Haben sich Mozart und Beethoven getroffen?

4 Antworten

In 'Biographischen Notizen über Beethoven' von Franz Wegeler und Ferdinand Ries(beide waren enge Freunde von L.v.B., F.Ries war sein Klavierschühler)schreibt F.Ries: 'Während der ersten Reise nach Wien hatte Beethoven mehrmals den Unterricht bei Mozart genommen.' Es war vermutlich April/Mai/Juni 1787. Wegen der Erkränkung seiner Mutter musste er den Unterricht unterbrechen und im Juli nach Bonn abreisen.

Man sollte bedenken: - Es ist wissenschaftlich nachgewiesen dass der Beethoven im Jahr 1787 in Wien war. Unklar ist der Grung der Reise. Was sollte ein 17J. Junge in Wien machen? Vermutlich, wollte er bei seinem hochgeliebten Komponist Mozart oder bei einem anderen den Unterricht nehmen. - Die Reise mit dem Kutscher nach Wien dauerte etwa 5-6 Tage. WER hat diese Reise finaziert und warum? Beethovens Falimie war sehr arm um solche Reise finanzieren zu können. Vermutlich war es sein Förderer Graf Waldstein und sein Lehrer Christian Gottlob Neefe, die Ihm diese Reise ermöglicht haben. - Sehr interessant ist dass der Neefe ein Mitglied des aufklärischen Illuminantenordens war. - Ohne das Geld und Empfehlungsschreiben würde Beethoven niemals einen Unterricht von Mozart oder einem anderen Komponist erhalten.

Die wichtigste Fragen sind: - Warum reiste Beethoven nach Wien im Jahr 1787? - Wer hat die Reise finanziert und warum? - Die Rolle von Neefe/Orden in Beethovens Förderung. - Beethoven war im Frühjahr in Wien, in Juli ist er nach Bonn gereist. ca 2-3 Monate lebte er in Wien. Wo? Aus welchen Mittel finanzierte er seine Unterkunft?

Zu der Frage ist offenbar nicht Sicheres bekannt. Aus den Lebensdaten und den Aufenthaltsorten ergibt sich nur eine Gelegenheit, bei der eine Begegnung von Mozart (1756 – 1791) und Beethoven (1770 -1827) in Frage kommt. Beethoven ist als Jugendlicher nach Wien gereist und hat sich dort vom 7. bis zum 19. oder 20. April 1787 aufgehalten. Eine Nachricht über eine schwere Erkrankung seiner Mutter führte zur Rückkehr nach Bonn.

Anekdotenhafte Erzählungen berichten (mit kleinen Varianten), Beethoven habe auf dem Klavier improvisiert, aber von Mozart in der Meinung, er habe das Stück vorher sorgfältig einstudiert, nur kühle und zurückhaltende Anerkennung bekommen. Daraufhin habe Mozart gebeten, ihm ein musikalisches Thema vorzugeben und dazu Variationen gespielt und Lob erhalten: "Auf den gebt acht, der wird noch viel in der Welt von sich reden machen". Äußerungen über einen kurzzeitigen Unterricht in diesen etwa 2 Wochen sind vermutlich bloße Legende. Da Mozart in dieser Zeit einen Umzug in eine Wohnung durchführte und mit Kompositionsaufträgen stark beschäftigt war, ist das Geben von Privatstunden an einen mittellosen Schüler unwahrscheinlich.

Eine Begegnung in dieser Zeit ist zwar möglich, aber nicht nachgewiesen. Nach Meinung von Brigitte Hamann: Mozart : sein Leben und seine Zeit, Wien : Ueberreuter, 2006, S. 190, sind alle Legenden, die sich um eine Begegnung ranken, leider nicht wahr.

Sie wurden erst viel später geschrieben und gehen auf Erzählungen von Personen zurück, die damals keine Zeitzeugen waren.

Das richtige Vorgehen zu einer Klärung ist, in guten und ausführlichen Biographien Mozarts und Beethovens oder in speziellen Nachschlagewerken (z. B. "Musik in Geschichte und Gegenwart") nachzulesen (in Bibliotheken vorhanden) und dann an dieser Stelle erwähnte Quellen und wissenschaftliche Untersuchungen durchzulesen. Eine Alternative ist es, bei Experten in Forschungseinrichtungen nachzufragen, z. B. beim Beethoven-Haus im Bonn, und so eine genaue und gründliche Auskunft nach dem neuesten Forschungsstand zu erhalten.

Ja, was ich nachgelesen habe, hatten die sich zweimal im Jahr auf eine Tasse Kaffe mit Apfelstrudel in Salzburg getroffen udn geplaudert was der neue Hit wird...

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