Ich komme mit meinem Praktikum nicht mehr klar, was tun?

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7 Antworten

Mach dir klar, dass es hier um deine Zukunft geht.

Ja, es ist wichtig deiner Freundin zu helfen, gerade wenn sie wohl keinen anderen mehr hat, aber du musst ihr klar machen, dass es so für dich nicht weiter geht. Sage ihr in Ruhe, dass du sie nicht wegschicken willst und sie dir sehr viel bedeutet, du aber auch mal Zeit für dich und etwas ruhe brauchst. Sonst bist du bald die nächste, die "durchdreht".

Glaube mir, du fällst ihnen nicht zur Last. Jeder weiß, dass Praktikanten eben mal Fragen stellen und auch wenn es für sie stressig ist, freuen sie sich sicher, dass du Interesse hast. Und dass du die Vorkenntnisse über Programme oder genaue Produkte nicht hast ist normal. In der Abteilung wo ich gerade bin (Ausbildung) brauchte die Kollegin fast 2 Jahre um sich voll einzuarbeiten. Entsprechend kann ich mit meinen 4 Wochen hier auch nicht alles machen und muss viel fragen.

Wenn du mit Aufgaben wirklich überfordert bist und auch nach langem Versuchen nicht weiter kommst, dann bitte Kollegen um Hilfe oder frag, ob du die Aufgaben dann abgeben darfst. 

Überlege dir, dass du später im Berufsleben das auch durchziehen musst. Wenn du jede Ausbildung und so abbrichst, nur weil du zu Hause Stress hast, dann scheint der normale Arbeitsmarkt nicht für dich geeignet zu sein. Denn sowas kann man vielleicht ein mal machen, aber wenn das dann öfter vorkommst oder du ständig fehlst, dann war es das bald.

Versuche im Praktikum nicht über die Probleme zu Hause nachzudenken, sondern sehe es als Auszeit wo du etwas entspannen kannst. Ok, das ist alles leichter gesagt als getan, aber so ist es leider.

Nachdem ich mir deine Beschreibung nun mal durchgelesen habe kann ich dir nur Folgendes raten:

1. Zieh das Praktikum durch. Auch wenn es "nicht ganz" das Richtige ist,
du hast dir selbst Möglichkeiten genannt das zu Ändern, bzw. wie du dieses Problem lösen kannst. Lern die Programme kennen und erkundige dich doch einfach mal, was genau dein Betrieb eigentlich vertreibt.
Natürlich sind deine Eltern auch mal am Limit/ausgereizt.
Ihr habt seit einem Monat einen Dauergast bei euch, den sie mit "durchfüttern" und beherbergen... da kommt dann bestimmt schon mal das Gefühl auf als würdest du ein ähnliches Leben anstreben - daheim bleiben und "nix" tun (auch wenn das nun auf deine Freundin so nicht zutrifft, sie braucht ja Hilfe..).
Das kommt für sie natürlich nicht in Frage.
Ausserdem wollen sie doch auch, dass du später mal was erreichen kannst, dafür braucht man halt ein bisschen Durchsetzungsvermögen und muss auch mal Dinge tun, die einem nicht gefallen.
Sie wollen es dir später nur nicht noch schwerer machen, sondern wollen, dass du später nicht an genau so etwas scheiterst.
Nimm ihnen das also nicht allzu übel.

2. Es ist eine sehr noble Geste von dir, deiner Freundin unter die Arme zu greifen. Aber das kann - weder für dich, noch sie, noch deine Eltern - die Dauerlösung sein. Auch deine Eltern und du brauchen ihr Privatleben und das ist mit einer "fremden" Person im Haushalt leider nicht so wirklich möglich.
(sei es allein die Tatsache, dass es vllt. peinlich ist im Schlafanzug vor ihr stehen zu müssen - deinen Eltern würde also zum BEISPIEL die Möglichkeit genommen sich in ihrem Haus anzuziehen was sie wollen und wonach sie sich fühlen.).
Sprich mit deiner Freundin.
Mach ihr klar, dass du ihr gern hilfst, dass du sie auch keinesfalls abschieben oder verletzen willst, aber dass es so nicht geht.

Du bist nicht ihre 24 h-Spaßstelle und das sollte sie berücksichtigen.
Erkläre ihr ruhig wie es dir geht und dass du es so nicht schaffen kannst,
da du nie einen Moment Zeit hast dich zurückzuziehen und Kraft zu tanken.

Meine beste Freundin kam damals bei der Caritas unter.
Sie wollte auch eine Therapie machen und fand da beste Unterstützung.
Dort gibt es so genannte "Verselbstständigungswohnungen", das heißt dort ist zwar ein Betreuer zugegen, Kochen/Putzen etc. müssen die Bewohner der kleinen Wohngemeinschaft aber selber. Es ist halt eine WG mit dauerhaft anwesendem Ansprechpartner - genau das was Menschen die psychisch instabil sind brauchen. Support.

Danach könntet ihr ja mal suchen.
Es wird nicht von jetzt auf gleich gehen, aber den Platz in Aussicht zu haben wäre ja auch schon mal viel wert.
Versuche nur, dass sie das nicht falsch versteht.
Du willst ihr helfen und sie nicht abschieben.
Aber du musst dich auch um DEIN Leben und das "danach" kümmern
und so fehlt dir einfach die Kraft.

Ich wünsche dir alles Gute dabei und euch beiden viel Glück!

LG
Utau

Was genau belastet dich? wo liegen deine Probleme, sind es Dinge, die du tun sollst oder liegen sie im zwischenmenschlichen Bereich?

klar ist, dass du nicht jedes Mal aufgeben kannst und darfst. Wir alle kennen dieses miese Gefühl, heute wieder zur Arbeit gehen zu müssen, Dinge zu tun, die einem nur Kraft kosten und nichts bewirken und Kollegen zu ertragen, mit denen man nichts zu tun haben will und vielleicht einen Chef, der nur kritisiert und niemals freundlich ist.Und wir haben öfter erlebt, dass sich ein solcher Tag gewandelt hat, dass etwas passiert ist, mit dem wir nicht gerechnet haben und wir letztendlich dieses Gefühl überwunden haben und zufrieden mit uns selbst den Tag hinter uns gebracht haben.

Du stehst erst am Anfang, du machst ein Praktikum. Das bietet dir eine Chance, du kannst dich erproben, Abläufe kennenlernen und sehen, ob du dich in diesem Arbeitsfeld wohlfühlen könntest.

Gib dir einen Schubs, geh hin und mache deine Zeit bis zum Ende fertig. Selbst wenn es schlecht läuft und du sicher bist, dass du niemals hier einsteigen wirst, du hast deine Pflicht getan und durchgehalten.

Was überfordert dich denn so an deinem Praktikum?
Sind die Leute nicht nett zu dir, sind die Arbeitszeiten unerträglich oder sind die Aufgaben, die du dort schon bekommst, zu anstrengend?

Also nur weil du keine Lust drauf hast oder dir die Arbeit nicht so viel Spaß macht, würde ich das zB noch nicht als Überforderung bezeichnen. Manche Sachen sind halt nicht so spaßig, aber da muss man trotzdem durch, so wird es nämlich in jedem Job mal sein

Kommentar von SeikoKomori
19.05.2016, 08:32

Das problem liegt darin dass ich einfach mit allem überfordert bin. Ich habe momentan dauerstress zuhause den ich leider nicht so einfach loswerden kann. 

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Kommentar von mexp123
19.05.2016, 08:33

Und was stresst dich zuhause? Wäre es dann nicht schön, bei der Arbeit sich um etwas Neues zu vertiefen und auf andere Gedanken zu kommen?

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Wenn es dir wirklich so schlecht geht, dann rede doch mal mit deinem Hausarzt darüber. Vielleicht weiß der irgendwas um dir zu helfen. Kann allerdings für nichts garantieren.

Wünsche dir viel Glück

Du schreibst viel, aber es fehlt die Angabe, weshalb du das Praktikum nicht durchziehen kannst. Wieso ist das so schlimm? Fühlst du dich gemobbt? Hast du irgendeine psychische Krankheit, welche dazwischenfunkt? Ist der Job körperlich zu anstrengend? Was genau macht dich fertig?

Ohne genauere Kenntnis deines Problems kann man dir auch keine vernünftigen Ratschläge geben.

Kneif die arschbacken zusammen und mach das zu Ende. Die anderen Leute die da arbeiten schaffen das ja auch jeden Tag.

Versuch dir weniger stress zu machen im Praktikum und versuche mit den Mitarbeitern in ein freundliches Gespräch zu kommen. Arbeiten ist doof, aber da musst du jetzt durch. 

Was genau stört dich denn, und was musst du da genau machen?

Kommentar von SeikoKomori
19.05.2016, 08:38

Ich fühle mich einfach überfordert was daran liegen könnte dass ich wirklich ne menge stress zuhause hab der nicht einfach so wegzukriegen ist und ich konnte mit stress leider noch nie wirklich gut umgehen oder eher ich kann kaum stress aushalten. Klingt wie eine blöde ausrede, ist aber leider so. 

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