Hat jemand eine Ahnung wie man einen Blues komponiert?

3 Antworten

Der Blues besteht erstmal aus drei Akkorden. Da hast du das Grundgerüst. Wenn es um eine Melodie geht, die du fortlaufend einbinden möchtest, musst du einfach auf die Bluespentatonik zurückgreifen.

Ich persönlich spiele schon seit 11 Jahren Gitarre, sehr häufig Blues, und habe auch schon mehrere Stücke selber gemacht. Ich sage bewusst nicht geschrieben, da ich weder richtig Noten lesen kann, noch ein Notenpapier zum Blues spielen brauche.

Was ich zum Beispiel auch schon gemacht habe, um ein Bluesthema/eine Figur einzubinden, die sich durch das Stück zieht, ist, dass ich mir ein Fingerpicking überlegt habe, um den Akkord auszuspielen.

Du spricht von "Melodien".

Was ich mir neben der erwähnten Figur sonst noch darunter vorstellen würde, ist das Solo. Da kannst du (z.B. beim Improvisieren) sowohl auf Moll-, als auch auf die Dur-Blues-Pentatonik zurückgreifen. Die bilden sozusagen das A und O von allem. Wenn du über eine Resonator-Gitarre oder eine Dobro dann noch mit einem Bottleneck zu hantieren weißt, oder an Stelle der Dobro eine Tele mit angezerrtem Sound nimmst, kannst du deinem Stück erneut einen ganz anderen Flair geben.

Wenn du möchtest, verlinke ich dir ein, zwei meiner Stücke hier unten, aber erst auf deine Anfrage hin, da ich keine Eigenwerbung machen möchte.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!

LG

Eine sehr gute, verständliche Antwort auf eine Frage, die ich auch beantworten wollte. Das hat sich nun erübrigt. Womit ich Schwierigkeiten gehabt hätte, ist eine Beschreibung des thematisierten Anlasses für einen Blues.

Damit meine ich die unglaublich intensive Gefühlswelt, die den Bluessänger/die Bluessängerin in dem Augenblick der Entstehung des Songs bewegt hat.

Wie erkläre ich die Kunst, dieses intensiv gefühlte Ereignis so wahnsinnig echt und mitreißend an den Zuhörer weiterzugeben, damit der Song jeden Zuhörer auf das tiefste bewegt und so unglaublich echt mitfühlen lässt?

Selten gelingt es mir als Musiker, der das Bluesschema, die Theorie des Blues mal vor vielen Jahren verstanden und verinnerlicht hat, den gerade empfundenen Blues, also meinen persönlichen "Blues" aus mir heraus spontan zu singen. Das klingt dann nicht "nett", sondern echt, also traurig, voller Freude, erstaunt, betrübt, aggressiv, liebevoll, enttäuscht, voller Hoffnung... das ist für mich Blues, aber wie erkläre ich das?

Grüße, Dalko

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Heyy, danke. Ich spiele übrigens Klavier und nicht Gitarre. Ich würde sehr gerne mal deine Lieder anhören, würde mir so als "Vorbild" dienen, damit ich so in etwa weiss was ich machen sollte.

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@Zarina88Niony

Für Klavier gilt das meiste, was ich gesagt habe, eigentlich auch! :)

Hier sind zwei drei Links zu Liedern von mir, die dir möglicherweise gefallen würden!

https://www.youtube.com/watch?v=-7Kjysbt_-c&t=19s

https://www.youtube.com/watch?v=_rMAIdh0XDo&t=2s

https://www.youtube.com/watch?v=AZfxZS0HvGY&t=174s

Bei einem Lied (kein Blues) habe ich auch selber ein Pianosolo gespielt:

https://www.youtube.com/watch?v=8McLWDa2-kg

Hoffe du findest Inspiration :)

LG

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Schau dir auf YouTube Musikvideos von Gary Moore an. Von dem lernst du am meisten, wie man's macht - das ist der King of Blues 😏.

Bsp.:

https://youtu.be/LWvygv933H0

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