Hündin Scheinschwanger, welche Erfahrungen habt ihr damit?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, meine große ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und auch nach der ersten Läufigkeit Scheinträchtig geworden. Ich war natürlich total in Panik! Habe gedacht ich muss sie unbedingt kastrieren lassen, weil sie sonst Krebs o.ä. bekommt...In der Hundeschule und durch den Osteopathen meiner Hündin sind wir aber sehr gut beraten worden!

Zuerst mal ist es wichtig wie es deiner Hündin dabei geht! Versuche genau rauszufinden ob es ihr schlecht geht, also ob sie selber unzufrieden ist mt dieser situation. Es gibt ja Hunde die körperlich (ganz dick geschwollenes gesaäuge) und psychisch überhaupt gar nicht damit zurecht kommen. Bei uns war es anders, ich habe gar nicht bemerkt, dass sie Scheinträchtig ist! Sie hat sich vom Verhalten her gar nicht verändert, nur das Gesäuge wurde etwas dick. Da sie mein erster Hund ist, wusste ich nicht, ob das nicht eine normale Reaktion darauf ist, dass sie Geschlechtsreif geworden ist. Hört sich im nachhinein lächerlich an...wurde dann ja auch aufgeklärt^^ Gegen die Milchproduktion haben wir ihr dann Pulsatilla gegeben, nach drei tagen war die komplette Milch wieder weg! Gegen die Verhaltensänderungen kann man dann noch Ignatia verabreichen. Beides sind Homöopathische Mittel, die ohne Nebenwirkungen wirklich gut helfen.

Wir haben uns erstmal gegen eine Kastration entschieden, wir wollten abwarten wie es bei der nächsten Läufigkeit aussieht. Der Dackel einer Bekannten ist jedesmal Scheinträchtig geworden und gesund und mit Gebärmutter in hohem Alter an Altersschwäche gestorben :) es muss also nicht immer schlecht ausgehen! Ich denke du solltest wirkliche schauen, wie deine Hündin damit zurechtkommt. Wenn ihr Gesäuge nicht so mega stark anschwillt, sich nicht entzünded und sie auch psychisch damit zurechtkommt, würde ich von einer OP abraten.So eine Kastration ist nämlich auch kein kleiner Eingriff und danach wird sie sich vom Verhalten her auuf jeden Fall verändern!

Noch eines zum Schluss: Scheinträchtigkeit ist ein ganz normaler, natürlicher Vorgang! Das hat nichts mit falschen Hormonen zu tun oder so! Früher im Wolfsrudel ist jedes Weibchen, außer die Alpha-Hündin scheinträchtig geworden, um dann die Jungen der Alpha-Hündin mit versorgen zu können. Es ist vollkommen in Ordnung und von der Natur so gewollt, dass Hündinnen nach der Läufigkeit Scheinträchtig werden!!! Bitte denke nicht, mit deiner hündin stimmt etwas nicht...so gut wie jede Hündin wird (meiner Erfahrung nach) scheinträchtig.

Ich wünsche euch alles Gute! :)

Im Grunde geht es ihr gut, wir hätten das fast gar nicht bemerkt, wenn das Gesäuge nicht so hubbelig gewesen wäre... Deshalb bin ich dann mit ihr zum Tierarzt und die hat mir dann die Milch gezeigt, wollte aber weiter nichts tun, außer nochmal untersuchen, wenn die Milch wieder weg ist!

Von Verhaltensänderungen nach einer Kastration habe ich auch schon gehört...

Es tut gut auch mal diese Sichtweise zu lesen!

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@Selfmadequeen

Ja genauso war es bei uns auch! Die TÄ hat sich einen sch*** gekümmert...mach dir keine Sorgen! Es kann auch sein, dass die Scheinträchtigkeit i-wann nicht mehr auftritt! Mach dich nicht verrückt...ich hab mich auch viel mti dem Thema beschäftigt, und wahnsinnige Angst gehabt vor Krebs und so...aber das ist eg nur Panik- und Geldmache der TA!

Wenn du wissen willst was die ach-so-tollen TA noch so machen, lies mal diese Buch: "Hunde würden länger leben wenn....Schwarzbuch Tierarzt" von Dr. med. vet. Jutta Zieglier --> selber langjährige Tierärztin!! Das ist der wahnsinn was die schreibt!

Wenn du noch fragen hast, helfe ich dir gerne :)

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Habe wir auch einige male mit unsere durch (American Stafford Terrier) Seitens des Tierarztes gab es dazu auch Medikamente. War schon drollig, wie sie in der Zeit meinen kleinen Enkel hinterher trappte (wollte ihn wohl adoptieren) Aber sie begnügte sich den aber mit seinen Stofftieren. Zwischenzeitlich nun ist sie fast schon 4 Jahre alt, hat sich das gelegt. Ich würde mir das mit der Operation überlegen.

Unsere ist jetzt auch 4 Jahre alt. Medikamente habe ich nicht vom Tierarzt bekommen, sie meinte im Lehrbuch steht, es dauert so etwa 3 Wochen aber nicht alle Hunde lesen das Lehrbuch!

Wir hatten mal Homöophatische Tropfen nach der Läufigkeit um eine Scheinschwangerschaft abzuwenden, diesmal ist die Läufigkeit aber schon länger her! Kuscheltiere sammelt sie aber nicht.

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Scheinträchtigkeiten sind bei Hündinnen normal und dass es zu Krebs führt ist nicht so. WENN sich schon Krebs gebildet hat, wird das Wachstum begünstigt-aber es führt halt nicht zu Krebs.

Unsere Gucci war letztes Mal auch extrem scheinträchtig-auch nicht zum ersten Mal. Der Tierarzt riet mir aus dem eben genannten Grund von einer Kastration ab.

Das hör ich natürlich gerne aber die Sorge bleibt, das Gesäuge hat sich ganz hubbelig angefühlt, ich dachte erst da wären schon erste Knoten... Wir sollen jetzt den Milcheinschuß abwarten und das Gesäuge dann nochmal untersuchen lassen...

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@Selfmadequeen

Ihr solltet da aber nicht dran rumfummeln-das regt die Milchproduktion nur an. Hat sie nichts bekommen (Gala-Stop)?

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@TygerLylly

Ne machen wir nicht!!! Absolutes Bauchkraulverbot!

Und wir haben keine Medikamente bekommen...

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@Selfmadequeen

Dann würde ich aber mal den Tierarzt wechseln. Wenn die Milchprodution schon im vollen Gange ist, muss da gehandelt werden. Wenn das Gesäuge sich entzündet wird es zum einen für den Hund lebensgefährlich und für euch richtig teuer!

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@TygerLylly

Ich habe ihr heute erstmal die homöophatische Variante besorgt und nochmal Rücksprache mit einer anderen Tierärztin gehalten!Der Milcheinschuß ist so gering, sie sagte da bräuchte ich mir erstmal keine Sorgen wegen einer Entzündung zu machen!

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Die Gebärmutter ist nicht das Thema bei der Entstehung von Krebs sondern die Michproduktion der Brustdrüsen! Diese sind in der Scheinschwangerschaft häufig sehr an- geschwollen, bei meiner Hündin waren sie sogar knotig und blau! Wenn dann nun keine Welpen da sind,die die Brustdrüsen entlasten,verbleibt die angestaute Milch im Gewebe und kann im Laufe der Jahre Krebsgeschwüre verursachen! Mit Essigumschlägen kann man da so einiges bewirken aber wenn man wirklich keine Welpen haben möchte,sollte man sich doch für eine Kastration entscheiden! Dann hast Du Ruhe und die Hündin ebenfalls! Ist die beste Lösung! Wenn Du es machen läßt, vorher die Preise erfragen. Bei uns in Göttingen liegen sie zwischen 202 - 360 Euro für ein und denselben Eingriff! Alles Gute für Euch!

Der Krebs bildet sich aber auch meistens am Gesäuge-da hilft eine Kastration auch nicht.

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@TygerLylly

Doch, Kastration ist sehr wohl eine wirksame Vorbeugung, weil erheblich weniger Geschlechtshormone gebildet werden, wenn keine Ovarien mehr da sind. Keine Scheinschwangerschaften mehr bedeutet keine angeschwollenes Gesäuge mehr, deshalb auch keine Entzündungsgefahr und keine daraus folgende Krebsentstehung am Gesäuge. Die Frage ist nur, ab wann man es machen MUSS und wann man zuwarten kann.

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Ja, du verstehst mein Problem... Und danke für den Kostenvoranschlag!!!

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Hallo Selfmadequeen, Das es keine Welpen gibt, halte ich persönlich für gut, denn die tierheime sind schon voll genug und diese Tiere suchen alle noch einen Platz wo es ihnen gut geht. Aber nun zu Deinem Problem: den besten Schritt, nämlich den Besuch beim Tierarzt hast Du ja schon gemacht. und die Gefahren der Scheinträchtigkeit möchte ich hier nochmal aufzeigen

  • erhöhte Krebsgefahr (Gesäugekrebs, umstritten)

  • Gebärmuttervereiterung

Beide Folgekrankheiten treten meist erst nach dem 6. Lebensjahr der Hündin auf, wenn diese mehrmals scheinträchtig war. Sie sind hier aber weniger eine Folge der Scheinträchtigkeit an sich, sondern der ihr zugrunde liegenden Hormonstörung. Maßnahmen: Ursächlich kann das Symptom mittels Prolaktin - Antagonisten (Cabergolin) wirkungsvoll vom Tierarzt behandelt werden. Daneben können die Verhaltensmuster des Tieres beeinflußt werden: • Der Hündin sofort jeglichen Welpenersatz wegnehmen • Sie nicht bemitleiden und verhätscheln, da sonst das Muttergefühl stärker wird. • Sie viel ablenken (z.B. häufiger als sonst spazieren gehen) • Die Hündin nicht das Gesäuge lecken lassen oder gar selbst massieren, da dadurch die Milchproduktion angeregt wird. • Die Scheinträchtigkeit darf nicht unterschätzt werden! Also unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. • Die psychische Komponente muss der Mensch übernehmen: D.h. man muss der Hündin quasi "ausreden" Mutter zu sein und Junge zu haben und ihr wie schon erwähnt sehr viel Ablenkung bieten. Wird die Hündin schon nach der ersten Läufigkeit scheinträchtig oder ist es bereits mehrmals aufgetreten, ist die sinnvollste Abhilfe die Kastration des Tieres.

Danke, du hast das sehr einleuchtend formuliert!

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stimmt es, dass ALLE hündinnen IMMER nach der läufigkeit scheinträchtig werden? ich glaube nicht. es kann vorkommen, muss aber nicht, oder? 

in einem hundeforum wird das nämlich behauptet. meine hündin zb war zwar kürzlich das 2. mal  läufig, sie zeigte aber keinerlei anzeichen einer scheinschwangerschaft

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