckt Dein Gepinse nicht. Du kriegst hier kein MItleid. Was Du brauchst, ist ein Tritt in den Hintern.

Mach was aus Dir! Zieh´ Dich gescheit an! Sei freundlich! Rasier Dich! Iß keine Sachen, die Du nicht verträgst! Und den Rest kannst Du Dir selber einfallen lassen!

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