Ich bin hier neu - Ausbildung Zahnarztassistentin - Probleme - Selbstbewusstsein?

3 Antworten

Jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.

Zu deiner Situation fallen mir sofort zwei Sprichwörter ein:

1.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre
2.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Zum ersten: Du bist Auszubildende. Ein gewisser Teil muss dir der Betrieb beibringen, du musst jedoch auch Interesse dafür zeigen. Dazu gehört: Nachfragen, wenn du etwas nicht verstehst. Notizen machen, wenn du dir etwas nicht merken kannst (da wäre das Beispiel mit den Zangen).

In der Ausbildung macht jeder Fehler, du lernst ja erst noch. Aber es gibt Fehler, die sollten einfach nicht passieren - etwa das Taschentuch aufheben. Wie würdest du dich fühlen, wenn du beim Zahnarzt bist und eine Zahnarzthelferin fängt an, ein benutztes Taschentuch aufzuheben? Ich würde mich ekeln.

Dein Chef hat dich wohl auch nur hereingeholt, um dir deinen Fehler zu  zeigen, anstatt hinter dir aufzuräumen, damit du es beim nächsten Mal richtig machst.

Als Zahnarzthelferin musst du allerdings gewisse Sachen drin haben. Die Zangen nach 4 Monaten nicht unterscheiden zu können, ist eigentlich (in meinen Augen) ein Zeichen für Faulheit. Es gibt Google nicht umsonst. In gewissem Maße musst du dich selbst darum  kümmern, niemand wird dir ein Lehrbuch geben, das extra für Auszubildende angepasst ist. Du hättest dir Notizen dazu machen können, um diese dann zu Hause durchzugehen. Für mich würde das mangelndes Interesse bedeuten.

Zum Zweiten: Wenn deine Kollegin petzt, weil du ihr zu viel erzählst, dann werd lernfähig und hör auf, ihr so etwas zu erzählen. Dann hat sie nichts mehr, was sie weitergeben kann. Wie weelah so schön sagte, du spielst ihr damit in die Hände.

Und ja, sie darf von dir verlangen, innerhalb von 4 Monaten die Benutzung von 40 Zangen zu lernen. Wenn sie keine Auszubildende ist (wovon ich aufgrund der Schilderung nicht ausgehe), dann steht sie über dir und ist dir gegenüber weisungsberechtigt.

Zusammengefasst:

Dass sich die Stimmung gewandelt hat, kommt vor. Die wirklichen Betriebsverhältnisse lernt man erst kennen, wenn man schon eine weile irgendwo arbeitet, das ändert sich nie.

Entschuldigen gehört zum guten Ton. Wer sich nur rechtfertigt, warum er dies und jenes gemacht hat, flüchtet sich aus seinem Verhalten und steht nicht dazu.

Also ja, ich finde, du reagierst zu empfindlich. Viel zu empfindlich. In dem Fall ist es gut, dass du dir einen neuen Job suchst, denn dort, wo du jetzt bist, scheint es ja nicht wirklich zu laufen.

Hallo,

"woher weiß der alles" 

Ja, hast du das denn nun gesagt oder auch nicht?

Man sollte gerade wenn man neu ist, auch lernen seinen Mund zu halten und vor allem zu überlegen was man sagt.

Du spielst deiner Kollegin ja geradezu in die Hände.

Das soll deren Verhalten nicht rechtfertigen, aber du hättest von Anfang an reagieren müssen.

Wenn du seit September die Anordnung des Besteck immer noch nicht drauf hast (das hat meine Tochter im Praktikum nach 2 Tagen drauf gehabt) fehlt dir wohl dahingehend jegliche Begabung.

Dein Chef macht dich blöd an, weil du die einfachsten Hygieneregeln missachtest. Ja du magst empfindlich reagieren. Auch das solltest du verinnerlicht haben, das das so nicht geht und das annehmen, statt deswegen noch sickig zu sein.

Kann es sein, das du generell mit Kritik nicht umgehen kannst ?

Deine Azubikollegin lästert deiner Meinung nach. Womöglich gibt sie auch einfach alles weiter, was du erzählst, weil sie genervt ist. Du nennst es petzten, aber man muss schon ziemlich dämlich sein, derartiges den Kollegen zu sagen.

Zudem ist das echt ein derart mies bezahlter Job, auch wenn man ausgelernt hat. Gerade beim Zahnarzt. 

Ja du bist zu empfindlich. Denn was du schreibst ist PillePalle. Du bist Azubi und sollst etwas lernen. Der eine Doc ist da geduldiger als der Andere.

Gewisse Basics kann man auch nach kurzer Zeit erwarten. In einigen nicht gerade anspruchsvollen Lehrberufen hat man das Wesentliche nach drei Monaten bereits drauf und darauf wird dann weiter aufgebaut bzw. dies intensiviert.

Zahnmedizinische Fachangestellte ist halt ein sogenannter Helferberuf, wo man die überschaubaren Abläufe nun wirklich schnell verinnerlicht. 

Bekommt einer das gar nichts hin, müssen die anderen den durch schleppen und auch die Laune vom Chef ertragen, wenn der zu der ungeduldigen Sorte gehört.

Wenn man bei einem Arzt eine Ausbildung anfängt, sollte man wissen, worauf man sich einlässt. Manchmal habe ich den Eindruck, das einige da verklärte romantische Vorstellungen haben.

Interessant wird es erst bei den Weiterbildungen, wenn man ausgelernt ist.

Ich denke das ganze Problem, das deine Kollegen genervt sind, besteht darin, das du du dich nicht in die betrieblichen Abläufe integriert hast, bzw. scheinbar recht langsam lernst.

Das was du beschreibst haben Schülerpraktikanten nach wenigen Tagen drauf. 

Ein Ausbildungswechsel mit neuem Tätigungsfeld solltest du nur in Erwägung ziehen, wenn es etwas ist, was dir auch liegt. Organisation scheint dies nicht zu sein.

Scheinbar liegt dir deine jetzige Ausbildung überhaupt nicht und das hat man auch erkannt.

...und lerne lieber mal den Mund zu halten. Dann haben andere auch nichts, was sie dem Chef stecken können. Niemand hier weiß, wie du das rüber bringst oder wie das bei deinen Kollegen an kommt

Manche Probleme sind hausgemacht.

Selbstbewußtsein bekommt man, wenn man sich was zutraut und das auch umsetzt. Dir fallen ja zur Zeit die einfachsten Abläufe schwer. 

Du hättest dir auch selber mal eine Liste machen können, wie das anzuordnen ist. Direkt am Anfang Kollegen fragen und das notieren. So was zeigt Interesse und auch die Bereitschaft, das zu perfektionieren.

In erster Linie musst du an dir arbeiten:

1. reden ist silber, schweigen ist gold

2. wenn man etwas nicht weiß, Beizeiten fragen!

3. bekommt man Abläufe, die andere locker erlernen nicht hin, macht man sich Notizen

Wenn du dies nicht beherzigst, wirst du in jedem Beruf scheitern.

LG

meine kollegin (die alles petzt) hat gestern den ganzen vormittag zb. blöd über andere geredet ( sie hatte einen schlechten tag) und ich habe dazu gar nichts gesagt. sie meinte der Chef sei dumm, er sieht schlecht, kann kein pc starten, die 3. Assistentin ist schlampig. das alles habe ich ignoriert. ich bin einfach weg gegangen und habe zu ihr gesagt, du., das alles interessiert mich nicht. ich wusste sofort das ist sicher eine falle.

 

ich durfte nur 1 tag schnuppern und zwar nur 7 stunden weil mein Direktor es nicht erlaubt hat. (wollte längere tage schnuppern  damit ich viel mehr Erfahrungen sammle aber naja).

 

und jaaa danke dir für deine antwort! ich kann mit Kritik nicht wirklich umgehen. ich war bis jetzt nur in der schule und seit September arbeite ich! ein neuer Lebensschritt! :)

 

 

 

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@katzehundemaus

Hallo,

du durftest auch länger schnuppern. Es steht jedem Ausbildungswilligen frei in seinen kostbaren Ferien ein freiwilliges Praktikum zu absolvieren. 

Dann bekommt man auch Einblicke in entsprechende Berufe.

Leider opfern die wenigsten Jugendlichen einen Teil ihrer Freizeit um sich zu informieren und zu schauen, ob manche Berufe überhaupt zu diesen passen.

Das ist eigentlich schade, das bei vielen einfach das Interesse am eigenen Werdegang fehtl. Denn die Möglichkeiten sind nunmal da. 

Man muss nicht erst auf das Pflichtpraktikum der Schule warten. Eigeninitiative ist da gefragt und wenn man nur einen Tag "schnuppern " durfte, dann ist man ganz allein selber schuld, weil man auch in seiner Freizeit aktiv werden kann.

Möglicherweise passt dieser Beruf auch zu dir, aber eben nicht in dieser Praxis.

Grundsätzlich mache ich dir auch keinen Vorwurf, wenn du bemüht bist. Aber ich sehe immer, das du die schuld gerne bei anderen suchst. Der Direktor hat dir zuwenig Zeit für das Schnupperpraktikum gegeben, du bekommst kein Lesestoff über die Anordnung der Instrumente usw.

In erster Linie muss man sich in der Ausbildung und auch im weiteren Berufsleben auch selber kümmern und schauen wie man klar kommt. 

Wenn dir was schwer fällt, schreib es dir auf oder frage und mache dir dann wenn Zeit ist Notizen.

Nun meidest du diese falsche Schlange und lässt diese auflaufen. Immerhin ein Anfang.

Das du in D zu jedem Zeitpunkt deiner Ausbildung aufgrund Berufsaufgabe kündigen kannst, weißt du ja sicher.

Bitte suche dir aber erst eine neue Stell und kündige dann erst. Alles andere macht sich nicht so gut im Lebenslauf.

In einem Betrieb /Praxis mit nur einem Chef,  der auch noch ständig präsent ist und mit dem man eng zusammen arbeiten muss,ist es deutlich schwieriger, als in einem Großbetrieb.

Man wird immer an Leute geraten, die einem nichts Gutes wollen oder dir Steine in deinen beruflichen Weg legen werden.

Ich schätze deine Kollegin wird auch noch anecken.

LG

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Ähm... Ordination ist die Einführung in ein kirchlisches Amt.
Du meinst vermutlich Koordination oder Konzentrtion...? ;)

So ganz versteh ich dein Problem nicht. Du bist in der Ausbildung, da muss man nichts wissen/können - dies lernt man da erst.
Ob man nun nach 2 Wochen oder 2 Monaten alle Zangen/Geräte in deinem Beruf kennen muss weiß ich nicht. Aber Fakt ist, irgendwer kann oder weiß es doch immer besser...
In ein paar Jahren bist du dann die "Ober-Azubine" und kommandierst die neuen Azubis rum.

Einfacher Tipp: Mach deine Arbeit so gut du es kannst, dann kannst du dir auch nichts vorwerfen lassen. Ein schlechtes Gewissen musst du nur haben wenn du deine Arbeit halbherzig oder bewusst schlampig machst.
Nimm nicht alles so ernst und was deine Plaudertasche auf Arbeit angeht, rede doch einfach nur das nötigste mit ihr..?!

ich rede meistens zu viel aber da bin ich selber schuld. ich habe Ordination geschrieben weil ich auf Instagram gesehen habe das manche statt Zahnarztpraxis Ordination schreiben bzw, sie nennen es so. ich bedanke mich herzlich für deine antwort!

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@katzehundemaus

Jetzt musste ich selber doch mal schauen, scheinbar nennt man eine Arztpraxis in Österreich Ordination. Wieder was gelernt... ;)

Stimmt, da bist du dann selber schuld.
Aber es spricht ja nichts dagegen mit deiner Kollegin ein rein dienstliches Verhältnis zu haben. Wenn du ihr nicht vertraust, dann gibt es dort doch auch sicher andere Kollegen die du fragen kannst?

Wenn dich die Situation so sehr belastet, dann solltest du ggf. auch mal drüber nachdenken ein Gespräch zu führen. Vielleicht zuerst mit dieser besagten Kollegin die dich immer anschwärzt, wenn das nichts bringt dann mit deinem Chef.
Dein Chef ist verpflichtet dir eine gute Ausbildung zu ermöglichen, dafür bürgt er sozusagen bei der IHK bzw. zuständigen Kammer. Dazu gehört eben auch eine gute Einarbeitung.

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