Gleichstromgeneratoren

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Doch, im Wasserkraftwerk entsteht Wechselspannung - wieso soll es keine sein können???

"Eigentlich" kann man (mit vernünftigem Aufwand) nur Wechselspannungsgeneratoren bauen: Weil sich der Läufer drehen muss, und dann schneiden die Wicklungen die Magnetfeldlinien einmal "so rum" und einmal "anders rum" - also entsteht Wechselspannung.

Einen "Gleichstromgenerator" (z.B. die Lichtmaschine im Auto) hat man früher so gebaut, dass man über drehende Kontakte ("Kommutator") immer rechtzeitig die Stromrichtung umgedreht hat. Dann entsteht aber keine wirkliche Gleichspannung, sondern eine "Wellenspannung" - eine sehr "hügelige" Spannung. Wenn man mehr Spulen wickelt und "kommutiert", dann kann man die Wellen immer kleiner machen - aber man kriegt sie nicht weg.

Billiger - und heute ausnahmslos üblich - ist es, die Wechselpannung (i.d.R. "Drehstrom" - 3 verschobene Wechselspannungen) mit Dioden gleichzurichten.

Da entstehen ja aber - und+ pole der Elektrizität, oder nicht? Heißt das, dass es egal ist, ob + oder- in der Stromleitung fließt? Suchen sich die Pole ihren eigenen Weg in das Gerät?!

Ps.: Ich hab irgendwie jetzt keine Ahnung! :D

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@lolo9852

hast ja Recht, aber du musst genau so schnell wie sich das Ding dreht die Leitung umstöpseln. Das geht beim langsamen Drehen mit der Hand, aber wenn der schnell läuft, dann brauchst du einen Schalter dafür und das ist der Kommutator. Schau dir mal die Funktionsweise in den Bildern an. Das ist nichts anderes, als immer wieder Abklemmen, umgepolt anschließen, abklemmen, umgepolt anschließen....

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@jorgang

@hmmueller: Die Dioden erzeugen aber auch keine "glatte" Gleichspannung, sondern genau dieselbe "hügelige" Gleichspannung, wie du schreibst. Um sie zu glätten, benötigt man als Puffer Kondensatoren.

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@lks72

Stimmt :-) ... oder Drosseln; oder eine elektronische Glättung (Zenerdioden mit Verstärker); oder sicher noch was, was mir grad nicht einfällt ...

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Es gibt genug Beispiele dafür, dass Generatoren Wechselstrom produzieren. Letztlich kann man nur Strom erzeugen, wenn entweder der Rotor oder der Stator einen Magneten oder ein durch Magnetspulen erzeugtes Magnetfeld verwendet, welches sich relativ zum anderen Teil ständig bewegt. Dadurch wird am entsprechend anderen Teil eine Wechselspannung durch entsprechende Induktionsspulen erzeugt.

Abhängig davon, wie nun die Kohlebürsten angebracht sind, kann man nun (und das funktioniert nur, wenn der Magnet am Stator angebracht und die Induktionsspule Teil des Rotors ist) entweder pulsierenden Gleichstrom oder Wechselstrom produzieren. Enthält der Stator jedoch die Induktionsspule (und demnach der Rotor den Magneten) wodurch Kohlebürsten nicht mehr notwendig sind, kann man nur Wechselstrom erzeugen, aber die höhere Wartungsfreiheit eines solchen Generators liegt auf der Hand.

Wenn in einem Wasserkraftwerk Strom mit einem Generator erzeugt wird, dann kann das doch nur Wechselstrom sein!!! Was sollen die Kraftwerker dort ausgerechnet mit einer Gleichstrommaschine? Das ergibt doch gar keinen Sinn! Den Aufbau der Gleichstommaschine (incl. Generator) kannst Du nachlesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichstrommaschine .

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