Hochdeutsch , hilfe!

8 Antworten

  1. Und (er) lässt die Sterne aufgehen. Der Menschen müde Scharen

  2. lassen ihre Arbeit auf dem Feld oder in der Werkstatt liegen. Wo Tiere und Vögel waren....

  3. Der Hafen bewegt sich auf das Schiff der Glieder zu (Metapher für: Das Grab kommt auf den Leib zu, aber auch: das Lager wartet auf den von der Arbeit ermüdeten Körper)

  4. So wie auch dieses Licht sich verdunkelte, so wird in wenigen Jahren

  5. Ich, du und was man hat und was man sieht hinfahren (in den Tod eingehen)

  6. So reiße auch mich aus dem Tal der Finsternis zu dir. (Ein Appell an Gott, der den Dichter aus dem "Tal" der Vergänglichkeit ins Leben zurückführen soll)

Bei der inhaltlichen Interpretation der Zeile 5 bin ich mit nicht 100%ig sicher.

Ich kenne das Gedicht nicht, tippe aber auf Andreas Gryphius. Nach Stil und Thema ist es ein typisches Barockgedicht, eine Zeit, in der das unmittelbare Nebeneinander von Leben und Tod häufig thematisiert wurde. Selbst das Versmaß, der sechsfüßige Jambus, ist im Gegensatz zu dem z.B. von Shakespeare verwendeten fünffüßigen mittig teilbar und ermöglicht so sogar die unmittelbare Nebeneinanderstellung von Lebensfreude und Todesangst in einer Verszeile. Leider verführt der sechsfüßige Jambus zum leierigen Vortrag, während der fünffüßige sich der gesprochenen Rede annähert und deshalb moderner wirkt.

Der schnelle Tag ist hin / die Nacht schwingt ihre Fahn / *(*es wird dunkel*)*
Und führt die Sterne auf. *(*Sie werden sichtbar*)*  Der Menschen müde Scharen
verlassen Feld und Werk *( *Arbeitsplatz*)*  / Wo Tier und Vögel waren
trauert jetzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit vertan! *(*Zeit ist schnell vergangen*)*

Der Port *(*die Pforte, der Himmel*)*  naht *(*nähert*)* mehr und mehr sich

/ zu der glieder Kahn.* (wahrscheinlich das Totenschiff, mit dem der Fährmann die
Toten hinüber holt in sein Reich.
)* Gleich(So) wie das Licht verfiel / (So wie das Licht verschwand) so wird in wenig Jahren (wird in wenigen Jahren) Ich / du / und was man hat / (wir alle und unser Besitz werden verschwunden sein) und was man sieht / hinfahren.

Das Leben kommt mir vor wie eine Rennbahn.
Laß höchster Gott mich doch nicht auf den Laufplatz gleiten *(*laß mich nicht fallen*)*
Laß mich nicht ach / nicht pracht / nicht luft / nicht angst verleiten. *(*verhindere, dass  

mich irgendwas verführt, ich immer in deinem Glanz bleibe.) Dein ewig heller Glanz sei von und neben mir /

Laß / wenn der müde Leib entschläft / die Seele wachen / *(*Wenn man im Sterben 
liegt, soll die Seele weiterleben*)*
Und wenn der letzte Tag wird mit mir abend machen /*(*Wenn ich sterbe*)*
So reiß mich aus dem Tal der Finsternis zu dir. *(*Hol mich in den Himmel*)*

Der Text klingt übrigens Altdeutsch, nicht unbedingt Hochdeutsch

also ....es geht da wohl um die stimmung nach feierabend,wenn alle arbeit getan ist und die sterne aufgehn,wohl eher ist es winter,weil man die sterne so früh sieht.. die arbeiter gehn nach hause ,verlassen werk ,also woran sie gearbeitet haben und auch der bauer verlässt das feld und geht nach hause......selbst die tiere begeben sich zur ruh alles schläft..oder bereitet sich drauf vor....der port ist der hafen..... auch der wird nicht mehr benutzt am abend,,,es wird keine ladung mehr gelöscht.... jetzt denkt der autor an den tod.....todesahnung,sowie überall die lichter ausgehn,,, das licht verfiel...und so werden auch ,wenn die stunde des todes kommt ....sprichwörtlich die lichter ausgehn....alles was man hat ,wir selbst werden hinfahren in die gruft des todes alles ist eben vergänglich.....was man sieht..... so reiss mich aus dem tal der finsterniss zu dir....ist die bitte an gott,er soll mich,wenn es dunkle stunden in meinem leben gibt....wie depression etc...wo auch ganz dunkel wird ,mich daraus befreien,ja retten..... wenn noch was unklar ist,bitte erneut mich fragen.. gutes gelingen---------------

Hallo, ich würde Dir ja gern bei der Erklärung helfen, bin aber nicht sicher ob es Deine Schreibfehler sind, oder ob es wirklich so geschrieben steht. zB. Zeile 8. Das heißt doch nicht wirklich so, oder? Und es heißt interpretieren! Kennst Du den Autor dieser Zeilen?

kann dir jetz nicht wirklich viel helfen. Ich weiß nur das port himmel heißen soll ( also wenn man tod ist )

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