Habt ihr erfahrungen in der Sicherheitsbranche

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6 Antworten

Vorneweg: Ein Link reicht nicht; hier darf aber immer nur einer eingefügt, darum gibts am Ende einen Link auf ne Linkliste bei nem NoPaste-Service. Nicht schön, aber wenns GF nich anders will, bitte...

Was könnt ihr mir über den Beruf erzählen?

Tante Wiki kann Dir ein wenig erzählen, siehe Link [1].

Ich wohne in der nähe von einem großen Flughafen.

Während im normalen Sicherheitsdienst in der Regel ein Führungszeugnis ausreicht ist das da natürlich längst nicht genug. Hier greifen zusätzlich zu den Bestimmungen der Bewachungsverordnung [2] noch das Luftsicherheitsgesetz [3]. Für eine Kontrolltätigkeit von Passagieren muss sogar eine eigene Ausbildung zum Luftsicherheitsassistent absolviert werden.

Aber wenn ich mich für den Beruf entscheide möchte ich später auch einigermaßen Geld verdienen.

Eins sollte klar sein. Die Sicherheitsbranche ist immer noch eine der am schlechtesten bezahlte Branche die es gibt. Eine grobe Übersicht gibt der Link unter [4], allerdings sind die Informationen z.T. veraltet. Unter [5] werden die Löhne im Geld- und Werttransport verglichen, unter [6] findest Du die Löhne von einfachen Wachmännern im Separatwachdienst und ähnlichem. Unter [7] werden noch Branchenweite Löhne aufgezeigt, allerdings werden da anscheinend auch die Löhne von Führungskräften mit eingerechnet, so dass das nicht sehr realistisch erscheint - von den 1.967€ Brutto für Berlin kann ich nur träumen, auch Brutto komme ich da nicht ran (trotz Nachtdiensten, Wochenenden und 12h-Schichten).

Wie gesagt, ich würde lieber auf Veranstalltungen sein […]

Da hast Du es genauso mit Betrunkenen zu tun wie beim Einlass einer Disko. Veranstaltungsschutz heißt auch, dass Du dort eben den Einlass machst, Leute kontrollierst und eben auch abweisen musst wenn sie zu betrunken sind oder ähnliches. Du warst sicher schon mal bei einem Fußballspiel, Konzert oder ähnlichem, die Leute die da in Deine Taschen geguckt haben waren Sicherheitsmitarbeiter. Nach den Kontrollen stehst Du dann unter Umständen stundenlang in der Gegend herum und passt auf einen bestimmten Bereich auf - z.B. den Einlassbereich von einem Block beim Fußball oder den Bereich vor dem Herrenklo beim Konzert. Nachtwachen sind meistens relativ langweilig, aber das wurde ja schon beschrieben. Wenn Du einen Führerschein hast wäre eventuell noch der Revierdienst eine Option, hier fährst Du mit einem PKW verschiedene Objekte an machst dort Kontrollgänge, schließt zu bestimmten Zeiten Türen oder Tore auf und zu, schaltest Alarmanlagen scharf bzw. unscharf oder dergleichen. In der Regel wird das auch etwas besser entlohnt als der sogenannte Separatwachdienst im Objekt selbst. Nur der Vollständigkeit halber sei noch der Geld- und Werttransport genannt, hier wäre noch die Waffensachkunde zu absolvieren - ob Du Dich allerdings für die Kohle anderer Leute erschießen lassen willst, naja, für mich wärs nichts. Der Lohn ist da allerdings vergleichsweise hoch.

Wie lange würde so eine Ausbildung dauern und wie sieht sie aus?

Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit im Bewachungsgewerbe ist das vollendete 18. Lebensjahr und der Nachweis der Sachkunde nach § 34a Gewerbeordnung [8]. Wenn Du erwerbslos bist (insbesondere wenn Du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast) sollte das kein Problem sein, dass die entsprechende Ausbildung vom Arbeitsamt/Jobcenter gefördert wird. Die Ausbildungsdauer beträgt meist einige Tage bis wenige Wochen und schließt mit der Sachkundeprüfung bei der IHK ab. Du kannst natürlich auch den langen Weg gehen und einen echten Ausbildungsberuf im Bewachungsgewerbe erlernen: Das wäre dann z.B. die Servicekraft für Schutz und Sicherheit [9] mit zwei Jahren, die Fachkraft für Schutz und Sicherheit [10] die drei Jahre dauert oder darauf aufbauend der Meister für Schutz und Sicherheit [11], mit dem dann auch die mittlere Führungsebene in größeren Sicherheitsunternehmen offen stünde.

So, nun noch die Adresse zu den Links, hoffe der Text war irgendwie hilfreich: http://nopaste.info/2395dcc7df.html

um im sicherheitsdienst anfangen zu können reicht im allgemeinen und theoretischen sinn die Unterrichtung nach

 § 34a Abs. 2 Nr. 1 GewO 

für folgende tätigkeiten:

Objekt- und WerkschutzStreifendienstGeld- und WerttransportSicherheitskurierdiensteEmpfangsdienst im Objektschutz, siehe auch PförtnerVeranstaltungsschutz (z. B. Ordnertätigkeiten)PersonenschutzErmittlungsdienst

doch die meisten unternehmen die entweder einen eigenen sicherheitsdienst haben oder einen externen sicherheitsdienstleister einstellen verlangen mindestens die

Sachkundeprüfung nach § 34a Abs. 2 Nr. 2 GewO

 schriftlichen Teil von 120 Minuten

mündlichen Teil (Einzel- oder Gruppenprüfung, 15 Minuten je Teilnehmer) 

Inhalte der Sachkundeprüfung

Bürgerliches Gesetzbuch,

Straf- und Strafverfahrensrecht einschließlich Umgang mit Waffen,

Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste,

Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen

Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerberecht und Datenschutzrecht,

dann gibt es noch qualifizierende ausbildungen 

 

die sogenannte GSSK ( Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft , frühere Werkschutzfachkraft) ersetzt langsam die Sachkundeprüfung als allgemein geltender standard in DeutschlandDie Servicekraft für Schutz und Sicherheit (2jährige ausbildung)

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit (3 jährige ausbildung)

dann gibt es den Meister und B.A. studiengang diese werden als gleichgestellt betrachtet der Meister stellt hierbei die Praktische komponente zum rein thoeretischen Studiengang beide werden normalerweise für Führungspositionen ausgebildet 

 

der Abschließende Master Studiengang hat sich in Deutschland noch nicht etabliert jedoch findet er auch langsam seinen weg nach Europa (über England)

was du dann abschließend für eine tätigkeit machen möchtest liegt bei dir

mfg

In dem Bereich gibt es kaum Leute, die eine anerkannte Ausbildung als Sicherheitspersonal haben. Man nimmt einfach Arbeitslose und lernt sie an. Voraussetzung: tadelloser Leumund oder "keine Vorstrafen"!

Die Bezahlung ist sehr schlecht, auch wenn es jetzt Untergrenzen gibt. Du musst ständig Überstunden "schieben", wenn Du ein halbwegs gutes Monatseinkommen haben willst. Also: nichts mit einer 40 Stunden Woche! Das wäre das Minimum, um halbwegs gut zu verdienen.

Du denkst an Nachtwache: Da sitzt Du dann nachts irgendwo in einem Raum und musst aufpassen, dass ausser Dir diesen Raum sonst kein Unbefugter betritt. Lesen oder Fernsehen ist natürlich verboten. Das kann ganz schön "auf den Geist gehen".

Gehe besser zum Arbeitsamt/Agentur für Arbeit, mache dort einen Eignungstest und lasse Dich beraten. So weißt Du besser, in welchem Bereich Du eine echte Ausbildung machen kannst. Da verdienst Du mehr Geld und die Arbeit wird Dir dann auch mehr Spass bringen.

Ich habe mir schon viele Bereiche angesehen, viele Prakitken usw gemacht und ich bin mir sicher das ich in der Metallbranche arbeiten will nur das Problem ist das ich einfach keine Lehre bekomme.

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In dem Bereich gibt es kaum Leute, die eine anerkannte Ausbildung als Sicherheitspersonal haben.

Auch wenn es genug schwarze Schafe gibt würde ich dem pauschal einfach mal widersprechen. Grundvoraussetzung für die Arbeit in der Sicherheit ist die Sachkunde nach § 34a GewO, die sollte eigentlich jeder haben. Gut, wenn man unter Ausbildung eine zwei- bis dreijährige Lehre versteht kann dieser Murks nicht mithalten, aber es ist eine anerkannte Ausbildung.

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Vieles wurde hier schon korrekt erklärt, deswegen brauche ich nicht mehr viel sagen. Eine kleine Sache kann ich noch dazu sagen, in jedem Bundeslang verdient man bisschen anders. In Bayern bekommt man Branchenüblich 8,46 Euro in der Stunde, Arbeiten tut man in der Regel immer 12 Stunden, 8 Stunden Posten gibt es zwar auch, aber nur sehr selten und angesichts der Bezahlung auch nicht lukrativ. Ich empfehle die den Werkschutz da arbeitet man als Wachmann in einer Großenfirma. Um ein anständiges Gehalt zusammen zu bekommen musst du hauptsächlich Nachts arbeiten, denn dann bekommst du Steuerfreie Nachtzuschläge sehr lukrativ. Um die Nachtschichten herrrscht ein sehr sehr großer Konkurenz kampf unter den Kollegen weil da das grosse Geld zu holen ist viele Intrigen werden gestrickt um den Kollen zu diskreditieren damit Er die schlechtbezahlten Tagschichten bekommt. Das Arbeitsklima in der Sicherheitsklima ist meist sehr schlecht, viele gebrochene Kollegen habe ich, viel Ehen sind kaputt gegangen wegen Nachtschichten und den verflixten 12 Stunden, Freizeit ist ein Fremdwort in dieser Branche, 240 Stunden im Monat sind Normal. Finanziell sieht es dafür eingentlich ganz gut aus, bei 240 Stunden im Monat davon überwiegend Nachtschichten kommt man Locker mal auf seine 1800 bis 2100 Euro Netto im Monat, Steuerklasse 1.

Du kannst wahrscheinlich nicht rechnen.... Setze mal Deine abgeleisteten Stunden mit Deinem Stundenlohn in richtige Verhältnis. Dann Verdienst Du bei 240 Stunden im Monat ca 4,20 € gegenüber einem Normalverdiener, der nur 160 Stunden arbeitet......

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Vielleicht wäre der Beruf des Luftsicherheitsassistenten oder - kontrolleur etwas für Dich!

Habe ich auch schon gemacht, vor allem muss man nicht draussen an einer Tür herumstehen und sich die Nase platt hauen lassen (wer es braucht, naja).

Schau dich in dieser Richtung mal um, kleine Einblick findest Du bei eja-training im Internet. Gruß

Luftsicherheitsassistent/in - (Arbeit, Sicherheit, Security)

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