Hirntumor! Lebenserwartung?
Eine gute Bekannte hat diese Hiobsbotschaft. Inoperabel, da an sehr ungünstiger Stelle. Demnächst Therapie mit Bestrahlung und Chemo. Ich weiß, ich weiß, diese Frage ist eigentlich für Spezialisten. Dennoch: Evtl. hat jemand von Euch Erfahrungen im Bekannten- oder Verwandtenkreis?
8 Antworten
Bei jedem Menschen verlaufen Krankheiten anders, niemand (auch kein Arzt) kann den Krankheitsverlauf vorhersagen, alles andere wären Spekulationen. Sei jetzt in dieser schweren Zeit immer für Deine Freundin da und mache ihr Mut. Ich wünsche ihr von Herzem, dass die Therapie ihr hilft.
Es kommt auf den Tumor darauf an, eine Biopsie wird das letztlich klären. Deine Freundin muss sich selbst gut informieren über die statistisch zu erwartende Lebenserwartung und die entsprechenden Therapien. Die Prognose ist auch heutzutage leider nicht allzu günstig, aber individuell sehr verschieden.Unterstützung kann Deine Freundin allemal brauchen und die ist sehr, sehr wichtig! Viel Kraft und Mut!
In erster Linie sollte ihr behandelnder Arzt oder Hausarzt ihr Ansprechpartner in Bezug auf die Krankheit und Krankheitsverarbeitung sein, er sollte dann eine psychologische Hilfe empfehlen, wenn er überfordert ist! Automatisch gibt es nicht eine psychologische Hilfe bei verheerenden Diagnosen, aber sie selber kann das jederzeit für sich in Anspruch nehmen.
Eine Anmerkung: in solchen Phasen sind die Menschen geneigt allen möglichen Scharlatanen, die Heilung versprechen, auf den Leim zu gehen, paß wenigstens da auf, daß sie sich nicht in unseriöse Hände begibt!!
Die Lebenserwartung geht von 0 bis "unendlich" im Sinne von: Selbst an ungünstigsten Stellen kommt Tumorwachstum auch immer wieder überraschend zum Stillstand.
Was tun?: Intensiv leben, so leben, wie es eigentlich jeder von uns jeden Tag tun sollte, bewußt leben. Ungeklärtes klären, Ungesagtes sagen, positiv vorwärts sehen und gehen. Ruhig bleiben und l e b e n .
Der Ehemann einer ehemaligen Kollegin lent schon über 25 Jahre damit. Hat schon oft Chemo gehabt und ist anfällig für Infekte. Und natürlich berufsunfähig. Auch inoperabel. Zwischendurch ging es ihm mal so schlecht, dass er kaum sprechen konnte. Tumor ist in der Nähe des Sprachzentrums. Ich wünsch ihr viel Kraft.Alles Gute!!!
Das weiss niemand. Ich glaube nicht an den lieben Gott, denn ich denke, er weiss es auch nicht.
Devise, wenn die Kraft vorhanden: Jeden Tag, als waers der Letzte leben. Sich verwoehnen, Freuede bereiten, wo man sie hintragen mag. Das gibt urgute Kraefte. Alles Gute dem betroffen Menschen. Druecke fest die Daumen.
Danke, eine Biopsie wurde schon gemacht. Muss hier nicht eine psychologische Fachkraft her? Als Laie habe ich Angst, etwas Falsches zu sagen. Leere Worthülsen möchte ich ihr auch nicht zumuten - wären ja auch keine Hilfe.