Ich fühle mich meiner Kindheit beraubt. Was tun?

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3 Antworten

Hi, ich bin selbst ein wenig traurig und wütend geworden als ich das gelesen habe, du hattest keine richtige Kindheit, das ist eine Tatsache und das kannst du ruhig sagen, was aber den Vogel abschießt ist: Deine Mutter macht dir solche Vorwürfe.

Ich bin kein Psychologe, aber weißt du was ich denke? Das du viel zu lange deine Probleme in dich reingefressen hast, du musst ihnen Luft machen! Und das machst du in dem du deiner Mutter sagst wie verletztend sie ist, was du durchmachen musstest und das du dir sowas nicht mehr anhören wirst! Hau endlich mal auf den Tisch!

Auch wenn ein Teil deines Lebens verloren gegangen ist, du bist noch jung und es ist noch viel Platz für neues! Geh auf öffentliche Veranstaltungen, geh da auf Leute zu und sei du selbst! Finde eine Leidenschaft in deinem Leben!

Du solltest vielleicht mit deiner Mutter zu einer Famillienberatung gehen, dort kannst du sagen was du findest und Experten können euch helfen!

Geschehen ist geschehen, du kannst das nicht mehr rückgängig machen, aber dein Leben ist noch nicht vorbei, auch wenn du es vielleicht denkst!

LG Niklas


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Kommentar von reallyImsad
26.12.2015, 19:32

Dadurch entstehen ja erst die Streitigkeiten mit meiner Mutter. Sie versteht mich nicht. Ich sage nicht, dass sie mich nicht liebt, aber sie denkt bei solchen Sachen nie über meine Position nach. Wenn es um meinen Vater z.B. geht, heißt es nur: "Er ist krank und du bist seine Tochter. Wenn du dich nicht um ihn kümmerst, wer dann? Willst du das gleiche auch bei mir später machen? Du bist so undankbar. Ich habe dir den Ar*ch abgewischt als du klein warst und für deine Mutter würdest du es, wenn sie alt ist, nicht tun." Und so geht es dann stundenlang im halbe-Stunde-Takt weiter. Natürlich bin ich dankbar! Ich verstehe nicht mal wieso sie das nicht sieht. Ich habe nie etwas getan, was darauf schließen lassen würde. Ich habe mich nur beschwert, mit ihr geredet, es ihr erzählt, um Hilfe gefragt, um einen Ausweg gesucht, nur das! Mehr wollte ich doch nie.

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Du musst zu Hause raus. Unbedingt.

Du hast nichts falsch gemacht, und eine verlorene Kindheit kannst leider nie wieder aufholen. Du kannst es nur mit Deinen eigenen Kindern besser machen, falls Dich entscheiden solltest, mal welche zu haben.

Deine Eltern versuchen durch Dich zu kompensieren, was sie falsch gemacht haben und nun musst Du es aushalten, weil es "schon immer" so war. Wenn sie krank sind, gibt es dafür Ärzte und Pflegestationen, die genau für sowas da sind.

Deine Eltern müssen lernen, dass Du Dein eigenes Leben hast.

Es ist eine schwere Entscheidung, aber such Dir einen Studienplatz weit genug weg von zu Hause, dass nicht täglich jemand von dort auf der Matte steht, aber nah genug dran, dass im schlimmsten Fall mal für ein Wochenende nach Hause kannst.

Sollte sich das als "gut" herausstellen, kannst auch mal Auslandsemester machen oder gar die Uni wechseln.

Wenn das Studium nicht direkt nach dem Abi beginnt, vielleicht wegen eines NC, dann mach ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland, weg von zu Hause.

Auch Deine kleine Schwester wird es verkraften und wahrscheinlich letztlich auch verstehen. Erkläre es ihr einfach.

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du den "Absprung" gut meisterst.

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Kommentar von reallyImsad
26.12.2015, 19:40

Sie meinen also, ich soll einfach so weg? Egal, was meine Eltern sagen? Mich halten hier ja nur meine Eltern fest. Wenn es nach mir gehen würde, wäre ich jetzt schon weg, aber sie lassen mich nicht. Soll ich trotzdem? 

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Dass du unter recht schwierigen Bedingungen tatsächlich doch dein Abi hinkriegst: Alle Achtung, das ist eine ziemliche Leistung! Und ab dann solltest du tatsächlich dein eigenes Leben leben. Das wird nicht einfach sein, weil du es ja vermutlich selbst finanzieren musst. Beantrage Bafög, studier was schönes, vermutlich musst du nebenher jobben, aber das müssen viele Studenten. Alles Gute und viel Erfolg!

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Kommentar von reallyImsad
26.12.2015, 19:37

Dankeschön, da hatte ich wirklich Glück gut in der Schule zu sein. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es heute aussehen würde, wenn nicht. Dann sähe ich bestimmt noch aussichtsloser aus als jetzt.

Ich habe ja vor weg zugehen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher. Ich kann aber nicht. Ich kann sie doch nicht alleine lassen, wer kümmert sich dann um sie? Außerdem lassen sie mich gar nicht weg.. Wenn ich gehen würde, würde sich doch nur bestätigen, was sie von mir halten. Dass ich undankbar und sogar egoistisch wäre.. Es geht ja nicht um die Finanzierung oder ähnliches. Auf deren Geld kann ich gerne verzichten.

Vielen Dank für die Antwort und die Hilfe

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