Gibt es noch eine Identifikation mit seiner Arbeitsstelle bzw. seiner Arbeit?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Für mich wäre so ein "notwendiges Übel" auf längere Zeit untragbar.

Jeder Mensch muß sich mit seiner Arbeit, sprich Leistung identifizieren können, um daraus für sich selbst Anerkennung und Selbstbewußtsein zu schöpfen!

Mit der Einstellung "nur Job für Geld" wird keiner auf die Dauer glücklich!

Kann ich nur zustimmen.

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Das kommt auf ganz verschiedene Faktoren an. Vergütung, Länge des Urlaubs, das eigene Firmenauto und andere Anreize sind weniger wichtig als man im ersten Moment glaubt. Die Identifikation mit seinem Unternehmen (wird auch organisationale Identifikation genannt) hat vor allem etwas damit zu tun, wie sich der einzelne Mitarbeiter gewertschätzt fühlt. Wichtig ist ein transparenter Führungsstil, die faire Behandlung jedes einzelnen MA sowie die eben erwähnte Wertschätzung. Gibt es keine Identifikation bzw. ist diese vll sogar negativ, können sich daraus für das Unternehmen sehr negative Konsequenzen entwickeln (Niedrige Fluktuation, hohe Fehlrate, mehr Kündigungen etc.). Darüber hinaus gibt es vermehrt Studien die aufweisen, dass ein ungebundener MA ein höheres Risiko hat depressiv zu werden. Dazu gibt es auch Studien zum Job Involvement (Identifikation mit der Arbeit, nicht der Stelle) welches ähnliche Effekte aufweist. Aber neben all den Studien finde ich, dass der gesunde Menschenverstand einem doch klar machen sollte, Arbeit ohne Identifikation kann keinen Spaß machen! Sowohl der Mitarbeiter, als auch das Unternehmen sollte darann gelegen sein eine positive Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Klar muss/sollte man sich mit seinem Job identifizieren, er sollte Spass bringen. Ohne diese "Bedingung" wäre Frust und Demotivation an der Tagesordnung, die Arbeitsleistung entsrechend negativ, die Unzufriedenheit wird in die Familie getragen, und letztendlich war es dann irgendwann einmal mit dem Job.

Mein jetziger Job macht mir immer noch (und das seit sehr vielen Jahren) sehr viel Spass. Wenn ich eines Tages damit aufhören muss, wird mir etwas fehlen.

Das kommt darauf an. Ich kann durchaus das Gegenteil berichten. Hatte lange Zeit einen Job mit dem ich mich voll und ganz indentifizieren konnte. Das ging soweit, daß ich nicht mehr gemerkt habe wieviel Zeit ich an der Arbeitsstelle verbacht habe und ich dort sozusagen mein zweites Zuhause hatte. Ich meine das keinesfalls negativ. Mit der passenden Aufgabe und nem coolen Chef und Kollegen kann man in seinem Job voll und ganz aufgehen. Das ist das alles andere als ein notwendiges Übel. Ich bin auch der Meinung, daß man langfristig nur in einem solchen Umfeld maximale Leistung entfalten kann. Nur leider sind diese Jobs rar. Dabei ist es nicht so schwer ein vernünftiges Arbeitsklima für seine Angestellten zu schaffen. Naja lernen und besser machen... ;-)

Also, ich habe mir in meinem Leben immer den Luxus geleistet, Spass an meiner Arbeit haben zu wollen (ggf. auf Kosten des Verdiensts). Ich finde das auch nicht vermessen, da ich schließlich einen nicht unwesentlichen Teil mit ihr zubringe. Man kann nur dann in einer Tätigkeit richtig gut sein, wenn sie einem Spass macht. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als Leute, die montags anfangen die Arbeitstage bis zum Ende der Woche zu zählen; wozu lebt man dann?

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