Goethes Aussage von Faust?

8 Antworten

Goethe spricht in seinem Werk "Faust (1)" gleich mehrere zeitgenössische Themen an:

  • Endlichkeit der Wissenschaft
  • Kritik an der zu theoretischen Wissenschaft der damaligen Zeit und ihrem Stellenwert
  • Kritik am Ständesystem
  • Faust ist auf das Diesseits bezogen, das Jenseits und die Religion rücken in den Hintergrund
  • Status der Religion (Gretchen streng gläubig, Faust hat starke Zweifel)
  • Der strebende Mensch --> Weiterentwicklung
  • Verantwortung setzt dem Streben Grenzen
  • Universitätssatire (Wagner-Faust, Studenten = Ameisen die nichts durchschauen; Mephisto-Schüler, Schüler sind Doktoren ausgeliefert)

(Quelle: Chr. D. Ruegg, cdrnet>Knowledge>Deutsch>Goethe)

Das Werk ist eindeutig der Klassik zuzuordnen, auch wenn man meinen könnte, Elemente der Sturm-und-Drang-Zeit zu erkennen. Der Sturm und Drang endete aber mit dem Wandel Goethes und Schillers zu Klassikern, ausgelöst durch Goethes Bildungsreise in Italien und Schillers Kant-Studien.

Bei der Klassik stehen das Schöne, die Harmonie, das Ausgewogene zwischen Kopf und Herz im Fokus. Die Darstellung der vollendeten, diesseitigen Persönlichkeit, Person hier und jetzt, Streben nach Humanität, nach dem Guten, Wahren und Schönen ist das höchste Ziel menschlichen Lebens, selbst im tragischen Scheitern -> Faust.

 

beatitudo, du kannst es nicht gelesen haben - denn wenn- hättest du Sturm und Drang gespürt- und nicht gefragt - und selbst- gegoogelt haste auch nicht - denn da stünde es.....

Es ist das Empfindertum, es ist die gesellschaftskritische Aussage - es ist - einfach - ein wunderschönes Schulbeispiel für "Sturm und Drang"....

...und ich verstehe Geistlein und vergebe ein DH dafür, wenn ihr/ihm das Herze schwer ward - ob sowenig Verständnis für.... Goethe? - Sturm und Drang....? nö - ganz simpel : für Google

nur, weil ich kein Gefühl für Sturm und Drang habe da wir das im Unterricht nicht hatten und ich es mir jetzt erst anschaue da ich es brauche und bis vor kurzem nicht mal wusste was es beinhaltet, ist das noch lang kein Grund zu behaupten ich hätte das Buch nicht gelesen ;) Zudem kommt hinzu, dass ich - DANKE GOOGLE, worauf ihr euch ja alle immer beschwört ;) - sowohl von Faust in Sturm und Drang aber auch in der Klassik erfahren habe.

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@beatitudo

siehst du, ergo: immer erstmal beim Unterricht fein aufpassen, dann mal googlen - und wenn es immer noch nix bringt, Frage stellen! - (und - wenn ihr Faust habt, hattet ihr "Sturm und Drang" auch.... wetten?? ;-)))) und ergo - lies mal hier.... es wird dir wie "Schuppen von den Augen fallen":

http://www.suite101.de/content/goethes-faust-zusammengefasst-interpretiert-a48804

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@tintoretto

danke, nur da steht auch nichts von sturm und drang ;) aber hat geholfen.

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 es geht eigentlich um das grosse und ganze - also um den kampf zwischen gut und böse - gott hat mit dem teufel eine wette laufen - mehr ist das nicht -  das ist die kernaussage -

aber wenn du mich fragst - ist faust 2 der grösste schwachsinn, den ich je gelesen habe!

ausserdem ist nachgewiesen, als goethe faust teil 2 geschrieben hat schon am verblöden war - er litt tatsächlich an einer krankeit, die seinen geist beeinflusste und die hatte er als er den zweiten teil verfasste schon - das erklärt vielleicht einiges und du kannst in der schule mit wissen punkten - kannst du natürlich etwas netter formulieren als ich jetzt

hm ja zu faust 2 kann ich nichts sagen, hab nur faust 1 gelesen und darauf bezieht sich auch meine frage... einerseits wird faust in den strum und drang eingeordnet und andererseits in weimarer klassik. was stimmt denn nun? und was ist dann die aussage? denn sturm und drang würde ja auf faust zutreffen.. die klassik dann wennüberhaupt nur auf goethes aussage aber die ist mir ja unschlüssig

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Die Frage ist zu Allgemein gestellt für ein Werk wie "Faust". Dazu sind zu viele Bilder in dem Buch. Nenn doch mal ein Bild.

ja also zum einen denk ich dass es heißt der mensch irrt so lange er strebt.. dass ist ja (denk ich) darauf bezogen dass der mensch durch neue versuche ein irren korrigieren kann.. aber bezüglich faust würde das heißen dass er sich zwar mit dem teufel eingelassen hat aber das ein fehler war und so..? :s

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@beatitudo

Zum Thema "Streben" kann ich dir den Hinweis auf Platons Dialog "Symposion" z. T. "Eros" geben. Schau mal bei Platon nach. Die "Streber" sind da mit Argumenten ausgestattet, die - wenn du es so benennen möchtest - "teuflisch" sind. Der Teufel ist dabei dann u. a. ein Bild für den Ekel, den Abscheu, das Zerstörerische, die Dekadenz, den Untergang usw.

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@Odysseus247

also ist der pakt faust's untergang?... also ich finde aber nicht dass man am ende vom buch denkt "oh der arme faust" ich mein er hat gretchen sogesehen verloren aber "mehr" ist mit ihm ja nun auch nicht wirklich passiert oder? er wollte ja höchstes glück und tiefstes leid erfahren..

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@beatitudo

Wissen wollte er vor allem. Mein Hinweis geht aber noch tiefer: "Eros" ist der Gott, den Platon thematisiert und das ganze geht um das "streben nach". Platon meint das Allgemein - und wenn du das dann auf Goethe anwendest hast du eine breitere Perspektive, was die zügellose Streberei so für Konsequenzen hat.

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