Gibt es Länder auf unserem Globus wo KEINE Religionsfreiheit herrscht?

16 Antworten

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ja z,b arabien. wenn du bei den saudies mit einer bibel einreisen willst und wirst erwischt nehmen sie sie dir weg und du kommst ins gefängnis. oder wie vor 2 tagen als sie in marokko 17 leute verhafteten welche das evangelium verbreiten wollten. und dann wird so über das schweizer minarettverbot kritisiert....

Das mit der Bibel stimmt so nicht. Es gibt in Saudi Arabien und auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten viele Gastarbeiter mit anderen Religionen (Christen, Hindus, Buddhisten...) und die dürfen ihre Religion durchaus ausüben. Streng verboten ist nur der Versuch, die einheimische Bevölkerung zu einem anderen Glauben zu bekehren (siehe dein Marokko-Beispiel). Also eigene Religionsausübung ja, Missionierung nein. Wenn man das Schweizer Minarettverbot auf eine Stufe mit der Situation in Marokko und Saudi Arabien stellen will, misst man sich an schlechten Vorbildern. Die Schweiz und die meisten anderen Länder Europas haben zum Glück andere Ansprüche an sich in Sachen Freiheits- und Menschenrechte als die arabischen Länder.

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@HCforlife

Man darf keine Bibel mit ins Land bringen, das ist so. Und hier nochmal, Minarette haben doch nix mit Religionsfreiheit zu tun, nur weil ich z.B. mein Haus nicht so und so bauen darf, weils nicht ins Gemeindebild passt heul ich nicht rum wie ein Baby, was soll immer wieder dieses absurde Thema!!! Hauptsache man kann sich an was hochziehen oder

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Worin sehen Sie die Ursachen?

--Pelster: Der Grund, dass solche Fanatiker überhaupt Zulauf haben, liegt in der katastrophalen sozialen Lage der Menschen im Nordosten Nigerias. Dort leben viele Flüchtlinge aus den Nachbarländern unter menschenunwürdigen Bedingungen und ohne Zukunftsperspektive. Am Beispiel Nigeria haben wir in diesem Jahr erneut festgestellt, dass Übergriffe gegen Christen eine Art "Frühwarnsystem" darstellen, das Radikalisierungstendenzen in Gesellschaften anzeigt. Denn bereits im April hatte es im Norden Nigerias schwere Übergriffe von Islamisten gegen Christen gegeben. Am Ostersonntag wurden drei Kirchen niedergebrannt und über dreißig Menschen verletzt. Solche Übergriffe gegen Christen waren in den vergangenen Jahren nichts Ungewöhnliches, doch in diesem Jahr bekam die Gewalt eine neue Qualität, indem sie sich gegen "alles Westliche" und auch gegen den gemäßigten Islam ausdehnte. Man sieht also, wohin es führt, wenn man die Verletzung von grundlegenden Menschenrechten wie der Religionsfreiheit zu lange duldet.

Im Jahr 2008 waren Christen auch in Indien massiv angegriffen worden. Ist die Lage dort in diesem Jahr besser geworden?

--Pelster: Zumindest insofern, als es in diesem Jahr keine Gewaltexzesse wie 2008 gab, als hinduistische Fundamentalisten im Bundesstaat Orissa im Nordosten des Landes etwa dreihundert Christendörfer verwüstet und mehr als hundert Christen getötet haben. Die Nachwirkungen der Gewalt sind aber immer noch zu spüren. Von den 50 000 Flüchtlinge konnten viele noch nicht in ihre Dörfer zurückkehren und leben teilweise in den Slums der Provinzhauptstadt Bhubaneswar. Besonders deutlich wurde die nach wie vor christenfeindliche Atmosphäre vor den indischen Wahlen im April. Damals haben Anhänger der nationalistischen Hindu-Partei BJP versucht, Christen am Wählen zu hindern. Es gab Todesdrohungen und in manchen Regionen wurden sogar Straßensperren errichtet, um die Christen vom Wählen abzuhalten. Bei der Wahl selbst waren die Fundamentalisten dann allerdings die großen Verlierer und das macht den Christen Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft.

Gehen wir zum Schluss noch auf eine Region ein, aus der Meldungen über bedrängte Christen auf den ersten Blick verwundern: Lateinamerika. Sind die Länder dort denn nicht mehrheitlich christlich?

-- Pelster: Das ist in der Tat ein in Europa vorherrschender Irrtum. In Wahrheit gibt es sehr mächtige Bewegungen, die auf eine Säkularisierung Lateinamerikas hinarbeiten. In Uruguay wird die Kirche zum Beispiel durch rechtliche und gesellschaftliche Einschränkungen stark an den Rand gedrängt. Andere Länder folgen diesem Beispiel - vor allem jene, die neosozialistisch regiert werden, wie zum Beispiel Venezuela oder Bolivien. Eine Streitfrage ist der Religionsunterricht an staatlichen Schulen, der manchen Regierungen ein Dorn im Auge ist. Andernorts muss die Kirche Enteignungen hinnehmen und religiös genutzte Gebäude werden ohne Vorwarnung abgerissen. Das hat den Grund, dass der Staat die Kirche aus ihrem Engagement für die Ärmsten drängen und kirchliche Sozialeinrichtungen gegen staatliche austauschen will. All das ist natürlich eine weitaus weniger bedrohliche Form von "Christenverfolgung" als zum Beispiel im Irak. Dennoch sind auch das gesellschaftliche Entwicklungen, die man im Auge behalten muss. Denn wie schon erwähnt sind Einschränkungen in der Religionsfreiheit oft die ersten Anzeichen von massiven gesellschaftlichen Problemen

Es gibt Länder mit ausgeprägter Staatsreligion (z. B. Iran), auch wenn selbst dort in der Regel Gäste oder Minderheiten mit anderen Religionen mehr oder weniger geduldet werden. Absolut null Toleranz gab es zum Beispiel in Afghanistan, als die Taliban dort herrschten. Die intolerantesten Länder sind in der Regel die, in denen das religiöse Oberhaupt gleichzeitig Staatsoberhaupt ist.

Nicht nur in muslimischen Ländern: Christenverfolgung nimmt weltweit zu

Neosozialistische Länder Lateinamerikas drängen Kirche an den Rand

MÜNCHEN, 8. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Aus beinah allen Teilen der Welt berichten die Medien von zunehmender Verfolgung der Christen. Das weltweite katholische Hilfswerk Kirche in Not beobachtet die Entwicklung vor dem Hintergrund jahrzehntelanger Erfahrung. Während es wenige Gegenden gibt, in denen sich die Lage entspannt, Benachteiligung und Unterdrückung in einzelnen Bereichen zurückgehen, werden Christen in anderen Ländern massiv angegriffen, berichtet Berthold Pelster von Kirche in Not. Über Beispiele und Ursachen sprach mit ihm Volker Niggewöhner.

Herr Pelster, weltweit sind etwa 75 bis 80 Prozent aller religiös Verfolgten Christen. Wie kommt das?

--Pelster: Das liegt zum einen daran, dass die Christen mit etwa zwei Milliarden Gläubigen die größte Weltreligion bilden - und das Christentum wächst vor allem in Ländern der Dritten Welt. Dadurch entstehen dort häufig Konkurrenzsituationen, in denen andere religiöse oder auch politische Gruppierungen versuchen, dieses Wachstum mit Gewalt einzuschränken.

Wenn Sie die Christenverfolgungen heute mit denen des vergangenen Jahrhunderts vergleichen, was stellen Sie dann fest?

--Pelster: Es sind zwei Tendenzen, die besonders deutlich werden. Zum einen, dass die Unterdrückung von Christen aufgrund atheistischer Ideologien zurückgeht. Das liegt vor allem am Zusammenbruch des Kommunismus weltweit und an der Öffnung der verbliebenen kommunistischen Systeme gegenüber dem Westen, wie es beispielsweise in China der Fall ist. Das Land hat mit immensen gesellschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen und braucht darum alle verfügbaren gesellschaftlichen Gruppen, um diese Probleme zu lösen. Eine ähnliche Situation gibt es in Kuba: Auch dort sind die gesellschaftlichen Probleme sehr groß und auch hier versuchen die Herrschenden, sich dem Christentum zu öffnen.

Aber aus anderen Gegenden der Welt erreichen uns bedrohliche Meldungen.

--Pelster: Zugenommen hat aber leider die Verfolgung von Christen aus religiösen Gründen. Während der Kommunismus zu allen Religionen "Nein" gesagt hat, gibt es heute Ideologien, die zwar "Ja" zur Religion sagen, aber eben nur zu einer einzigen. Die krassesten Ausprägungen solcher Ideologien finden wir in Saudi-Arabien und im Iran. Eine solche Unterdrückung der Religionsfreiheit kommt aber nicht nur in muslimischen Ländern vor, sondern zum Beispiel auch in Indien, wo in manchen Bundesstaaten radikale Hindus Gesetze durchgesetzt haben, die Hindus einen Religionswechsel verbieten.

Sie haben nun bereits einige Länder angesprochen, in denen es auch heute noch Einschränkungen für Christen bis hin zur Verfolgung gibt. Wo sahen Sie im Jahr 2009 die Brennpunkte der Christenverfolgung?

Grundsätzlich sind zwei Arten von Religionsunfreiheit zu unterscheiden, nämlich Religionsunfreiheit zugunsten einer Religion, die ausgebübt werden muss (positive Religionsunfreiheit) und Religionsunfreiheit zulasten einer Religion, die nicht verehrt werden darf (negative Religionsfreiheit).

Positive Religionsunfreiheit dürfte v. a. in Theokratien anzutreffen sein, wo der Glaube an einen bestimmten Gott Staatsdoktrin ist und natürlich nicht bestritten werden darf, weil sonst die Legitimationsgrundlage des ganzen Systems wegbricht.

Negative Religionsunfreiheit hat hingegen Ursachen, die im Verhältnis zur verbotenen Religion liegen, wobei sehr viele verschiedene Gründe denkbar sind, aus denen eine Religion verboten werden kann, etwa weil ihre Lehren mit einer anderen herrschenden Staatsdoktrin nicht vereinbar sind, als gefährlich eingestuft werden, historisch negativ belastet sind usw.

Positive und negative Unfreiheit ist übrigens nicht wertend gemeint, sondern wie in positiver und negativer Freiheit (zu/von) als Unfreiheit, etwas zu tun / nicht zu tun zu verstehen.

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